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Sonntag 13. Mai 2007
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An der Generalversammlung der Raiffeisenbank Ringgenberg. Von links nach rechts: Paulo Brügger, Mitglied der Geschäftsleitung der Raiffeisen Schweiz in St. Gallen, Verwaltungsratspräsident Peter Rieder, Bankleiter Walter Balsiger, Verwaltungsrats-Vizepräsident Peter Wyss und Verwaltungsratsmitglied Manuel Scheller, der auch als Moderator durch den Abend führte. (Bilder Dora Schmid-Zürcher).

«Raiffeisenbank Ringgenberg bleibt auf Erfolgskurs»

Die Raiffeisenbank Ringgenberg bleibt laut einem Überblick über das Geschäftsjahr 2006 auf Erfolgskurs: Der Jahresgewinn liegt mit 266 134 Franken um 4,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis und die Bilanzsumme ist um 4,1 Prozent auf 237,5 Millionen Franken gestiegen. An der 75. Generalversammlung genehmigten die Mitglieder der Raiffeisenbank Ringgenberg überdies neben einigen Statutenänderungen eine Verzinsung der Anteilscheine von sechs Prozent.

Bankleiter Walter Balsiger (vorne in der Mitte) und sein Team.

ds/bns. An der von rund 600 Genossenschaftern besuchten Jubiläumsgeneralversammlung vom Samstag 12. Mai 2007 sprachen sowohl Verwaltungsratspräsident Peter Rieder als auch Bankleiter Walter Balsiger vom besten Ergebnis in der 75jährigen Geschichte der Raiffeisenbank Ringgenberg. An der Generalversammlung in einem Festzelt auf dem Parkplatz des Naturstrandbades Burgseeli in Ringgenberg wurde im weiteren neben den übrigen Traktanden eine Teilrevision der Statuten genehmigt. Die Änderungen betreffen die obligationenrechtliche Revisionsstelle, den Zusatz «Genossenschaft» zum Namen der Raiffeisenbank sowie den Namen von Raiffeisen Schweiz. Die neuen strengen Anforderungen an die Revisoren und Revisionsunternehmen bezüglich Fachausweisen und Unabhängigkeit liessen sich laut den Erläuterungen der Raiffeisenbank Ringgenberg mit dem bei Raiffeisen üblichen Aufsichtsrat nicht mehr flächendeckend erfüllen: «Die obligationenrechtliche Revisionsstelle soll deshalb einer Revisionsfirma (Pricewaterhouse Coopers) übertragen werden.» Ferner müsse nach neuem Recht in der Firma die Rechtsform angegeben werden und der neue Namen von Raiffeisen Schweiz werde in den Statuten nachgeführt.

Verwaltungsratspräsident Peter Rieder.

Bald 3000 Mitglieder

Eine kräftige Steigerung habe mit 6,7 Prozent beim Erfolg aus dem Zinsengeschäft erzielt werden können, wogegen der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um –4,1 Prozent gesunken sei, ist dem von Verwaltungsratspräsident Peter Rieder und Bankleiter Walter Balsiger verfassten Überblick über das Geschäftsjahr 2006 zu entnehmen. Es habe ein Betriebsertrag von 4,2 Millionen Franken (+253 427 Franken) resultiert. Mit 123 642 Franken sei der Geschäftsaufwand im Berichtsjahr um 5,6 Prozent angestiegen, nachdem in den beiden letzten Jahren ein Rückgang habe verzeichnet werden können: «Der Bruttogewinn stieg um 7,7 Prozent auf 1,8 Millionen Franken.» Neben zahlreichen Neukunden habe die Raiffeisenbank Ringgenberg – ihr Geschäftsbereich umfasst die politischen Gemeinden Beatenberg, Habkern, Iseltwald, Niederried und Ringgenberg – 194 Personen als neue Mitglieder ihrer Genossenschaftsbank begrüssen dürfen. Anderseits seien 123 Austritte zu verzeichnen, die zu einem grossen Teil auf Todesfälle zurückzuführen seien, wie Bankleiter Walter Balsiger an der Generalversammlung bedauerte. Das ergebe eine Nettozunahme von 71 auf 2933 Genossenschaftsmitglieder.

Das Engagement von Raiffeisen Schweiz bei Swiss Ski geht dieses Jahr bereits in die dritte Saison. Unser Bild vom Samstagabend in Ringgenberg zeigt die Weltcupfahrerin und Olympiamedaillengewinnerin Martina Schild aus Grindelwald, flankiert von den beiden Nachwuchsfahrern Lars Scheller (rechts) aus Goldswil und Dominik Zurbuchen (links) aus Habkern.

