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Mittwoch 16. Mai 2007
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Angepasste Infrastruktur bei der Brienz–Rothorn-Bahn

Die Brienz Rothorn Bahn AG hat mehrere Infrastrukturarbeiten realisiert. Wuchtig und sicher wurde unter anderem die Station in Brienz mit einem zusätzlichen Steinschlagnetz und weiteren Massnahmen gesichert.

Die sanierte Wellenbergbrücke. (Bilder zvg)

pd/bns. Bei Streckenkilometer 0,640 konnte nach Angaben der Brienz–Rothorn-Bahn (BRB) die Sanierung der Wellenbergbrücke vorgenommen werden. Phase I wurde abgeschlossen. Mit der Begehung der neu aufgebauten Mauer im Schlupf beim Streckenkilometer 1,200 konnten laut einer Medienmitteilung die Verantwortlichen beweisen, dass man für den Saisonstart gerüstet sei. An einer Medienorientierung hätten BRB-Direktor, Simon Koller und der Leiter Infrastruktur/Technik, Hansueli Rösti, interessante Detaills zu den ausgeführten Arbeiten geben können. Die Strecke soll pünktlich zur Saisoneröffnung am wieder offenstehen: Ab 17. Mai fahre die BRB mit einem reduzierten Fahrplan bis Planalp und ab 2. Juni wieder auf das Brienzer Rothorn.

Das zusätzliche Steinschlagnetz bei der Talstation in Brienz.

Station Brienz; Steinschlagschutz

Nach einem Steinschlag im September 2006 entschloss man sich laut der Medienmitteilung oberhalb der Stationsgeleise ein zusätzliches Steinschlagnetz sowie weitere Sicherungsmassnahmen zu realisieren. Diese Arbeiten seien dem Amt für Wald des Kantons Bern, Abteilung Naturgefahren in Interlaken und der Forstgruppe der Gemeinde Brienz übergeben worden. Die Arbeiten umfassten Verbauungen mit Holzstämmen im oberen Teil, ein leichtes Schutznetz unterhalb labiler Steine mit einer Länge von zehn Meter, zirka 70 Quadratmeter Felsabdeckung mit Terrainnetzen, ein Geobruggnetz mit einer Länge von 22 Meter auf der bestehenden Mauer. Die Arbeiten dauerten nach Angaben der BRB zirka drei Wochen und die Kosten betrugen an die 60 000 Franken.

Streckenkilometer 0,640: Brückensanierung
Das in der Medienmitteilung als imponierend bezeichnete Bauwerk mit einer Länge von 21,5, einer Breite von 2,2 und einer Höhe von 2,17 Meter habe mit 4570 Nieten seit dem Jahr 1892 schwere Lasten getragen. Mit den Schienen, Schwellen und Geländer sei auch die Brücke mit zwölf Tonnen kein Leichtgewicht: «Das ganze Bauwerk musste nun aber einer umfassenden Sanierung unterzogen werden, so dass die Brücke für die nächsten hundert Jahre wieder fit ist.» Die milden Frühjahrstemperaturen und der fehlende Schnee hätten frühe Arbeiten an der Brücke begünstigt: «In der ersten Sanierungsphase wurde das Hauptwerk der Brücke sandgestrahlt, mit Rostschutz versehen und schliesslich wieder neu gestrichen.» Die Arbeiten dauerten laut BRB zirka anderthalb Monate und die Kosten für diesen Bauabschnitt betrugen an die 130 000 Franken.

Die neu aufgebaute Trockenmauer im Wangwald.

Streckenkilometer 1,200: Neuaufbau einer Trockenmauer

Im letzten Sommer habe die BRB mit dem Geologen Walter Heugel den Zustand der Strecke, Tunnels und Mauern beurteilt, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Daraufhin beschloss man, die über hundertjährige Trockenmauer im Wangwald – «im Schlupf» – genauer zu beobachten. Dazu setzte man Messpunkte und begann im August, mögliche Bewegungen zu erfassen. Per Ende Saison 2006 stand fest, dass die Mauer saniert werden sollte. Damit begannen die Abklärungen, wie und wann diese Arbeiten durchgeführt werden konnten.» Auf 32 Meter Strecke – siehe auch Brienz–Rothorn-Bahn ersetzt Trockenmauer vom Donnerstag 26. April 2007 – mussten das Geleise entfernt und die Mauer auf einer Länge von 30 Meter in eine maximal Tiefe von 6 Meter abgetragen werden. Der Materialbedarf wird wie folgt angegeben: Zirka 80 Tonnen Natursteine (je 500 bis 1500 Kilogramm), 150 Kubikmeter Beton (entspricht 375 Tonnen). 2200 Kilogramm Armierungsstahl, 160 Kubikmeter Hinterfüllmaterial und zirka 580 Kubikmeter Aushubmaterial. – Die Arbeiten dauerten zirka einen Monat und die Kosten betrugen an die 70 000 Franken.

«Alle involvierten Partner haben sich voll engagiert», verlautet im weiteren: «Auch damit investiert die BRB in einen sicheren und langfristigen Betrieb. Die dazu notwendigen Gelder kann die BRB aus eigenen Mitteln beisteuern.» Auch diese Investition stelle eine Basis des Dampfbetriebes in Brienz dar. Denn ohne intakte Mauern und eine sanierte Gleisanlage liesse sich die Strecke nicht befahren.
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