Bei einer Stimmbeteiligung von rund zehn Prozent konnte Gemeindepräsident Hans Studer am Freitag 25. Mai 2007 immerhin 26 Stimmberechtigte zur Versammlung im Gemeindesaal begrüssen.
Gemeindeverwalter Christian Hartmann, Niederried
Die von Gemeinderat Josef von Allmen präsentierte Verwaltungsrechnung 2006 weist bei einem Aufwand von 1 312 159 Franken und einem Ertrag von 1 451 494 Franken einen äusserst erfreulichen Ertragsüberschuss von 139 335 Franken aus. Anstelle des budgetierten Aufwandüberschusses von rund 60 300 Franken konnte dieser Gewinn als Folge der höheren Steuereinnahmen sowie der zurückhaltenden Ausgabenpolitik und den umgesetzten Sparanstrengungen erzielt werden. Das Eigenkapital beträgt neu knapp 295 000 Franken was etwa zehn Steuerzehnteln entspricht. Die Stimmbürger haben die Verwaltungsrechnung 2006 ohne Gegenstimme genehmigt.Spezialfinanzierungsreglement Badeplatz unbestritten
Ohne Diskussionen wurde das neue Reglement für die Spezialfinanzierung des Badeplatzes genehmigt. Zweck des Reglements ist die Sicherstellung der Finanzierung insbesondere für kommende Investitionen. Geäufnet wird die Spezialfinanzierung durch einen Viertel der Kurtaxeneinnahmen aus der Gemeinde Niederried.
Kreditbewilligung für die Projektierung der Schulhaussanierung
Mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2006 wonach die Oberstufe ab dem Schuljahr 2007/2008 die Schule in Ringgenberg besucht, verändern sich die räumlichen Bedürfnisse im Schulhaus. Für die dringend notwendige Sanierung des Gebäudes und die Anpassung des Schulraumbedarfes sowie der weiteren Infrastruktur hat die Versammlung nicht ganz einstimmig einen Projektierungskredit von 30 000 Franken gesprochen. In diesem Betrag sind verschiedene Leistungen wie Grundlagenbeschaffung, Zustandsanalyse, Erneuerungsempfehlungen, Kostenermittlung sowie ein Gesamtbericht enthalten.
Verschiedenes
Gemeindepräsident Hans Studer informierte im Traktandum «Verschiedenes» über die vorgesehene Umbenennung der Strassennamen sowie der neuen Gebäudeadressierung. Interessierte Personen werden gebeten, bei der noch zu bildenden Arbeitsgruppe unter Federführung von Ernst Studer mitzumachen.
Ebenfalls wurde die Strategie für Agglomerationen und regionale Zusammenarbeit, kurz SARZ, anhand von Folien präsentiert und näher vorgestellt. Über dieses Thema wird am 17. Juni 2007 auf kantonaler Ebene abgestimmt.
Die Versammlungsteilnehmer wurden auch informiert über die geplanten Integrationskurse für Einbürgerungswillige. Dabei sind Sprachkurse und Sprachstandsanalysen vorgesehen welche künftig im ganzen Berner Oberland als fester Bestandteil der Einbürgerungsanforderungen gelten sollen. Dieses System wird bereits mit gutem Erfolg in einigen Gemeinden angewendet. Die Kosten für diese Kurse müssen von den Kursteilnehmern selber getragen werden.
Die Anwesenden wurden in den Grundzügen informiert über die vorgesehene Zusammenarbeit mit der Gemischten Gemeinde Oberried im Bereich Kindergarten für die kommenden Jahre.
Gemeindepräsident Hans Studer konnte den Vertreterinnen der Interessengemeinschaft Ofenhaus für ihre sehr grosszügige Spende an die Beschaffung von Schulmobiliar danken und gleichzeitig ein Präsent überreichen. Ebenfalls verdankt wurden die grosszügigen Spenden durch die Raiffeisenbank Ringgenberg (Schulexamen) und die Hartstein AG Ringgenberg (Brunnen Entenstein) sowie die unentgeltlichen Arbeiten durch Hans Rudolf Blatter und André Studer beim Schulhaus beziehungsweise beim Ländtehaus.
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