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Berner Oberland News – 12. Jahrgang
Montag 19. März 2007
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Bald eine Biogasanlage in Frutigen?

Im Zusammenhang mit dem Tropenhausprojekt wird in Frutigen auch die Idee einer Biogasanlage geprüft. – Auf der Kanderstegstrasse gibt es bald zwei neue Bushaltestellen, dafür einen Fussgängerstreifen weniger. – Verhandlungen für den Kauf des Flugplatzes laufen.

Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Tropenhausprojekt (die Baueingabe soll diesen Sommer erfolgen beziehungsweise Baubeginn ist im Herbst 2007 geplant) wurde die Idee zum Bau einer Biogasanlage aufgenommen. Samuel Moser, Geschäftsführer der Tropenhaus Frutigen AG informierte eine Gemeindedelegation über eine entsprechende Projektstudie. Dabei zeigte er auf, dass das ökologische Biomassepotential in der Schweiz zurzeit nur gerade zu einem Drittel genutzt wird.
Aus den Verhandlungen des Gemeinderates von Frutigen
Damit in Frutigen eine konkurrenzfähige Anlage betrieben werden kann, müssten jährlich zirka 3000 Tonnen Grünmaterial angeliefert werden. Vorgesehen ist, dass Planung, Finanzierung, Umsetzung und Betrieb durch private Trägerschaften erfolgen. Die Gemeinde würde als Eigentümer des Terrains sowie als Gaszulieferer aus der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Kanderspitz auftreten. Auch die BKW signalisierte bereits grosses Interesse an einem solchen Projekt. Der Gemeinderat beauftragte das Ressort Umwelt und Betriebe, die Konzeptidee weiter zu verfolgen. Dadurch könnte sich aber die beabsichtigte ARA-Sanierung verzögern, so dass mit den Sofortmassnahmen nicht mehr im Jahr 2007 begonnen werden kann.

Neue Bushaltestellen im Bälliz
Die Automobilverkehr Frutigen–Adelboden AG (AFA) möchte die Bushaltestellen beim Amtshaus sowie beim Restaurant Simplon aufheben und als Ersatz auf der Kanderstegstrasse im Bereich Bälliz – bei der «alten Mühle» sowie bei «Budget-Sport» – zwei neue Haltestellen in Betrieb nehmen. Dazu müsste allerdings der dortige Fussgängerstreifen aufgehoben werden. Die Massnahme drängt sich auf, weil einerseits die Route angepasst wird (Routen wurden durch den Kanton neu ausgeschrieben und vergeben) und andererseits neue Busse mit Anhänger in Betrieb sein werden. Nachdem die Situation von Fachleuten positiv beurteilt wurde, hat auch der Gemeinderat zu dieser Neuregelung eingewilligt. Die Änderung soll mit dem Fahrplanwechsel im Herbst/Winter 2007 in Kraft treten.

Kreditvorlage für Ausbau Steg–Elsigbachstrasse
Die Traktandenliste der Gemeindeversammlung vom 21. Mai wird neben der Gemeinderechnung auch einen Kreditantrag von brutto 860 000 Franken für den Ausbau der Steg– Elsigbachstrasse im Abschnitt Gygerkehr bis und mit Stegweidkehr beinhalten. Der Grundeigentümerbeitragssatz wurde vom Gemeinderat auf 40 Prozent festgelegt. Von diesem werden vorweg 55 Prozent von den Bahnen übernommen. Die Nettobelastung der Gemeinde sollte letztlich den Betrag von 516 000 Franken nicht übersteigen. Gleichzeitig bewilligte der Gemeinderat 20 000 Franken für die erforderlichen Planungsarbeiten.

Der Gemeinderat liess sich vorgängig dieses Beschlusses vom zuständigen Ingenieur über die verschiedenen Ausbaumöglichkeiten auf der Steg-Elsigbachstrasse informieren und möchte – trotz erkanntem Bedürfnis – innerhalb der kommenden Jahre nur die dringendsten Arbeiten ausführen. Das Vollausbauprojekt hätte Kosten von 2,5 Millionen Franken ausgelöst, ein sogenannter Ausbau Ausweichstellen 1,18 Millionen Franken. Die Gemeindefinanzen lassen aber derart hohe Investitionen nicht zu.

Transport der Kindergärteler in den Inneren Gebieten
Im Sommer 2006 hat der Gemeinderat den Transport der Kindergärteler in den Inneren Gebieten für vorerst ein Jahr über die Eltern regeln können. Eine Arbeitsgruppe beantragte nun, ab Schuljahr 2007/08 hiefür ein Transportunternehmen einzusetzen, was pro Jahr und Kind Kosten von ca. 2500 Franken auslösen würde. Obwohl die Gemeinde zum Transport der Kinder gesetzlich verpflichtet ist, erachtet der Gemeinderat diese Kosten als unverhältnismässig hoch. Er hat deshalb das Ressort Bildung, Kultur und Freizeit beauftragt, mit den Eltern das Gespräch aufzunehmen und nach Möglichkeit die bisherige Regelung weiter zu führen. Die Variante "Transport mit Eltern" würde ca. 500 Franken pro Kind kosten.

