Das geplante neue Einkaufszentrum. (Planfoto zvg)
pd/bns. Das Angebot wird wird laut einer am Mittwoch veröffentlichten Medienmitteilung im Vergleich zu heute beinahe verdoppelt: «Bis es Ende 2010 aber so weit sein wird, sind neben den eigentlichen Bau- auch einige Umzugsarbeiten nötig.» Der Grossverteiler investiere 85 Millionen Franken in dieses Projekt und es sollen ungefähr 60 neue Stellen geschaffen. Laut Anton Gäumann, bei der Migros Aare für das Management der Einkaufszentren verantwortlich, soll das neue «Zentrum Oberland» mit dem heutigen Einkaufszentrum nur noch den Namen gemeinsam haben: «Das Angebot hingegen wird mit Sicherheit alle Erwartungen übertreffen.» Der Supermarkt (MM) werde praktisch doppelt so gross und somit der bedeutendste Frischemarkt der Region, samt Bedienungstheken für Fleisch, Fisch und Käse: «Mit einer hellen und transparenten Innenarchitektur entsteht auch ein komplett neues Ambiente. Das gilt ebenso für das neue (rauchfreie) Migros-Restaurant mit einem neuen Gastraumkonzept, das verschiedene Räumlichkeiten vorsieht. Auch werden zusätzliche Anbieter das Zentrum attraktivieren, so dass ein ‹One Stop Shopping› möglich sein wird, weil alles unter einem Dach.»
Das Projekt ist nach Angaben der Migros das Ergebnis eines zusammen mit der Stadt Thun durchgeführten Architekturwettbewerbs. Die Anordnung der Baukörper an sich sei leicht erklärbar: «Anstelle eines einzigen Gebäudes werden künftig zwei ähnlich grosse Bauten das ‹Zentrum Oberland› prägen. Baukörper A – also das heutige Zentrum – wird einen im Vergleich zu heute viel grösseren Migrosmarkt und viele weitere Anbieter und Dienstleister beinhalten. Baukörper B wird vor allem grosse Fachmärkte aufweisen. A und B werden mit einer Fussgängerpasserelle oberirdisch miteinander verbunden sein.»
Neue Verkehrsführung
Noch bevor die eigentlichen Bauarbeiten für das neue Zentrum mit total ungefähr 15 000 Quadratmeter Verkaufsfläche (heute 8500 Quadratmeter) beginnen könnten, werde an der künftigen Verkehrsführung gearbeitet, verlautet im weiteren: «Hauptmerkmale sind hier der grosse Kreisel, der West-, Hohmad- und Talackerstrasse koordiniert, sowie der Ausbau der Talackerstrasse zu einer teilweisen verkehrsfreien Zone vor dem Einkaufszentrum. Die Kreuzung Burgerstrasse/Weststrasse wird mit einer neuen Ampelsteuerung versehen, die Lastwagen nach der Anlieferung ohne Staus in den Normalverkehr einfliessen lassen wird.»
Von den bewilligten 810 Autoabstellplätzen im «Zentrum Oberland» sind laut der Medienmitteilung während der Umbauphase nur knapp 700 zugänglich. Parallel zum eigentlichen Baugesuch sei deshalb ein zweites Gesuch eingereicht worden, das die Bauplatzinstallation sowie ungefähr 100 Übergangsparkplätze gegenüber dem Zentrum entlang der Weststrasse regle. Die Fahrzeuge von Kunden des Zentrums seien davon nicht betroffen. Diese Parkplätze seien für Handwerker und für Mitarbeiter im Zentrum vorgesehen.»
Das Baukonzept
Auffallend sei, dass die Kundschaft in der ganzen Bauphase während ihres eigentlichen Einkaufs im heutigen Zentrum relativ wenig vom Umbau spüren werde, geht aus der Medienmitteilung im weiteren hervor. Denn bevor sich dort etwas tue, müsse zuerst Baukörper B erstellt werden, wobei der Start dazu erst nach den Festivitäten zum 30jährigen Bestehen des «Zentrums Oberland» im Herbst 2007 festgelegt worden sei: «Baukörper B kommt unmittelbar neben das heutige Zentrum zu stehen, im Abstand von ungefähr 10 bis 15 Meter. An dieser Stelle befinden sich heute 62 oberirdische Auto-Abstellplätze und die Tankstelle.» Laut Bauprojektleiter Charles Halbeisen ist vorgesehen, Baukörper B Ende 2009 zu eröffnen. Und damit beginne das grosse Zügeln für die Anbieter im heutigen Zentrum, weil dieses vollständig geräumt werden müsse, bevor mit dem Abbruch und dem Neubau begonnen werden könne.
Parkplatzbewirtschaftung
Auf dem ganzen Stadtgebiet von Thun gelte die Parkplatzbewirtschaftung, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Innerhalb des Infrastrukturvertrages mit der Stadt Thun hat sich die Migros Aare verpflichtet, sämtliche 810 Parkplätze zu bewirtschaften, ab der ersten Minute, mit mindestens ein Franken pro Stunde (im ersten Betriebsjahr 50 Rappen pro Stunde).»
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