Die historische Lokomotive He 2/2 Nr. 14 mit zwei restaurierten Personenwagen. (Bilder Peter Schmid)
pd/bns. Die professionell und dennoch liebevoll restaurierten und gepflegten, historischen Fahrzeuge der SPB stehen laut Medieninformationen der Berner Oberland-Bahnen für spürbare Bahnromantik ein: «Erlaubt es das Wetter, so können täglich stilvolle Reisen in offenen Personenwagen wie anno dazumal, auf echten Holzbänken genossen werden.»
Nostalgie dank fehlender Mittel
Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1893 hätten der Bahn stets die finanziellen Mittel für technische Erneuerungen gefehlt, verlautete im weiteren. Die vorhandene Infrastruktur seien gepflegt und der Fahrzeugpark allmählich durch Rollmaterial von der Wengernalpbahn (WAB) ergänzt worden, wurde am Mittwoch an einer Medienorientierung in Wilderswil erinnert. Das nahezu makellose nostalgische Cachet der Bahn habe vom Jahr 1991 an langsam aber sicher merkliche Veränderungen erfahren: «Rund zehn Jahre später wurde das Kleinod im Berner Oberland jedoch als denkmalpflegerisch erhaltenswert betrachtet.»
Eine nostalgische Zugskomposition mit der in ihren Ablieferungszustand zurückversetzten Lokomotive He 2/2 Nr. 12.
Das historische Rollmaterial
Im Frühjahr 2004 konnte nach Angaben der Berner Oberland-Bahnen der vollständig restaurierte, offene Personenwagen B 6 der Schynige-Platte-Bahn aus dem Jahr 1894 als erster Nostalgiewagen seiner Bestimmung übergeben werden. Mit diesem Wagen verfüge die SPB über einen perfekten Vorstellwagen zur altehrwürdigen Dampflokomotive H 2/3 Nr. 5 von 1894: «Ein Jahr später, im Mai 2005 folgte gleich eine komplett restaurierte Komposition. Die makellos restaurierte und in ihren Ablieferungszustand zurückversetzte Lokomotive He 2/2 Nr. 12 aus dem Jahr 1913 zeigte sich erstmals zusammen mit den ebenfalls restaurierten, offenen Personenwagen B 3 II (ehemals WAB) von 1893 und dem B 7, einem Original-Nachbauwagen der SPB von 1924. Zug um Zug erweiterte sich der nostalgische Fuhrpark. So folgte im Frühjahr 2006 der offene Personenwagen B 8 aus dem Jahr 1929, welcher in seinem Aussehen weitestgehend in den Ablieferungszustand zurückversetzt werden konnte.»
Lokomotive Nr. 14 – die Erweiterung des historischen Fuhrparks
Nach einem Motorenschaden habe die Lokomotive He 2/2 Nr. 14 aus dem Jahr 1914 zwingend repariert werden müssen, war an der Medienmitteilung im einzelnen zu erfahren: «Da für diese Arbeiten der Kasten abgehoben werden musste, wurde im vergangenen Winter entschieden, bei dieser Gelegenheit den nostalgischen Fuhrpark der SPB erneut zu bereichern.» Der Kasten der Lokomotive, welcher bei der Ablieferung das selbe Farbkleid trug wie die Lokomotive Nr. 12 heute, habe in die Ära der späten fünfziger Jahre zurückversetzt werden können. Heute trage die Lokomotive Nr. 14 wieder den für die Bahn damals einheitlichen und typischen rotbraunen Anstrich. Wie bei den anderen historischen Fahrzeugen sei auch bei dieser Lokomotive sehr grossen Wert auf die Originalität gelegt worden. So hätten die inzwischen eingesetzten modernen Scheinwerfer gegen die alten epochengerecht positionierten Lokomotivlaternen ausgewechselt werden können: «Anstelle der Wappen der Gemeinde Gündlischwand zieren reproduzierte Fabrikschilder die Seitenwände; die Gemeindewappen erstrahlen neu anstelle der Wappenschilder «Krokus» an der Lokomotive Nr. 18.»
Bei der SPB-Talstation in Wilderswil wirbt ein blecherner Lokomotivführer für eine «Reise in die Vergangenheit»
Wo ist die Teddybären-Lokomotive?
«Nach sechs Jahren glänzender Kinderaugen musste der nicht mehr ins Konzept passende Werbeanstrich ‹Teddyland› der Lokomotive Nr. 16 konsequenterweise der Neuausrichtung der SPB weichen», hiess es im weiteren: Ab dieser Saison zeige sich diese Maschine wieder in ihrem leuchtend roten Anstrich, welchen sie im Jahr 1993 als erste erhalten habe.
«Bahnromantik und majestätische Bergwelt»
Im Rahmen der Medienorientierung im Hotel Jungfrau in Wilderswil wurde bei Präsentationen von Strategie und Angebot (Urs Kessler, Leiter Marketing und Betrieb) beziehungsweise von Werbung und Auftritt (Werbeleiter Hans Zurbuchen) ein neuer Prospekt vorgestellt. Er enthält auf Deutsch und Englisch unter dem Motto «Bahnromantik und majestätische Bergwelt» Informationen über die verschiedenen Attraktionen wie den botanischen Alpengarten und das Berghotel Schynige Platte, detaillierte technische Daten über die SPB sowie eine Vogelschaukarte mit Wanderrouten.
Ab Freitag kann die SPB wieder fahren
Wegen Lawinengefahr – siehe auch Die Züge der Jungfraubahnen fahren wieder vom Dienstag 29. Mai 2007 – bleibt die Schynige-Platte-Bahn (Wilderswil–Schynige Platte) bis und mit Freitag 1. Juni 2007 geschlossen. Demgegenüber konnte nach den Aufräumarbeiten vom Dienstag die Harderbahn in Interlaken/Unterseen heute Mittwoch ihren Betrieb wieder aufnehmen. «Die Firstbahn (Grindelwald) nimmt am Mittwoch den Betrieb bis Bort auf», hiess es in einer gleichentags verbreiteten Medienmitteilung der Jungfraubahnen. Ab Bort seien auch zwei Wanderwege offen: «Im oberen Teil der Firstbahn liegt noch zuviel Schnee; dort gehen am Mittwoch vorerst die Schneeräumungsarbeiten weiter.»
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