pd/bns. Welcher Rekorde mit dieser Besucherzahl gebrochen worden ist wissen die Veranstalter der Tell-Freilichtspiele nicht genau. Doch sicher ist, dass in der Schweiz noch nie ein Theaterstück so oft und immer am gleichen Ort gespielt wurde. Seit 95 Jahren gehört Willhelm Tell zum festen kulturellen Angebot von Interlaken. Diese Erfolgsgeschichte ist für eine Freilichttheaterproduktion sicher einmalig. In 1252 Aufführungen standen Abend für Abend bis zu 180 Laienschauspieler auf der grossen Freilichtbühne im Rugenwald in Matten bei Interlaken. Von den zahlreichen, Kühen, Ziegen und Eseln gar nicht zu sprechen. Zusammen mit der grossartigen Bühnenlandschaft bilden sie eine natürliche Einheit.
Sicher hat sich in den vielen Jahren rund um das Tellspiel einiges verändert und ist verbessert und perfektioniert worden. Modernste Ton- und Lichttechnik gehören zum Standart und neue Inszenierungen haben zur Verständlichkeit des Schillerschen Schauspiels beigetragen. Doch am traditionellen «Tellspiel» ist immer festgehalten worden. So hat Regisseurin Monika Wild auch bei der Neuinszenierung vor einem Jahr die Aktualität und Zeitlosigkeit von Schillers Wilhelm Tell untersteichen.
Freilichtspiel leiden in unseren Breitengraden oft unter misslichen Wetterbedingungen. Allein schon eine schlechte Wetterprognose kann viele Zusschauer von einem spontanen Besuch abhalten. Die Tellspiele können dank der gedeckten Zuschauertribühne bei jedem Wetter spielen, verschobene oder abgesagte Aufführungen kennt Interlaken nicht. Trotzdem haben die Tellspiele in diesem Jahr 100 000 Franken in eine rund 300 Quadratmeter grosse Überdachung im Eingangsbereich investiert. Damit wird der mittelalterliche Markt, welcher als Vorprogramm nur bei schönem Wetter stattfinden konnte, allwettertauglich. Gleichzeitig entsteht genügend Platz um den Gastrobereich auszubauen.
Weitere Informationen unter www.tellspiele.ch oder Telefon 033 822 37 22.
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