Nasskalter Sommer: Im oberen Bereich der Bergkette am linken Brienzerseeufer auf rund 2000 Meter über Meer sind die Niederschläge sogar in Form von Schnee gefallen. (Bild Peter Schmid)
aid/bns. Die Seepolizei hat laut einer Medienmitteilung auf allen drei Seen neu angeschaffte Schwemmholzsperren im Einsatz. Am Mittwochmittag überschritt der Pegel des Thunersees – siehe auch Thunerseepegel steigt – Situation wird überwacht von heute Mittwoch 4. Juli 2007 – die Kote 558,00 Meter über Meer (Normalnull): «Damit ist der Thunersee in zwölf Stunden um 23 Zentimeter angestiegen. Auch der Brienzersee ist im gleichen Zeitraum um mehr als 20 Zentimeter angestiegen. Die beiden Seepegel werden sich weiterhin leicht erhöhen.» Der Regulierdienst des Wasserwirtschaftsamtes beurteile die Lage im Oberland bis unterhalb von Bern als angespannt aber noch nicht kritisch: «Der weitere Verlauf ist unsicher; er hängt vom Niederschlagsgeschehen ab.» Die Niederschlagsmengen in der letzten Nacht seien nicht ausserordentlich gewesen: «Sie trafen aber auf vollständig mit Wasser gesättigte Böden, was zu einem raschen Abfliessen des Wassers führte. Deshalb sind die Seepegel angestiegen und die Aare führt Hochwasser.»
Eine Entspannung der Lage für die Oberlandseen und für die Aare ist laut der Medienmitteilung vorläufig nicht abzusehen: «Sobald die Seen ihren Maximalstand erreicht haben, werden die Pegel und die Abflüsse nur langsam zurückgehen. Diese Situation erfordert von allen Beteiligten eine erhöhte Aufmerksamkeit. Weitere Gewitter oder Fronten könnten rasch zu einer Zuspitzung der Lage führen.»
Die hochgehenden Flüsse hätten auch Schwemmholz in die drei Berner Seen eingetragen (einige hundert Kubikmeter), verlautet im weiteren. Die Seepolizei habe auf allen drei Seen die neu angeschafften Schwemmholzsperren im Einsatz. – Die Wasserstände und Abflüsse finden sich auf der Homepage des Wasserwirtschaftsamtes in der Rubrik Wasserdaten.
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