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| Grosser Feuerwehrtag auf dem Bödeli |
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Eine Kranrettungsübung in Wilderswil und die Taufe eines neuen Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr Bönigen standen am Samstag im Vordergrund eines grossen Feuerwehrtages auf dem Bödeli. Auch andere Rettungsdienste informierten über ihre Tätigkeiten.
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Verletztentransport über die Leiter: Bei einem simulierten Brand im Obergeschoss eines Gebäudes führte die Feuerwehr Bönigen vor, wie ihr Einsatz gegen das Feuer im Ernstfall aussieht. (Bilder Bruno Petroni)
In leuchtendem Gelb und mit lautem Sirenenklang fuhr es am Samstag kurz vor Mittag auf dem Schulhausplatz Bönigen vor: Das neue Pikettfahrzeug der Feuerwehr Bönigen. Der drei Tonnen schwere Opel Vivaro 2,5 CD Ti mit Dieselaggregat löst einen in die Jahre gekommenen Mowag ab. Die feuerwehrspezifische Innenausrüstung stammt von der spezialisierten Vogt AG Oberdiessbach. Pikettchef Stephan Frutiger taufte das nach den heutigen Bedürfnissen der Feuerwehr ausgerüstete Fahrzeug in Anbetracht seiner Farbe auf den Namen «Lemon» (Zitrone). Der Böniger Feuerwehrkommandant Roland Vögeli: «Seit sechs Jahren war ein neues Einsatzfahrzeug bei uns ein Thema. Vor zwei Jahren hat die Gemeinde Bönigen dann den Anschaffungskredit bewilligt, vor einem Jahr bestellten wir das Fahrzeug und jetzt steht es endlich in seiner vollen Pracht da.»
Bruno Petroni, freier Journalist, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
«Lemon» bietet sechs Personen Platz und ist im hinteren Teil an zwei Auszügen ausgerüstet mit Atemschutz-, Beleuchtungs- und Löschmaterial. Feuerwehrinspektor Hans-Ueli Vögeli brachte es auf den Punkt: «Es ist schlicht das modernste Fahrzeug, welches für den Feuerwehreinsatz existiert; wir sind sehr stolz darauf.» Diese Fahrzeugtaufe nahmen die 50 Mann um Kommandant Roland Vögeli zum Anlass, der Bevölkerung auf dem Schulhausplatz Bönigen ihre Arbeit näherzubringen. So simulierten sie im Obergeschoss der benachbarten Metzgerei Stucki eine Personenrettung mit anschliessender Brandlöschung.
Ein Helikopter der Rettungsflugwacht landete am Informationstag der Feuerwehr Bönigen auf dem Sportplatz hinter dem Schulhaus.
Auch Rettungsflugwacht machte mit
Gegen Mittag landete auf dem Sportplatz auch noch ein Helikopter der Rettungsflugwacht. So konnte gross und klein diesen eleganten Rettungshelikopter einmal aus nächster Nähe betrachten. Am Informationstag nahmen auch die Seepolizei Brienzersee, der örtliche Samariterverein, die Rettungsdienste der Spitäler FMI AG (Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken), die Musikgesellschaft Bönigen und die Kollegen von der Feuerwehr Bödeli teil. Mit einer grossen Hüpfburg und zahlreichen Spielen wusste die Feuerwehr Bönigen vor allem die jüngsten Besucher bestens zu unterhalten. Hier ist Routine gefragt: In schwindelerregender Höhe und weit draussen auf dem Ausleger des Baukrans bereitet Bergführer Ralph Jörg von der SAC-Rettungsstation Interlaken den zu «rettenden» Probanden der Feuerwehr Bödeli, Menk von Allmen auf dessen Bergung vor.
Leute vom Baukran retten
Bereits am Samstagmorgen hatte die Feuerwehr Bödeli in Wilderswil eine Rettungsübung von einem Baukran durchgeführt. Als Einsatzleiter bei dieser Kranrettungsübung figurierten gemeinsam der Dienstchef der Gruppe Rettung ADL (Autodrehleiter), Christian Tschabold und Hansruedi Emmenegger von der SAC-Rettungsstation Interlaken. Dieser führte den 17 Feuerwehrleuten der Feuerwehr Bödeli – darunter vier Frauen – zusammen mit den Bergführern Ralph Jörg und Markus Fuchs vor Augen, wie eine solche Kranrettung erfolgt. «Wenn ein übermütiger Jugendlicher oder ein Suizidkandidat zuoberst auf einem solchen Baukran blockiert ist, holen wir ihn mit eurer Hilfe runter», sagte Emmenegger. Als Proband stieg Feuerwehrmann Menk von Allmen weit auf den Ausleger des 25 Meter hohen Baukrans im Bauareal der Garage Balmer Wilderswil. In der Folge breiteten seine Kollegen zur Sicherung darunter ein riesiges Auffangluftkissen aus, während die Spezialisten des SAC sich bis zum «Opfer» vorarbeiteten und dieses schliesslich sicher aus der Höhe abseilten. Nach der Kranrettungsübung führte die Feuerwehr Bödeli in der Tiefgarage des Wohnheims Artos noch den Umgang mit Rauchlüftungsgeräten.
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