343 fuhren zu schnell
Die Kantonspolizei hat aufgrund ihres Vertrages mit der Gemeinde Frutigen im 4. Quartal 2006 insgesamt 40 Stunden Patrouillendienst für den Gemeindepolizeidienst geleistet. Aus dem Jahresbericht 2006 kann zudem entnommen werden, dass bei 15 Radarkontrollen total 5742 Fahrzeuge gemessen wurden. Dabei mussten 324 Ordnungsbussen ausgesprochen werden (=5,6 Prozent aller erfassten Fahrzeuge). 19 Automobilisten oder 0,33 Prozent mussten verzeigt werden.

Im weiteren hat der Gemeinderat ...
...  einem Verkauf der Gemeindeparzelle Nr. 3866 mit Hangar Nr. 4 in der Wohnzone W2 E am Brüggmatteweg/Wisoey an Robert und Ursula Schmid-Nobs, Frutigen zugestimmt und für die Gemeindeversammlung vom 21. Mai 2007 traktandiert.
...  zur Kenntnis genommen, dass Ratspräsident Karl Klossner betreffend Kauf des Flugplatzes Frutigen zurzeit mit Vertretern der Armasuisse verhandelt.
...  Erhard Stoller-Bürge, Mechanikermeister, Distelweg 1, Frutigen (EVP) als Nachfolger von Emanuel Lauber per 1. April 2007 als Mitglied in die Finanz- und Steuerkommission gewählt.
...  davon Kenntnis erhalten, dass die Personalkommission Sabrina Schmid-Trummer, geboren 1983, wohnhaft in Wichtrach per 1. Juli 2007 als neue AHV-Zweigstellenleiterin angestellt hat. Sie absolvierte bereits ihre kaufmännische Ausbildung auf der Gemeindeverwaltung Frutigen und ersetzt den per 31. Juli 2007 in Pension gehenden Markus Kaltenrieder.
...  einer Änderung von Artikel 5 der Einbürgerungsverordnung der Gemeinde Frutigen (EVO) zugestimmt. Von den Gesuchstellern werden künftig ausreichende Sprachkenntnisse verlangt (gemäss B1 des europäischen Sprachenportfolio).
...  von einem weiteren Informationsgespräch zwischen dem Ratsbüro und den Präsidenten der politischen Parteien in der Gemeinde Frutigen Kenntnis genommen.
...  einer Verlegung des Wanderweges Loo–Ruedlus infolge Bau der Äbnitstrasse zugestimmt beziehungsweise die Eintragung der Wegverlegung im Grundbuch genehmigt
...  die Abrechnung über die Verbauung und Aufforstung des Leimbachs mit einer Kreditunterschreitung von 22 626 Franken genehmigt und diese zuhanden der Gemeindeversammlung vom 21. Mai 2007 zur Kenntnisnahme traktandiert.
...  das Ressort Tiefbau, Verkehr und Wasserbau beauftragt, zu einer von der Finanz- und Steuerkommission beantragten Revision des Strassen- und Wegreglementes bis am 30. April 2007 Stellung zu nehmen.
...  die Nachführung des amtlichen Vermessungswerk für die nächste Vertragsperiode vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2012 wiederum an das Geometerbüro Häberli + Toneatti AG, Spiez vergeben.
...  auf Antrag des Ressorts Tiefbau, Verkehr und Wasserbau verschiedenen Verkehrssicherheitsmassnahmen auf Gemeindestrassen zugestimmt, unter anderem Verkehrsmessungen auf der Gufergasse, einer teilweise besseren Signalisation der Fussgängerstreifen, Zurückschneiden von Hecken und Sträuchern, Bodenmarkierungen teilweise verbessern und so weiter.
...  das Ressort Umwelt und Betriebe ermächtigt, den Ersatz eines defekten Rechens in der ARA Kanderspitz umgehend in die Wege zu leiten.
...  von den Verantwortlichen der adhoc HQ Sich Kp 22/4 einen herzlichen Dank an die Behörde und Bevölkerung entgegengenommen. Diese Einheit absolvierte vom 12. Februar bis 10. März im Raum Frutigen ihren Wiederholungskurs
...  folgende Nachkredite gutgeheissen: 21 200 Franken für Winterdienstmaterial im Winter 2006, 5300 Franken für Schneeräumung durch Dritte im Winter 2006 sowie insgesamt 42 500 Franken für verschiedene Konti im Globalbudget des Ressorts Tiefbau, Verkehr und Wasserbau.

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