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Donnerstag 14. Juni 2007
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Thun: Konzentration der Kantonsverwaltung auf dem Selve-Areal

Die gesamte Kantonsverwaltung in Thun soll auf dem Selve-Areal konzentriert werden. In unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden Verwaltungsgebäudes soll ein Neubau entstehen, in dem sich der Kanton einmieten will. Die bernische Kantonsregierung beantragt dem Grossen Rat für die Mietkosten einen Kredit von 2,67 Millionen Franken.

aid/bns. Die Kantonsverwaltung in Thun ist heute laut einer Medienmitteilung im Verwaltungsgebäude an der Allmendstrasse 18 und in sieben weiteren Liegenschaften in der Stadt untergebracht: «Als Folge der Reform der dezentralen kantonalen Verwaltung und der Justizreform und wegen dem Verkauf der Liegenschaften auf dem Schlossberg benötigt der Kanton zusätzliche Räumlichkeiten für das Regionalgericht, die Staatsanwaltschaft und das regionale Betreibungs- und Konkursamt.» Er wolle jedoch nicht einfach neue Liegenschaften zumieten, sondern die Verwaltung möglichst an einem Standort konzentrieren: «Verschiedene Mietangebote in der Stadt Thun wurden analysiert und in Konkurrenz bewertet; die Überprüfung hat ergeben, dass sich das Selve-Areal am besten eignet.»

Die Selve Park AG als Eigentümer des Areals habe dem Kanton ein Mietangebot für ein geplantes Bürohaus an der Scheibenstrasse unterbreitet, heisst es in der Medienmitteilung. Dieses Angebot berücksichtige die bei kantonalen Bauten massgebenden Qualitätsvorgaben, zum Beispiel auch bezüglich Energie. Das Gebäude soll in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden kantonalen Verwaltungsgebäudes erstellt werden. Sitzungszimmer, die Cafeteria und Parkplätze könnten so gemeinsam genutzt werden: «Im neuen Bürogebäude untergebracht werden sollen das Regionalgericht, die Staatsanwaltschaft, die Dienststelle Betreibungen des regionalen Betreibungs- und Konkursamts, der Oberingenieurkreis 1 des Tiefbauamts, die Erziehungsberatung, das Berufsinformationszentrum und voraussichtlich das Zivilstandsamt. Nur das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum und die Arbeitslosenkasse bleiben am heutigen Standort an der Frutigenstrasse.»

Die jährlichen Mietkosten belaufen sich laut der Medienmitteilung auf 2,67 Millionen Franken. Der entsprechende Kredit werde dem Grossen Rat in der Septembersession vorgelegt. Der Baubeginn sei für Frühjahr 2008 vorgesehen. Bezogen werden soll das neue Bürogebäude im Herbst 2009. Die heutigen Mietliegenschaften würden auf diesen Zeitpunkt hin gekündigt, das kantonseigene Gebäude Schlossberg 20 werde für den Verkauf geprüft: «Ohne die neuen Räumlichkeiten können die Reform der dezentralen kantonalen Verwaltung und die Justizreform im Berner Oberland nicht umgesetzt werden.»
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