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Interlaken: Informationsveranstaltung über Naturgefahren

Das Regierungsstatthalteramt und die Bödeligemeinden laden zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung «Naturgefahren in Siedlungsgebieten – öffentliche Orientierung Gefahrenkarte und Hochwasserschutz Bödeli» am Dienstag 5. Juni 2007, 20 Uhr in der Aula der Sekundarschule Interlaken ein.

Kombination aus Durchleiten, Umleiten und Rückhalten: Erhöhter Lütschinen-Damm in Wilderswil. (Bild Peter Schmid)

pd/bns. Das Hochwasserschutzprojekt Bödeli, 1. Priorität, und die Gefahrenkarte Bödeli werden laut einer Medienmitteilung der Bevölkerung von renommierten Fachleuten vorgestellt, damit Einwohner der Gemeinden Wilderswil, Matten, Interlaken, Unterseen und Bönigen erfahren, ob und in welchem Gefahrenbereich ihre Liegenschaft steht. Für den Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren seien der Kanton und vor allem die Gemeinden verantwortlich, heisst es in der Medienmitteilung: «Am kostengünstigsten kann Sicherheit gewährleistet werden, wenn drohenden Gefahren ausgewichen wird und möglichst keine Risiken eingegangen werden. Dieser Grundsatz ist nicht neu; unsere Vorfahren befolgten ihn, wenn auch eher der Not gehorchend. Heute können wir mit technischen Massnahmen allein den rasant steigenden Schutzansprüchen nicht mehr gerecht werden: Die Nutzungen haben sich wieder vermehrt den natürlichen Gegebenheiten anzupassen – und nicht umgekehrt! Damit diese anspruchsvolle Aufgabe gelingt, müssen mögliche Naturgefahren rechtzeitig erkannt, richtig beurteilt und sinnvoll eingeplant werden. Aus diesem Grunde wurde auch die Gefahrenkarte Bödeli erarbeitet.»

Land unter im August 2005: Die Massnahmen 1. Priorität sollen den Wasserabfluss über die Autobahn A8 Richtung Matten und Interlaken verhindern. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)

Gefahrenkarten

Auf Gefahrenkarten seien die möglichen Wirkungsräume und die Gefahrenstufen von Naturgefahren dargestellt, verlautet im weiteren: «Sie bilden nicht nur bekannte, sondern auch potenzielle Ereignisse ab; berücksichtigt werden Ereignisse mit einer Wiederkehrperiode bis zu 300 Jahren. Für die möglichst realistische Abbildung der Gefahren werden bekannte Ereignisse interpretiert, Spuren im Gelände analysiert und Modellrechnungen durchgeführt.»

Gefahrenstufen
Der Grad der Gefährdung wird laut Regierungsstatthalteramt Interlaken in die drei Gefahrenstufen gering, mittel und erheblich unterteilt. Die Zuordnung erfolge aufgrund der Kombination von Intensität und Eintretenswahrscheinlichkeit des gefährlichen Prozesses.

Hochwasserschutz Bödeli 1. Priorität
«Mit dem Hochwasserschutzkonzept Bödeli ist für die Wasserableitung der Lütschine bei Extremereignissen eine Kombination aus Durchleiten und Umleiten/Rückhalten vorgesehen», heisst es abschliessend: «Ein Vollausbau der Lütschine für Extrem-Ereignisse (Ereignis grösser als im Jahr 2005) ist nicht machbar. Deshalb wird für den Überlastfall ein Abflusskorridor nötig, in welchem das Wasser geordnet in den Brienzersee (im Gebiet Sendli) ablaufen kann.» Vorgesehen seien Massnahmen in drei Prioritätsstufen. Die Massnahmen 1. Priorität sollen den Wasserabfluss über die Autobahn A8 Richtung Matten und Interlaken verhindern.
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