pd. Belastungen von bis zum Zehnfachen ihres eigenen Körpergewichts (10 G) wirken auf die Piloten. Nur ganz wenige verfügen über das erforderliche Können und die nötige Ausdauer, um im Kampf gegen die Zeit und Konkurrenz zu bestehen. Eine grosse Erfahrung sowie eine lange Liste an Erfolgen bei nationalen und internationalen Kunstflugmeisterschaften sind deswegen ein absolutes Muss.
Doch auch die Flugzeuge sind enormen Kräften ausgesetzt, denen serielle Sportmodelle nicht standhalten würden. So kommen nur ausgewählte und entsprechend wertvolle Rennmaschinen zum Einsatz: Modernste Verbundmaterialien aus Karbon machen die Flieger extrem leicht, sorgen für rasche Beschleunigung und lassen die hohen Fluggeschwindigkeiten erst zu. Gelegenheit, die Boliden zu bestaunen, bietet sich am «Red Bull Air Race» in Interlaken. Am Rennsonntag finden dort zwei «Public Pit Lane Walks» statt. Das heisst, die Boxengasse der Formel 1 der Lüfte ist für alle Besucher kurzzeitig geöffnet.
Im Pilotenfeld nimmt derzeit die Edge 540 des US-Herstellers Zivko Aeronautics aus Oklahoma die Vorreiterrolle ein. Mit ihr können sämtliche Manöver schnell und präzise geflogen werden, denn Rumpf und Tragflächen sind extrem steif. Dies ermöglicht Topleuten wie Kirby Chambliss (USA) und Peter Besenyei (Ungarn) oder auch dem österreichischen Rookie Hannes Arch einen aggressiven und kantigen Flugstil. Technische Daten: Länge 6,30 Meter, Spannweite 7,34 Meter, Gewicht 530 Kilogramm, Leistung 344 PS, 426 km/h.
Weitere Informationen unter
www.redbullairrace.com
|