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Mittwoch 16. Mai 2007
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Interlaken: Jungfrau-Marathon und Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaften

Swiss Athletics und das Organisationskomitee des Jungfrau-Marathons haben am Dienstag über die bevorstehende Leichtathletiksaison und über die Berglauf-Langstreckenweltmeisterschaften in Interlaken orientiert. Es wird ein grosses Sportspektakel erwartet.

Freuen sich auf die 15. Austragung des Jungfrau-Marathons in knapp vier Monaten: Von links Jungfrau-Marathon-Gründer und «Laufpapst» Heinz Schild, Organisationskomiteechef Christoph Seiler und Rennleiter Richard Umberg. (Bild Bruno Petroni)

«Die Veranstaltung ist natürlich längst ausverkauft. Wir werden auch heuer wieder 4000 Läufer aus 50 Nationen am Start haben»: Organisationskomitee Chef Christoph Seiler orientierte an der Frühlings-Medienkonferenz von Swiss Athletics im Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken über die Neuerungen am Jungfrau-Marathon vom 8. September: «Es freut uns natürlich sehr, dass wir drei Jahre nach Sierre-Zinal als zweiter Schweizer Veranstalter die Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaften austragen dürfen.» Seiler präsentierte denn auch die Topfavoriten, die bereits ihre Zusage für den Jungfrau-Marathon gaben: «Mit der Australierin Emma Murray haben wir die zweifache Weltmeisterin am Start. Auch die letztjährige Siegerin aus Ungarn, Simona Staicu ist wieder da.»

Eticha zum Fünften?
Bei den Männern wird der vierfache Jungfrau-Marathonsieger Tesfaye Eticha vom WM-Zweiten und -Dritten, den US-Amerikanern Galen Burrell und Zac Freudenburg gejagt. Als letztjährigerVierter und bester Schweizer über die 42,195 Kilometer von Interlaken zur Kleinen Scheidegg ist der St. Galler Karl Jöhl wieder in Interlaken am Start: «Ich werde versuchen, diesmal einen Podestplatz zu erreichen und richte mein gesamtes Aufbautraining auf den 8. September aus», gab sich die 43jährige selbsternannte «Bergziege» zuversichtlich.
Bruno Petroni, freier Journalist, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
Mit einem Athletenbudget von über 100 000 Franken werden die Veranstalter in den nächsten Wochen bestimmt noch den einen oder anderen Internationalen Spitzenathleten an Land ziehen. Mit gewissem Stolz ergänzte Christoph Seiler gestern: «Der Jungfrau-Marathon ist finanziell auf guten Beinen und kommt ohne Zuschüsse seiten des Bundes oder anderer Institutionen aus.» Indessen ist die populärste Laufveranstaltung in unserem Land für zahlreiche Sponsoren eine attraktive Plattform. Jedenfalls brauchen sich die Organisatoren nicht um Sponsoren-Nachwuchs zu sorgen.

Traummeile und Polo Hofer
Bereits am Vorabend des grossen Marathons, am Freitag 7. September ist für ausreichend Stimmung gesorgt: In einem 2500 Personen fassenden WM-Festzelt auf der Höhematte wird auf Grossleinwand das Leichtathletikspektakel «Weltklasse Zürich» aus dem neu sanierten Letzigrundstadion zeitgleich übertragen. Zur musikalischen Einstimmung konnten die Organisatoren die einheimischen Urgesteine Hanery Ammann und Polo Hofer verpflichten. Doch bereits am frühen Freitagabend geht es am Höheweg los mit einem Sponsorenlauf zugunsten des schweizerischen Nachwuchssports. Die Jungfrau-Meile mit einer handvoll Stars aus der Mittelstreckenszene und die beliebten Kinderrennen um die Höhematte sind ebenfalls feste Bestandteile des Freitagabends.

Laufen im Gedenken
Christoph Seiler blickte aber auch kurz zurück, ehrte die Verdienste des Gründers des Jungfrau-Marathons und «Laufpapstes» Heinz Schild. Und: «Vor zehn Jahren gewann Franziska Rochat-Moser den Jungfrau-Marathon und zwei Monate später auf sensationelle Weise sogar den New York Marathon. Der diesjährige Jungfrau-Marathon wird auch als Memorial an unsere vor fünf Jahren in den Bergen tödlich verunglückte Freundin stattfinden.»
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