Aufsicht Alpenbad Adelboden. (Bild zvg) pd/bns. Das Bad soll laut einer Medienmitteilung von Adelboden Tourismus während mindestens 330 Tagen im Jahr geöffnet sein. Angestrebt werde ein Ganzjahresbetrieb: «Gemäss einer Marktanalyse wird mit jährlich 280 000 Badegästen gerechnet. Vergleichszahlen von ähnlich ausgerichteten Badeanlagen wie vom Aqua Dome (Längenfeld/Tirol) zeigten, dass diese Annahmen realistisch seien: «Die Angst vor einem zweiten Mysterypark in Adelboden ist auch insoweit unbegründet, als dass das Alpenbad Adelboden ein komplementäres Angebot darstellt, das vollumfänglich in die Destinationsstrategie von Adelboden Tourismus eingebunden ist und dem Megatrend Wellness und Gesundheit Rechnung trägt.»
Die Präsentation und die detaillierten Erläuterungen von Daniel Kündig (Swiss Spa Group AG) stiessen laut der Medienmitteilung bei den zahlreich anwesenden Einheimischen und Gästen von Adelboden auf grosses Interesse: «Kritische Stimmen nach der Präsentation blieben aus; das Alpenbad Adelboden ist auf Kurs.»
«Wenn der Gemeindeversammlungsbeschluss über die Teilrevision der Ortsplanung sowie die Urnenabstimmung über den Baurechtsvertrag Ende Juni/Anfang Juli positiv ausfallen, ist die Planungssicherheit gegeben», verlautet im weiteren: «Zu diesem Zeitpunkt würde das Geheimnis um den Investor gelüftet, dessen schriftliche Zusage als Bauherr sowie Gesamtinvestor für das Alpenbad Adelboden inklusive Hotelanlage besteht.» Der Baubeginn sei im Frühjahr 2009 und die Eröffnung für Anfang 2011 vorgesehen.
Mit dem geplanten Alpenbad mache Adelboden einen nächsten wesentlichen Schritt in der langfristig ausgerichteten Destinationsstrategie «Alpine Wellness & Ski». Das Konzept sehe auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Nevada ein Bad mit verschiedenen Wasser- und Gesundheitswelten sowie ein Viersternehotel vor: «Die klare Architektur, die die Gegebenheit des Geländes und der Natur ideal einbezieht, aber auch die ausgeklügelte Funktionalität (um einen grossen Lichtschacht zu gewinnen wurde beispielsweise Raum für die Technik vertikal und gleichzeitig als Stützmauer geplant) bestechen. Als Grunddisposition ist das Hotel als Sockel und darauf liegend die vier Findlinge als Badköper vorgesehen. Dieses Richtprojekt kann konzeptionell präzisiert, nicht aber verändert werden.»
Das Alpenbad Adelboden stelle für die Region ein bedeutendes Projekt zur nachhaltigen Entwicklung dar – sowohl ökonomisch als auch ökologisch und sozial. Das geplante Investitionsvolumen beträgt zirka 88 Millionen Franken. Mit der Verpflichtung der Karl Steiner AG als Partner der Swiss Spa Group AG sei gewährleistet, dass die Bauleistungen lokal eingekauft würden und die Unternehmer aus der Region massgeblich zum Zug kämen (die Karl Steiner AG unterhalte keine eigene Bauunternehmung). Im Alpenbad Adelboden entstünden mehr als 100 Primärarbeitsplätze. Das gesamte Projekt entspricht dem Minergie-Standard. Wärmerückgewinnung und die Verwendung von erneuerbarer Energie seien berücksichtigt: «Das Verkehrskonzept bezieht den Ausbau der Zelgstrasse sowie die Nutzung der bestehenden Parkplätze der Bergbahnen ein. Dadurch wird eine nur marginale Zunahme des Verkehrsaufkommens gewährleistet.»
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