| pkb/bns. Die 15jährige Schülerin – siehe auch Saanen: Mädchen bei Bootunfall verletzt Montag 9. Juli 2007 – gehörte einer Abschlussklasse aus dem Kanton Zürich an, welche am vergangenen Sonntag an einer Bootsfahrt auf der Saane teilgenommen hatte, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Nach heutigem Kenntnisstand haben folgende Umstände und Ereignisse zum Unfall geführt: Ein ortsansässiger Event-Anbieter führte am Sonntag 8. Juli auf der Saane eine River-Rafting-Tour von Gstaad nach Château-d'Œx durch. Die Gruppe bestand aus 21 Teilnehmern, verteilt auf drei Boote. 14 Personen gehörten einer Abschlussklasse aus dem Kanton Zürich an. Neben ihrem Lehrer befanden sich auch drei Guides in den Booten. Alle Insassen waren mit Neoprenanzügen und Schwimmwesten ausgerüstet.»
In der Schluchtpassage, im sogenannten Vanel, musste nach Angaben des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland und der Kantonspolizei ein Felsen rechts umfahren werden: «Nach bisherigen Erkenntnissen kollidierte das erste Boot mit dem Felsen und blieb in der Verengung stecken, worauf das nachfolgende Boot ebenfalls mit dem Felsen und anschliessend mit dem ersten Boot kollidierte. In der Folge kippte das zweite Boot um und kenterte, wodurch alle Insassen ins Wasser fielen. Während sich die anderen in Sicherheit bringen konnten, blieb eine 15jährige Schülerin mit der Schwimmweste an einem Ast unter Wasser hängen und wurde durch den Druck unter Wasser gehalten. In der Folge gelang es einem Guide, die Schwimmweste der Schülerin zu durchschneiden. Dadurch konnte das Mädchen befreit und ins Boot gehievt werden. Nach der Reanimation durch die Guides wurde der Zustand des Mädchens durch Angehörige des Ambulanzteams aus Château-d'Œx stabilisiert. Das Opfer wurde danach mit der Rettungsflugwacht ins Spital geflogen. Dort ist die Schülerin am Mittwoch verstorben.»
Laut Wasserwirtschaftsamt des Kantons Bern führte die Saane zum Zeitpunkt des Unfalls 14 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Die kritische Marke für das Durchführen von Rafting-Touren liegt nach Angaben des Event-Anbieters bei 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde: «Zurzeit sind noch weitere Abklärungen im Gang.»
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