Unterschiedliche Entwicklung

Die Kreditnachfrage sei vor allem im Bereich der Finanzierung des privaten Wohnungsbaus deutlich über dem Vorjahresniveau geblieben, verlautet im weiteren. Die Hypothekarforderungen seien um 11,1 Millionen Franken (Vorjahr 7,1 Millionen Franken) auf 210,9 Millionen Franken grestiegen: «Dies ist in Anbetracht des unverändert hohen Wettbewerbsdrucks sowie der allgemeinen Marktentwicklung eine erfreuliche Tendenz und widerspiegelt die nach wie vor hohe Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Dorfbank.» Das inländische Marktwachstum beim Banksparen im Jahr 2006 sei rückläufig verlaufen: «Besonders erfreulich war dabei trotzdem die Zunahme der Kassenobligationen um 11,5 Prozent.» Die Refinanzierung der Ausleihungen durch Kundengelder habe bei 68,8 Prozent gelegen. «Per 31. Dezember 2006 verwalteten unsere Finanzberater Depotwerte von 27,6 Millionen Franken (+9,1 Prozent).» Mit einer breiten Produktepalette im Finanzierungs-, Anlage-, Versicherungs- und Vorsorgegeschäft können die Raiffeisenbank Ringgenberg die Bedürfnisse ihrer Privat- und Firmenkunden umfassend abdecken.

Ausweitung der Ertragskraft
Das Marktzinsniveau im Schweizerfranken habe im Jahr 2006 einen leichten Anstieg erlebt, wird in dem Bericht erinnert: «Dies führte – trotz dem anhaltend intensiven Wettbewerb im Hypothekarmarkt – zur einer leicht höheren Zinsmarge.» Dank einer kontinuierlichen, aber qualitätsbewussten Steigerung des Kreditvolumens habe das Vorjahresergebnis im Zinsengeschäft um erfreuliche 241 961 Franken übertroffen werden können. Ungebrochen dynamisch habe sich das indifferente Geschäft entwickelt: «Beim Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hatten wir mit –8937 Franken auf 206 893 Franken einen Rückgang zu verzeichnen.» Erfreulicherweise hätten mit grösseren Börsenhandelsvolumina wachsende Erträge im Wertschriften- und Anlagegeschäft von 18 226 Franken (+12,4 Prozent) erzielt werden können. Die Erträge aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft hätten auf dem Vorjahresniveau gehalten werden können. «Leicht unter dem Vorjahresergebnis lag der Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Der übrige ordentliche Erfolg fiel um 24 598 Franken höher aus, bedingt in erster Linie durch die Reduktion des Beitrages an den Solidaritätsfonds zur Risikoabdeckung der Raiffeisen-Gruppe.»

Stabile Kostensituation

«Die Zunahme des Geschäftsaufwandes im Berichtsjahr lag mit 5,6 Prozent deutlich über der Vorjahreshöhe», heisst es im weiteren. Während der Personalaufwand mit 1,7 Prozent moderater gestiegen sei, habe der Sachaufwand mit 11,5 Prozent stärker zugenommen: «Bei konstanten Ausgaben für die Erneuerung und den Ausbau der IT-Infrastruktur tragen die Mehrausgaben für Marktaktivitäten sowie für die Investitionen in Bankgebäude und Sicherheitseinrichtungen den grössten Teil der Zunahme. Das Verhältnis von Geschäftsaufwand zu Betriebsertrag (Cost-Income-Ratio) lag per Jahresende bei 56,1 Prozent (Vorjahr 56,6 Prozent). Leicht unter dem Vorjahreswert bewegten sich die ordentlichen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen. Mit 863 570 Franken hat sich der Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste gegenüber dem Vorjahr um –14,4 Prozent reduziert. 772 000 Franken konnten den stillen Reserven zugeführt werden. Die Reduktion ist darauf zurückzuführen, dass der Wertberichtigungsaufwand für Ausfallrisiken mit 90 000 Franken um 80,9 Prozent reduziert werden konnte. Dank der vorsichtigen und nachhaltigen Kreditpolitik unserer Bank betrugen die notwendigen Rückstellungen für Ausfallrisiken im Kreditgeschäft im Verhältnis zu den gesamten Ausleihungen lediglich 0,84 Prozent. Die Abgaben an den Fiskus beliefen sich auf 228 168 Franken (Vorjahr 157 578 Franken). Insgesamt erzielte die Raiffeisenbank Ringgenberg einen Jahresgewinn von 266 134 Franken (Vorjahr 255 511 Franken).»

75 Jahre Raiffeisenbank Ringgenberg
Verwaltungsratspräsident Peter Rieder streifte an der Generalversammlung in einem kurzen Abriss die 75jährige Geschichte der gegen Ende der am 13. Oktober 1932 aus der Not der Weltwirtschaftskrise gegründeten Raiffeisenbank Ringgenberg. Trotz dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld habe sich die neue Kasse einer wachsenden Beliebtheit erfreut und auch in den Kriegsjahren sei sie kontinuerlich gewachsen. Rieder erinnerte im weiteren daran, dass im Jahr 1989 die Zweigstelle Goldswil eröffnet und im Jahr 1999 die Fusionen mit den Raiffeisenbanken Habkern, Iseltwald und Niederried erfolgt seien, gefolgt von der Raiffeisenbank Beatenberg im Jahr 2002.
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