pd/bns. «Die Beschaffung basiert auf der erfolgreichen Verkehrsentwicklung der vergangenen Jahre aber auch auf einer offensiven zukünftigen Wachstumsplanung», heisst es in einer Medienmitteilung: «Damit rüstet sich BLS Cargo als bisheriger Spitzenreiter in der Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene für weiteres Wachstum.»
Auslöser der Beschaffung ist laut der Medienmitteilung «ein starkes Wachstum der Verkehrsleistung von BLS Cargo in den vergangenen Jahren (2006 erneut +15 Prozent) und eine offensive Wachstumsplanung für die kommenden Jahre». Diese betreffe sowohl den internationalen Transitverkehr als auch nationale Ganzzüge: «Während die transportierte Gütermenge im Alpentransit durch die Schweiz zwischen 2002 und 2006 jährlich durchschnittlich um sieben Prozent gestiegen ist, nahm in der gleichen Periode die Verkehrsmenge von BLS Cargo um jährlich durchschnittlich 25 Prozent zu. Daraus folgt, dass BLS Cargo stark überproportional zur Verkehrsverlagerung beigetragen hat und diese auch zu zukünftigen Erfolgen bringen wird.»
«Die erfolgreiche Entwicklung von BLS Cargo zeigt deutlich, dass wir der Motor der Verlagerungspolitik sind; mit dem neuen Lötschberg-Basistunnel und den zu beschaffenden Lokomotiven erwarten wir eine weitere Leistungssteigerung, um auch in Zukunft in hohem Masse zur Erreichung der Verkehrsverlagerungsziele beizutragen», wird in der Medienmitteilung der Verwaltungsratspräsident der BLS Cargo, Mathias Tromp zitiert. Die bestehenden Lokomotivkapazitäten seien heute weitgehend ausgeschöpft. Zur Abdeckung des Zusatz- und Spitzenbedarfes stünden bereits sechs Mietlokomotiven im Einsatz: «Die Lokomotiven, deren Beschaffung in diesen Tagen ausgeschrieben wird, sollen mit den Strom- und Zugsicherungssystemen für Deutschland, die Schweiz, Österreich und Italien ausgerüstet und in diesen Ländern zugelassen sein.» Der produktive Einsatz werde ab Dezember 2008 angestrebt.
Die Ausrichtung der Beschaffung auf Mehrsystemlokomotiven zeige die Produktionsstrategie der BLS Cargo auf, die stark auf die Fortführung und Weiterentwicklung grenzüberschreitender Produktionskonzepte ausgerichtet sei, verlautet im weiteren. Dabei würden mit Partnerbahnen gemeinsame Lokomotiv- und auch Lokomotivführerressourcen grenzüberschreitend optimiert eingesetzt. Die Erfahrungen im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz zeigten eine verbesserte Effizienz und Qualitätsgewinne. Mit den neuen Lokomotiven werde eine Erweiterung der Konzepte Richtung Italien mit dort tätigen Partnerbahnen möglich sein. Dirk Stahl, Unternehmensleiter von BLS Cargo: «Die erfreuliche Entwicklung in der Vergangenheit bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und bei den Kunden hohe Akzeptanz geniessen. Wir haben uns im liberalisierten Markt eine starke Wettbewerbsposition erarbeitet. Mit der Investition in eine neue Generation von Mehrsystemlokomotiven wollen wir Zeichen setzen und damit unsere Marktposition weiter ausbauen.»
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