pkb/bns. Am Freitag 8. Juni 2007 soll mit dem Ziel, die Erwachsenen, die Motorfahrzeugführer sowie speziell die Eltern an ihre Verantwortung gegenüber Kindern im Strassenverkehr zu erinnern, die praktische Polizeiarbeit im Zusammenhang mit dem Verkehrsunterricht aufgezeigt werden. «Dabei kann Verkehrsinstruktoren bei ihrer täglichen Arbeit über die Schultern geschaut werden», heisst es in einer Medienmitteilung.
Die erste polizeiliche Präventionswoche vom 4. bis 8. Juni 2007 behandelt laut der Medienmitteilung pro Wochentag ein polizeiliches Präventionsthema: Am Freitag 8. Juni 2007 stehe das Thema «Sicherheit im Strassenverkehr» im Zentrum: «Mit präventiven, aber auch gezielten repressiven Aktionen soll der Bevölkerung gegenüber dokumentiert werden, dass der Fussgängerstreifen gerade im heutigen hektischen Alltag ein Gefahrenpotential birgt. An Veranstaltungen werden dem interessierten Publikum physikalische Aspekte im Zusammenhang mit Reaktions-, Brems- und Anhalteweg sowie Demonstrationen zur Thematik Restgeschwindigkeit dargelegt. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Interessierte den Velofahrerprüfungen beiwohnen oder sich ein Bild eines Verkehrsgartens machen können.»
900 Fussgängeranlagen überprüft
Im letzten Jahr waren nach Angaben der Kantonspolizei an Fussgängerstreifen total 305 Verkehrsunfälle zu verzeichnen, wobei 304 Personen verletzt (Jahr 2005: 267) und 10 (9) getötet wurden: «93 Prozent dieser Unfälle ereigneten sich im Innerortsbereich. 17 Prozent der Verursacher der Unfälle waren Senioren (63 Prozent als Fahrer eines Personenwagens, 27 Prozent als Fussgänger). Die Topursachen dieser Unfälle sind das Missachten der Anhaltepflicht vor Fussgängerstreifen, das unvorsichtige Überqueren der Fahrbahn sowie das Nichtbenutzen des Fussgängerstreifens innerhalb von 50 Metern. Die Fussgänger trugen bei 29 Prozent der Unfälle eine Mitschuld.»
Am Freitag stehen laut der Medienmitteilung die zuständigen Verkehrsberater für Fragen aus dem Alltag zur Verfügung. So werde über das Projekt «Sicherheit auf Fussgängerstreifen» informiert und es würden Probleme der Schulwegsicherung angesprochen: «Die Verkehrsberater der Kantonspolizei Bern haben seit dem Jahr 2000 gegen 900 Fussgängeranlagen überprüft und dabei 172 Massnahmen beim Tiefbauamt, der zuständigen Gemeinde oder intern ausgelöst.»
Mehr Kinderunfälle
Gegenüber dem Vorjahr musste nach Angaben der Kantonspolizei bei verunfallten Kindern eine erhebliche Zunahme registriert werden. Zu den häufigsten Unfallursachen gehörten, dass Kinder häufig unverhofft auf die Strasse rennen. 32 Prozent der verunfallten Kinder seien mit dem Velo unterwegs gewesen. Die unfallträchtigsten Tageszeiten waren laut Polizei zwischen 13.00 und 14.00 Uhr sowie zwischen 16.00 und 17.00 Uhr.
Veranstaltungen im Oberland. Im Berner Oberland finden am Freitag 8. Juni 2007 folgende Veranstaltungen statt. Spiez: Verkehrsgarten von 8.00 bis 11.30 Uhr. Thun. Beim Güterbahnhof in Thun: Dynamik, Kräfte im Verkehr, Theorie und Bremsversuche. Von 13.30 bis 14.15 Uhr und von 14.30 bis 15.15 Uhr. – Kanton Bern: Auf dem gesamten Kantonsgebiet finden gezielte Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulhäusern und Fussgängerstreifen statt.
|