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Mittwoch 13. Juni 2007
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STI: Öffentlicher Verkehr im Aufwind

Neuer «Thun-Bus» für Spezialfahrten und Fahrten mit Gästen in Rollstühlen. Erfolgreiches Jahr für die Verkehrsbetriebe Steffisburg–Thun–Interlaken (STI): Erstmals wurden mehr als zwölf Millionen Fahrgäste befördert. Der Fahrplanwechsel vom kommenden Dezember bringt grössere Änderungen.

Der neueste Bus der Verkehrsbetriebe STI. (Bilder zvg)

pd/bns. An der Generalversammlung der Verkehrsbetriebe STI wurde erstmals der neuste Bus der Öffentlichkeit vorgestellt: Gemeinderat Andreas Lüscher enthüllte das neuste Fahrzeug des Reisedienstes der STI. Der Reisebus ist für den Einsatz von Extra- und Transferfahrten vorgesehen und bietet die Möglichkeit, fünf Personen in Rollstühlen zu befördern. Der neue MAN-Bus trägt den Namen und die Silhouetten von Thun und trägt dadurch zur Werbung für die Stadt und Region bei. Auf Ende Jahr ist eine weitere Beschaffung von neun Bussen mit Niederflureinstieg und moderner Euro-4-Motorentechnik mit niedrigem Schadstoffausstoss vorgesehen. Damit werden dann mehr als 80 Prozent aller Busse mit einem Partikelfilter ausgerüstet sein. Die Busflotte wird ein Durchschnittsalter von nur fünfeinhalb Jahren haben.

STI-Direktor Pierre Cosandier.

Zwölf Millionen Fahrgäste benutzten Kursbusse

An der Generalversammlung konnte Verwaltungsratspräsident Werner Galli auf ein gutes Geschäftsjahr 2006 zurückblicken und den Aktionären eine Rechnung mit Gewinn von über 60 000 Franken präsentieren. In seinem Referat ging STI-Direktor Pierre Cosandier auf die Entwicklung im öffentlichen Verkehr der letzten sechs Jahre ein. Er konnte feststellen, dass bei einem unveränderten Angebot von 4,1 Millionen Fahrplankilometer die Anzahl beförderter Personen wiederum gesteigert werden konnte. Damit haben die Verkehrsbetriebe STI erstmals in ihrer Geschichte mehr als zwölf Millionen Fahrgäste transportiert. Nachdem bereits im ersten Jahr nach der Einführung der Bahn 2000 eine Zunahme von acht Prozent verzeichnet werden konnte, legten die Frequenzen im vergangenen Jahr erneut um fünf Prozent zu. In den letzten sechs Jahren hat die Nachfrage um eindrückliche 42 Prozent zugenommen. Der öffentliche Verkehr leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsberuhigung in der Stadt Thun. Täglich befinden sich 10 000 Mobilitätsteilnehmer weniger auf den Strassen, was 7000 Motorfahrzeugen, oder anders ausgedrückt, einer Autoschlange von Thun nach Interlaken und zurück entspricht. Die STI ist überzeugt, dass dieser positive Trend fortgesetzt werden kann.

Fahrplan 2008 mit grossen Änderungen
Für den Fahrplan 2008 sind wiederum verschiedene Verbesserungen im STI-Angebot vorgesehen. Der Zehnminutentakt auf den Linien 1 (bis Gwattzentrum), 2 und 5 soll Tatsache werden. Mit einem konsequenten Stundentakt auf den Linien 50 und 51 soll Thierachern neu mit dem Dreissigminutentakt erschlossen werden. Der Hangbus in Hünibach, Hilterfingen und Oberhofen hat sich bewährt und steht vor der definitiven Einführung.

Mit Priorität von und nach Bern
Mit der Realisierung des Vollknotens in Interlaken-Ost ändern sich die Abfahrtszeiten der Fernverkehrszüge und somit auch die Anschlusssituationen in Thun und Spiez. Mit dem neuen SBB-Fahrplan sind keine gleichzeitigen Anschlüsse in Richtung Bern und Spiez mehr möglich. Aufgrund der starken Ausrichtung nach Bern hat die Regionale Verkehrskonferenz beschlossen, dass die Anschlüsse von und nach Bern Priorität haben. Abhängig vom Takt der Buslinie ergeben sich dadurch bessere Anschlüsse in Richtung Bern, dafür aber Verschlechterungen in Richtung Spiez und Berner Oberland. Die STI hofft, dass diese Schwachstelle im Fahrplan 2008 noch verbessert werden kann.

STI investieren in die Ausbildung
Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 4500 Stunden für die Ausbildung aufgewendet. Sämtliche 153 Fahrdienstangestellte absolvierten eine Weiterbildung zum Thema «Verhalten in schwierigen Situationen». Auch die Lehrlingsausbildung wird bei den STI grossgeschrieben. Zurzeit bilden die STI vier Automechaniker Nutzfahrzeuge, drei kaufmännische Angestellte öffentlicher Verkehr sowie einen Informatiker aus.
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