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Interlaken: Neuer Computertomograph in Betrieb

Nach langer Evaluation ist im Spital Interlaken ein neuer Computertomograph installiert und in Betrieb genommen worden. Finanziert wurde das rund 1,4 Millionen Franken teure Gerät vom Kanton Bern.

FMI-Chefradiologe Christian Roefke (rechts) und die für den neuen Computertomographen verantwortliche Susanne Michelfeit (links) im Institut für Radiologie am Spital Interlaken. (Bild zvg)

pd/bns. Der neue Computertomograph (CT) soll laut einer Medienmitteilung der Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken (Spitäler FMI AG) der Bevölkerung des östlichen Oberlandes eine optimierte Notfallversorgung bieten und neue Diagnostikbereiche erschliessen: «Der hochmoderne Computertomograph mit modernster Schnittbildtechnik ersetzt den bisherigen CT, der seit 1998 im Institut für Radiologie am FMI-Spital Interlaken in Betrieb ist. Mit dem neuen Gerät werden nicht nur die Untersuchungsdauer erheblich verkürzt und Bilder von qualitativ hervorragender Auflösung gewonnen, zusätzlich kann auch die Diagnostik erweitert werden.»

Schnell und präzis
Der neue CT ist nach FMI-Angaben kein Ersatz für den ebenfalls am Spital Interlaken eingesetzten Magnetresonanztomographen (MR). Das neue Gerät diene insbesondere der Notfalldiagnostik: Verletzungen an Skelett, Lunge und Bauch, aber auch Mehrfachverletzungen könnten schnell und präzis erfasst werden und erlaubten damit einen Zeitgewinn, der zu einer schnelleren optimalen Versorgung führe. Die CT-Erfassung eines ganzen Körpers dauere nur einige Sekunden. Mit dem neuen Multislice-CT würden aber auch neue diagnostische Bereiche erschlossen: «Dank Schichtaufnahmen sind künftig etwa virtuelle Endoskopien beispielsweise im Trachealbaum oder Dickdarm, möglich, ohne dass dabei ein Endoskop eingeführt werden muss.» Eingesetzt werde das Gerät zudem in der Abklärung der koronaren Herzkrankheit. Auch die Herzkranzgefässe könnten abgebildet werden, ohne einen Katheter einzuführen. Aufgrund der Ergebnisse könne mit den Kardiologen sogar ein Risikoprofil erhoben werden. Ferner könne das Institut für Radiologie aus den gewonnenen CT-Datensätzen hervorragende Rekonstruktionsbilder erheben: «Namentlich die 3D-Rekonstruktionen werden den Orthopäden fortan die Möglichkeit bieten, schwere Gelenksbrüche oder Trümmerfrakturen plastisch von allen Seiten zu betrachten, was die operative Planung und Versorgung optimiert.»

1,4 Millionen Franken investiert
Die Planung und Evaluation eines neuen CT dauerten aufgrund der rasanten Fortschritte in der Entwicklung der Computertomographie zweieinhalb Jahre, verlautet dazu im weiteren: «Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 1,4  Millionen Franken. Die Kosten übernehme der Kanton. Die Einbauzeit im Institut für Radiologie habe knapp einen Monat gedauert. Während der Installation seien die CT-Untersuchungen eingestellt und – sofern möglich – im Magnetresonanztomographen durchgeführt worden: «Damit die Patienten weiterhin betreut werden konnten, wurden die Untersuchungszeiten verlängert, was einen Betrieb im Dreischichtsystem nötig machte.» Aufgrund der Berichte über die Installation des ersten digitalen Röntgengeräts im Inselspital Bern seien im Spital Interlaken verschiedene Abklärungen vorgenommen worden. Es habe sich aber gezeigt, dass dieses Gerät für das Spital Interlaken weniger geeignet und nicht notwendig sei. Mit der Installation des neuen Multislice-CT des Typs «Brilliance 40» der Philips Medical Systems sei am Institut für Radiologie am Spital Interlaken ein weiterer Schritt hin zu einer volldigitalisierten Radiologie vollzogen worden, heisst es abschliessend: «Dies wird einerseits einen schnellen Datentransfers, andererseits eine kompakte Archivierung der erhobenen Daten erlauben.»
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