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Mittwoch 27. Juni 2007
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Der letzte Töpferofen von Heimberg bleibt erhalten

Der archäologische Dienst des Kantons Bern hat den letzten noch erhaltenen Töpferofen in Heimberg umfassend dokumentiert und restauriert.

Ansicht des Brennofens. Erkennbar ist der aus Holzbalken und einem Flacheisen bestehende Ringanker sowie der Ansatz des fehlenden Zwischengewölbes (Foto Badri Redha / zvg)

aid/bns. Der Töpferofen für Holzbrand im ehemaligen Hafnerhaus an der Dornhaldestrasse 31 in Heimberg stammt laut einer Medienmitteilung aus dem späten 19. Jahrhundert. In der übrigen Deutschweiz gebe es nur noch zwei weitere erhaltengeblieben Öfen dieser Art. Heimberg war laut einer Dokumentation der bekannteste Hafnerort im Kanton Bern. Die Produktion von Töpfereiwaren habe um das Jahr 1730 durch zugewanderte Langnauer Töpfer begonnen: «Bis um 1850 erhöhte sich die Zahl der Betriebe auf rund 80, im Jahr 1874 waren es immerhin noch 62 selbständige Töpfermeister und 53 Öfen. In den ehemaligen Hafnerhäusern vom Heimberg ist heute nur noch ein einziger Ofen weitgehend erhalten, an der Dornhaldestrasse 31. Töpferöfen für Holzbrand haben in der Deutschschweiz eine mehr als 400 Jahre dauernde Tradition, sind heute aber eine Seltenheit: Neben dem Töpferofen von Heimberg existieren in der übrigen Deutschschweiz lediglich noch zwei ähnliche Exemplare.»«Während des Umbaus des ehemaligen Hafnerhauses hat der archäologische Dienst des Kantons Bern den historisch wertvollen Ofen deshalb gesäubert, restauriert und umfassend dokumentiert», verlautet im weiteren. Der Ofen bleibe als Teil einer Mietwohnung erhalten: «Der Ofen in Heimberg ist ein herausragendes technisches Kulturdenkmal und Zeugnis einer inzwischen weitgehend verlorenen Handwerkstradition. Deren Produkte sind heute kulturgeschichtlich wichtige Museumsobjekte, zu besichtigen in der neuen Sonderausstellung ‹Geschirr für Stadt und Land; Berner Keramik im 18. Jahrhundert› im Schloss Oberhofen am Thunersee.»
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