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| Habkern: Weiterhin nur zwei Amtsdauern |
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Die Gemeindeversammlung hat eine Änderung des Organisationsreglementes der Einwohnergemeinde Habkern, welche vorsah, die Amtszeitbeschränkung von bisher zwei auf neu drei Amtsdauern zu erhöhen, verweigert.
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Mit Gesamtkosten von 155 000 Franken soll der Güterweg Habkern–Lombachalp auf dem Teilstück ‹Gassa› in der Schwendi saniert werden. An der bergseitigen Natursteinmauer sind bis zu zehn Zentimeter breite Risse aufgetreten. (Bild zvg).
Gemeindepräsident Walter Zurbuchen konnte am Montag 21. Mai 57 Versammlungsteilnehmer zur ordentlichen Frühjahrs-Gemeindeversammlung in der Turnhalle Habkern begrüssen. Die kurze Traktandenliste war in 55 Minuten rasch behandelt. Zu reden gab vor allem die vom Gemeinderat beantragte Änderung von Artikel 51 Absatz 1 des Organisationsreglementes der Einwohnergemeinde Habkern. Der Gemeinderat beantragte, die Amtszeitbeschränkung für die Mitglieder des Gemeinderates und sämtlicher Kommissionen von bisher zwei auf neu drei Amtsdauern zu erhöhen. «Gut eingearbeitete Rats- und Kommissionsmitglieder sollten die Möglichkeit haben, länger als acht Jahre für die Öffentlichkeit tätig sein zu können», begründete Walter Zurbuchen den Antrag des Gemeinderates.
Gemeindeschreiber Frank Siegenthaler, Habkern
Die Wählergruppe Unabhängige Bürger Habkern (UBH) unterstützte den Antrag unter anderem auch damit, dass es immer schwieriger werde, Kandidaten für den Gemeinderat und die Kommissionen zu finden. Dieser Meinung schloss sich Ernst Zurbuchen, im Namen der SVP-Sektion Habkern, nicht an. Die SVP habe bisher keine Mühe gehabt, willige Personen zu finden. «Nach einer Pause von vier Jahren, sind alle wieder wählbar», monierte Ernst Zurbuchen, «darum stellt die SVP-Sektion Habkern den Antrag, die Reglementsänderung abzulehnen.» Der Souverän folgte dem Antrag von Ernst Zurbuchen und lehnte die Erhöhung der Amtszeitbeschränkung mit 35 zu 18 Stimmen deutlich ab.
Rechnung 2006 mit Einnahmenüberschuss
Gemeindekassier Markus Brunner erläuterte wichtige Zahlen aus der Verwaltungs-, Investitions- und Bestandesrechnung der Gemeinde. Die laufende Rechnung 2006 schliesst bei einem Aufwand von 2 462 233 Franken mit einem sehr erfreulichen Einnahmenüberschuss von 291 492 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 5615 Franken, womit das Ergebnis um rund 300 000 Franken besser ausfällt als angenommen. Auf Grund dieses positiven Rechnungsergebnisses und dem vorhandenen Eigenkapital ist der Gemeinderat der Meinung, die laufende Rechnung, zusätzlich zu den bereits getätigten ordentlichen Abschreibungen von 138 315 Franken, mit weiteren Abschreibungen von 250 000 Franken zu belasten. Die im Jahr 2006 getätigten Bruttoinvestitionen betragen gesamthaft 0,97 Millionen Franken. Die Versammlung stimmte sowohl dem Nachkredit für die zusätzlichen Abschreibungen als auch der Verwaltungsrechnung 2006 zu.
Sanierung «Gassa» Schwendi
«Der Güterweg Habkern–Lombachalp durchquert auf dem Teilstück ‹Gassa› in der Schwendi sehr unstabiles Gelände», berichtete Christian Tschiemer. Seit mehreren Jahren gleitet die Strasse ab. Es entstehen Belagsrisse mit grösseren Absackungen. In der Regel verlaufen diese parallel zum talseitigen Wegrand. Im Jahr 1981 wurde auf dem Teilstück Zaun–Lötschmaad eine Belagserneuerung ausgeführt. Zur Sicherung des talseitigen Wegrandes erstellte man an der «Gassa» am Böschungsfuss eine Blockmauer aus Natursteinen. Der August 1997 war gekennzeichnet von sehr starken Niederschlägen. Zirka 200 Meter westlich der heutigen Sanierungsstelle sackte der talseitige Wegrand ab. Auf einer Länge von 56 Meter konnte die gefährdete Stelle mit einer Injektionsvernagelung gesichert werden. Seit längerer Zeit entstanden an der bergseitigen Natursteinmauer an der «Gassa» grössere Risse. Nach starken Niederschlägen im August 2005 haben sich die Schäden vergrössert. Die Risse weisen eine Breite von bis zu zehn Zentimeter auf. Unter dem Fundament entstanden an einzelnen Stellen Hohlräume von über 50 Zentimeter. Die Strasse sackt auf ihrer ganzen Breite ab. Das Bauprojekt, welches der Gemeinderat in Auftrag gegeben hat, weist folgende Merkmale auf:
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Abbruch der bestehenden Mauer und Freilegen des Mauerfundamentes auf einer Länge von 20 Meter. |
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Ausbetonieren der Hohlräume. |
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Bohren, Versetzen und Ausinjizieren von schlaffen Ankern senkrecht und als Rückverankerung. |
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Fundament aus Beton für Natursteinmauer abgestützt und rückverankert. |
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Wiederherstellen der Natursteinmauer. |
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Belagsarbeiten. |
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Erhöhen der bestehenden Betonmauer als Abstützung des talseitigen Strassenrandes. |
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Ausgleichen der Böschung und Sicherung mit Holzkasten. |
Der Kostenvoranschlag weist Gesamtkosten von 155 000 Franken aus. Die Abteilung Strukturverbesserung des Kantons Bern hat in Aussicht gestellt, die Sanierung mit Subventionen von zirka 65 Prozent zu unterstützen. Somit werden der Gemeinde Nettokosten von rund 54 250 Franken verbleiben. Mit den Arbeiten darf erst begonnen werden, wenn die kantonale Subventionszusicherung vorliegt. Falls diese rechtzeitig eintrifft, sollen die Arbeiten noch im Oktober oder November 2007 zur Ausführung kommen. Die Versammlung genehmigte den Kredit einstimmig.
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