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Montag 14. Mai 2007
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Spiez unterzeichnet das Berner Energieabkommen
Die Gemeinde Spiez ist am Samstag 12. Mai 2007 an einer kleinen Feier mit dem Label «Energiestadt» ausgezeichnet worden. Gleichzeitig hat Spiez mit dem Kanton ein Abkommen abgeschlossen. Mit dem Berner Energieabkommen erklärt sich Spiez bereit, ein langfristiges, auf die Begebenheiten der Gemeinde zugeschnittenes Energieprogramm umzusetzen.

aid/bns. Spiez habe zusammen mit der Pilotgemeinde Münsingen das Berner Energieabkommen als erste Gemeinde unterschrieben und drücke damit den politischen Willen aus, den Kanton bei der Umsetzung seiner Energiestrategie zu unterstützen, heisst es in einer Medienmitteilung: Dank diesem Schritt habe die Oberländer Gemeinde die Hürde zum Label «Energiestadt» erfolgreich genommen: «Sie ist nach Interlaken die zweite Oberländer Gemeinde und die sechzehnte im Kanton, die das renommierte Energielabel für Gemeinden erworben hat.» Am Samstag habe Spiez das Label an einer kleinen Feier aus der Hand von Energiedirektorin Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer entgegennehmen dürfen.

In der Energiestrategie des Regierungsrats komme den Gemeinden eine wichtige Rolle zu, verlautet im weiteren: Sie sollen den Handlungsspielraum im Energiebereich vermehrt ausschöpfen, den ihnen das kantonale Energiegesetz einräumt. Laut Gesetz könne eine Gemeinde von den Grundeigentümern verlangen, dass sie ihre Gebäude an ein Wärmenetz anschlössen oder sogar – bei Neu- oder Gesamtüberbauungen – eine eigene Heizzentrale mit Wärmenetz errichteten: «Von dieser Anschlusspflicht befreit sind Hauseigentümer, die bereits erneuerbare Energien zum Beheizen ihrer Gebäude nutzen oder speziell energiesparende Bauten errichtet haben.» Mit der Revision des kantonalen Energiegesetzes soll nun der Spielraum der Gemeinden weiter ausgedehnt werden. Die Gemeinden sollen im Rahmen des Baureglementes und des Zonenplanes noch weitergehende Anforderungen an die Energienutzung stellen können. Die Revisionsvorlage werde im Herbst im Grossen Rat behandelt.

Das Berner Energieabkommen des Kantons soll laut der Medienmitteilung den Gemeinden als Anstoss dienen, ihren Handlungsspielraum auch wirklich zu nutzen: «Ziel des Abkommens zwischen Gemeinde und Kanton ist es, Massnahmen in allen energierelevanten Bereichen wie Energieversorgung, Bau, Luftreinhaltung, Mobilität und räumliche Entwicklung umzusetzen und dabei den Potenzialen, Rahmenbedingungen und der Siedlungsentwicklung der Gemeinde Rechnung zu tragen.» Dazu sei eine umfassende Lagebeurteilung und Entwicklungsstrategie notwendig; Instrument dazu könne der kommunale Energierichtplan sein: «Er ist im Rahmen des Berner Energieabkommens die Kernmassnahme für grössere oder stark wachsende Gemeinden.
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