sth/bns. Organisationen, die beim Projekt mitwirken, sollen zusätzliches Publikum gewinnen, ihr Image stärken und mit ihrem Engagement von Armut betroffene Thuner unterstützen. Die Stadt Thun finanziert laut der Medienmitteilung die Hälfte der Betriebskosten, Caritas Bern sei für die Umsetzung verantwortlich. Die «Kultur-Legi» Thun habe Anfang Mai rund 50 Organisationen aus Kultur, Sport und Bildung zum Mitwirken eingeladen: «Unter anderen haben das Kunstmuseum, das Schlossmuseum, die Stadtbibliothek, die Café Bar Mokka, zwei Fitness-Center sowie elf weitere Institutionen oder Firmen bereits verbindlich zugesagt, ihre Eintrittskarten ab Mitte August 2007 zu ermässigten Preisen an Thuner mit kleinem Einkommen abzugeben. Die Rabatte liegen zwischen 30 und 70 Prozent.» Die «Kultur-Legi» hoffe, dass viele weitere Organisationen zu solchen «Orten gelebter Solidarität» werden: «Gewinnen können beide Seiten; durch die ermässigten Preise erreichen auch die Anbieter neues Publikum.»
Die Idee der «Kultur-Legi» sei in Zürich und Winterthur geboren worden, verlautet im weiteren. Seit dem Jahr 2003 führe Caritas Zürich das Projekt in Winterthur mit Erfolg durch. Im April 2005 habe das Projekt den Sprung in den Kanton Bern geschafft: «Die Stadt Bern beauftragte Caritas Bern und HEKS Region Bern mit Aufbau und Betrieb der ‹Kultur-Legi› Stadt Bern.» Heute profitierten über 2000 Berner, welche an der Armutsgrenze lebten, von mehr als 80 Angeboten aus Kultur-, Sport und Bildung.
Das Konzept und die Wirkung hätten die Stadt Thun überzeugt, verlautet im weiteren: «Die Kosten von 65 000 Franken für die Lancierung der ‹Kultur-Legi› wird von der Stadt Thun, den Kirchen Thun, der Fondia Stiftung sowie aus dem Umfeld von Privatpersonen finanziert.» Die jährlichen Betriebskosten beliefen sich auf 42 000 Franken. Sie würden zu je 50 Prozent von der Stadt und den Kirchen übernommen. Caritas Bern sei als Träger mit der Umsetzung beauftragt worden. Die «Kultur-Legi» ist laut der Medienmitteilung ab Mitte August 2007 bei der Geschäftsstelle «Kultur-Legi» Bern und Thun in Bern zu beziehen (Telefon 031 378 60 36) und in den Städten Thun und Bern gültig. Zurzeit werde noch abgeklärt, wo in Thun eine Informationsstelle eingerichtet werden könne.
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