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Brienz–Rothorn-Bahn: Sanierung der Wellenbergbrücke

Bei der Brienz–Rothorn-Bahn (BRB) ist die erste Phase einer umfangreichen Sanierung der Wellenbergbrücke angelaufen. Das imponierende Bauwerk mit einer Länge von 21,5 Meter ist noch im Originalzustand wie im Baujahr 1891.

Das Hauptwerk der Brücke ist im Rahmen einer ersten Etappe sandgestrahlt und mit Rostschutz versehen worden. (Bild zvg)

pd/bns. Die Brücke wurde laut einer Medienmitteilung der Brienz Rothorn Bahn AG «eingerüstet, eingepackt, das Sandstrahlen bereits abgeschlossen, 4570 Nieten geprüft». Zurzeit erfolgten die Rostschutzanstriche: «Bereits in den nächsten 14 Tagen dürfte der Abschluss der ersten Sanierungsphase erfolgen.» Im Herbst 2007 sollen dann die Brückenzufahrten saniert und schliesslich eine neue Gleisanlage vor- und nachgelagert installiert werden: «Für die Finanzierung dieser Sanierungsarbeiten konnte die BRB auf die Unterstützung des Vereins Freunde des Dampfbetriebes der BRB zählen; die Unternehmensrechnung wird durch dieses Vorhaben nicht tangiert.» Die Sanierung wird nach BRB-Angaben an die 350 000 Franken kosten und der Verein Freunde des Dampfbetriebes werde voraussichtlich den gesamten Betrag übernehmen. Der Verein habe im Frühjahr 2006 beschlossen, die Sanierung der Wellenbergbrücke bestmöglich zu unterstützen und der Unternehmung Brienz–Rothorn-Bahn damit eine grosse Last abzunehmen. Mit der Übernahme einer Patenschaft von einer der 4570 Nieten seien Gönner aufgefordert worden, diese Sanierung zu unterstützen: «Schliesslich führte diese Sammelaktion zu einem guten Ergebnis und im Frühjahr 2007 konnte der Vereinsvorstand die Sanierungsarbeiten auslösen.»

Das imponierende Bauwerk mit einer Länge von 21,5, einer Breite von 2,2 und einer Höhe von 2,17 Meter habe mit 4570 Nieten seit dem Jahr 1892 schwere Lasten getragen, heisst es in der Medienmitteilung. Mit den Schienen, Schwellen und Geländer sei auch die Brücke mit 23 Tonnen kein Leichtgewicht: «Das ganze Bauwerk musste nun aber einer umfassenden Sanierung unterzogen werden, so dass die Brücke für die nächsten hundert Jahre wieder fit ist; die milden Frühjahrestemperaturen und der fehlende Schnee begünstigten frühe Arbeiten an der Brücke.» Da wenige Meter oberhalb dieser Bachquerung eine weitere Bautätigkeit in diesem Frühjahr an die Hand genommen werde, habe man in der Planung dennoch vorgesehen, die Arbeiten auf Frühling und Herbst aufzuteilen. In der ersten Phase sollte das Hauptwerk der Brücke sandgestrahlt, mit Rostschutz versehen und schliesslich wieder neu gestrichen werden. In der zweiten Phase im Herbst sollen dann die ganze Gleisanlage und die Brückennebenbauten saniert werden: «Die Rückkehr des Winters im März bestätigte dieses gewählte Vorgehen, braucht es doch insbesondere für die Rostschutzarbeiten gewisse Temperaturen.» Im Moment würden die Rostschutzanstriche vorgenommen: «Bald schon dürfte mit dem späteren Farbanstrich begonnen werden.» Die BRB geht davon aus, dass in 14 Tagen die erste Phase abgeschlossen und die nächsten Arbeiten in Angriff genommen werden können: «Dieser enge Fahrplan der Bautätigkeiten ist im Hinblick auf den Saisonstart vom 17. Mai bei der BRB zu sehen, soll doch der Gast bei seinem Besuch im Erlebnis nicht eingeschränkt werden.»

Die Vergabe der spezialisierten Arbeiten konnte nach Angaben der BRB mehrheitlich an regionale Unternehmungen vergeben werden. Insbesondere für das nicht alltägliche Gerüst hätten mit Gerüstbau Ruef, Oberried, und Schwarzenbach, Interlaken, kompetente Partner gefunden werden können: «Bis heute kann festgestellt werden, dass man trotz Wintereinbruch auf Kurs ist und sich alle Unternehmungen für die Arbeiten einsetzen.»
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