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Berner Oberland News – 12. Jahrgang
Dienstag 15. Mai 2007
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«Die neue BLS AG steht gut da»

Das erste Konzernergebnis der im Jahr 2006 durch die Fusion der BLS Lötschbergbahn AG und der Regionalverkehr Mittelland AG entstandenen BLS AG beträgt 15,6 Millionen Franken, dies unter Berücksichtigung, dass 10,0 Millionen Franken zur Beschleunigung der Sanierung des Vorsorgewerks der BLS bei der Ascoop eingesetzt wurden.

pd/bns. Im Rückblick auf das erste Geschäftsjahr des neuen Unternehmens wurde an der Bilanzmedienkonferenz vom Dienstag 15. Mai 2007 in Bern festgestellt, dass die neue BLS AG gut dastehe. Im Stammhaus der BLS konnte nach Angaben von Hans Flury, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Finanzen, auf der Basis von Swiss GAAP FER ein Ergebnis von 8,1 Millionen Franken erzielt werden. Die BLS AG, das zweitgrösste Bahnunternehmen der Schweiz, zeigt sich mit der Entwicklung im Personenverkehr zufrieden: «Alle Segmente registrierten eine leicht zunehmende Nachfrage; der Verkehrsertrag beträgt 142,8 Millionen Franken.» 40,7 Millionen Reisende hätten im Jahr 2006 das Bahnangebot der BLS AG benützt, was einer Zunahme um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche: «Sie generierten einen Verkehrsertrag von 102,4 Millionen Franken. Die hohe Nachfrage in den Pendlerspitzen auf einigen S-Bahn-Linien sowie den Regioexpress-Linien Bern–Neuenburg und Bern–Langnau–Luzern erforderte rasche Massnahmen zur Erhöhung des Sitzplatzangebots. 2,7 Millionen Fahrgäste reisten per Linienbus im Emmental und im Berner Oberland. Der Verkehrsertrag erreichte 3,2 Millionen Franken.»

Schiffahrt und Autoverlad
Auf ein erfreuliches Jahr mit einem schönen Sommer und einem warmen Herbst blicke die Schiffahrt auf Thuner- und Brienzersee zurück, verlautete im weiteren: «1,1 Millionen Passagiere bedeuten ein Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005, welches insbesondere unter dem Hochwasser im August gelitten hatte. Der Verkehrsertrag stieg um 7,4  Prozent auf 10,3 Millionen Franken.» Ein neues Rekordergebnis habe der Autoverlad am Lötschberg verzeichnet: «Insgesamt 1,37 Millionen Motorfahrzeuge wurden mit den Zügen Kandersteg–Goppenstein–Kandersteg und mit dem Feiertags- und Ferienangebot Kandersteg–Iselle–Kandersteg transportiert. Das sind 0,4 Prozent mehr als 2005. Der Verkehrsertrag stieg auf 26,9 Millionen Franken.»

BLS Cargo AG
Die BLS Cargo AG habe ihr Ergebnis von 6,4 auf 10,9 Millionen Franken steigern können, wovon 78 Prozent oder 8,4 Millionen Franken im Konzernergebnis der BLS AG berücksichtigt seien, hiess es an der Bilanzmedienkonferenz. Die DB-Tochter Railion sei mit 20 Prozent an der BLS Cargo AG beteiligt. Mit 3255 Millionen Nettotonnenkilometern habe die BLS Cargo AG ihre Leistungen um 15 Prozent gesteigert: «Das Volumen nahm in allen Segmenten und sowohl auf der Lötschberg- wie auf der Gotthardachse deutlich zu; das Unternehmen hat damit einen Marktanteil im Transitverkehr durch die Schweiz von rund 40 Prozent erarbeitet.» Im April 2006 sei die BLS Cargo Italia S.r.I. gegründet worden: «Sie hat die Aufgabe, die Serviceleistungen an den Zügen von BLS Cargo in Domodossola – von den technischen Prüfungen bis zu den Zollformalitäten – zuverlässig, präzis und rasch abzuwickeln.»

«Richtiger und wichtiger Schritt»
Mathias Tromp, Vorsitzender der Geschäftsleitung, bezeichnete an der Bilanzmedienkonferenz den Vollzug der Fusion ab dem 26. Juni 2006 als einen richtigen und wichtigen Schritt auf dem Weg in die Zukunft. Die neue BLS AG als bedeutender Anbieter und Arbeitgeber im öffentlichen Verkehr im Espace Mittelland sei heute gestärkt. Damit übernehme die BLS AG die Funktion eines starken regionalen Bahnunternehmens «X» gemäss der vom Bundesrat für die künftige Bahnlandschaft geprägten Formel «SBB+X». Die neue BLS AG sei heute das zweitgrösste Bahnunternehmen der Schweiz. Das Aktienkapital liege zu 55,8 Prozent in der Hand des Kantons Bern, 21,7 Prozent beim Bund, 22,5 Prozent bei Gemeinden und Privaten. Der Betriebsertrag des Jahres 2006 betrage gegen 750 Millionen Franken, womit täglich durchschnittlich mehr als zwei Millionen Franken umgesetzt würden. Die BLS AG beschäftige rund 2600 Mitarbeiter. Interessant und für manche auch überraschend sei ein Blick auf die Arbeitsorte: «Neben den Schwerpunkten Bern, Spiez/Thun, Interlaken/Bönigen, Burgdorf/Oberburg und dem übrigen Emmental bietet die BLS AG Arbeitsplätze auch in den Kantonen Wallis, Neuenburg, Freiburg, Solothurn, Basel, Luzern, Uri (Erstfeld) und Tessin (Chiasso).»

Erfolgsrechnung in 1000 Franken

2006

2005
Pro-forma-Rechnung

Total Betriebsertrag

743 222

734 326

Total Betriebsaufwand

722 503

713 369

Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT

20 719

20 957

Finanzergebnis

–2 232

2 959

Betriebsergebnis vor Steuern EBT

18 487

17 998

Steuern

431

86

Minderheitsanteile

2 496

1 612

Ergebnis aus nicht fortgeführten Arbeiten 1)

0

16 164

Konzerngewinn

15 560

136

1) Bei dieser Position handelt es sich um das Crossrail-Geschäft des Jahres 2005 der ehemaligen RM AG.
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