Die Geschäftsleitung des Greenfield-Festivals. Von links nach rechts: Ralph Trossmann (Presse), Lorenz Krebs,Thomas Dürr, Iris Huggler und Dieter Bös. (Bild Dora Schmid)
ds. An einer Medienorientierung von heute Mittwoch wurden folgende weitere Bands bestätigt: The Films, Sonic Youth, Less than Jake und Tomte. Vom 15. bis 17. Juni spielen laut den Veranstaltern insgesamt 40 Bands auf den zwei Bühnen des Festivalgeländes. Konkret sehe das aktuelle Line-up wie folgt aus. Freitag 15. Juni 2007: Marilyn Manson, Slayer, The Used, Sonic Youth, The 69 Eyes, The Films. – Samstag 16. Juni 2007: The Killers, Queens of the Stone Age, My chemical Romance, The Hives, Me first an the Gimme Gimmes, Flogging Molly, 30 Seconds to Mars, Less than Jake, Madsen, Snitch. – Sonntag 17. Juni 2007: Smashing Pumpkins, Incubus, Porcupin Tree, Stone Sour, Tomte. Die restlichen Bands sollen in den nächsten Wochen bekanntgegeben.
«Festivallandschaft der Schweiz nachhaltig geprägt»
Sehr jung in der Schweizer Festivallandschaft hat das Greenfield-Festival laut seinen Veranstaltern vieles gelernt. Mit überzeugenden Neuerungen habe die Festivallandschaft der Schweiz nachhaltig geprägt werden können. Beispielsweise mit einem Müllkonzept: Mit einem Depotsystem würden die Besucher zum Müllsammeln und -vermeiden aufgefordert. So hätten der Abfallberg um 70 Prozent reduziert und die Reinigungskosten um etwa 30 Prozent gesenkt werden können: «Der Gratisbahntransport ab jedem Schweizer Bahnhof ist ein Goodie, wie es ihn nur das Greenfield-Festival bietet.» Im Ticketpreis sind die Nutzung des Verkehrsnetzes der Schweizer Bahn, das Campieren auf dem Gelände, der Shuttle-Service vom Bahnhof und die Parkplätze für die Besucher enthalten. Beim Greenfield-Festival 2007 gibt es laut den Veranstaltern ausschliesslich Dreitagespässe. Die Eintagespässe letztes Jahr hätten sich nicht bewährt. Die Preise seien jedoch nicht erhöht worden, Die Veranstalter würden sich freuen wenn auch das Greenfield-Festival mit 30 000 Besuchern ausverkauft wäre, steige doch der Trend der Nachfrage in der internationalen Festivalszene und es gebe immer mehr ausverkaufte Festivals.
Zurück zum alten Konzept
Das neue Konzept des Greenfield-Festivals bezeichnete Dieter Bös, Geschäftsführer des Greenfield-Festivals, an der Medienorientierung als wieder das alte. Nachdem man im letzten Jahr einen Abstecher in popig-orientiertere Gefilde gemacht habe, kehre man zum Ausgangspunkt vor drei Jahren zurück: man gehe wieder in eine gradlinige alternativrock-orientierte musikalische Richtung. Denn damit habe man beim Debut im ersten Jahr des Greenfield-Festivals eine sehr positive Resonanz gehabt. Deshalb habe man nach der relativ enttäuschenden Besucherzahl vom letzten Jahr gar nicht lange überlegt, wieder diese musikalische Ausrichtung beizubehalten – dies bringe Geld und die Besucher möchten diese Musik hören. Darum sei mit den Namen der diesjährig, verpflichteten Bands wieder ein klare Linie sichtbar und so möchte man auch in den kommenden Jahren weiterfahren: «Als Neuerung spielen in diesem Jahr die Bands in der Schweiz exklusiv am Greenfield-Festival.»
Depotgebühr auf Mehrwegbechern
Nach Angaben von Iris Huggler, Geschäftsführerin des Greenfield-Festivals, soll sich das Konzertgelände wie in den vergangenen Jahren mit dem Kuppelzelt mit Zeltbühne und mit der grossen Openairbühne zeigen, Änderungen gebe es lediglich beim «Campo verde». Auch dieses Jahr werde mit Mehrwegbechern gearbeitet; auf diesen werde eine Depotgebühr von zwei Franken erhoben. Damit könne der Abfallberg um 70 Prozent verringert werden. Dieses Konzept werde neu auf den Campingplatz ausgeweitet. Das Müllkonzept, das letztes Jahr in der Schweiz als Pionierleistung an einem Festival eingeführt worden sei, habe sich sehr bewährt und deshalb werde dieses Konzept auch dieses Jahr wieder umgesetzt.
Rapporte mit dem Regierungsstatthalter
Während des Anlasses sollen tägliche Rapporte unter der Leitung des Regierungsstatthalters auf dem Gelände stattfinden, damit man rasch reagieren könne, wenn etwas nicht richtig laufe. Nach Abschluss des Festivals wird ein umfangreiches Debriefing gemacht um den Anlass entsprechend auszuwerten. Die Auflagen der Behörden beschränkten sich darauf, das Musikprogramm am Sonntag entsprechend anzupassen – das heisse um 22 Uhr sei Schluss. Die Lautstärke von 100 Dezibel – die Schmerzgrenze beim Menschen bei 130 Dezibel – werde strikte eingehalten und mit Messprotokoll dokumentiert. Grossen Wert legten die Veranstalter – in enger Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit Bödeli – auch auf ein gutes Konzept zum Jugendschutz, um dem Alkoholmissbrauch entgegenwirken zu können. Die Jugendlichen, die man an den farbigen Armbändeln erkenne, hätten attraktive Angebote auf dem Gelände und Wasserstellen, an denen sie kostenlos Trinkwasser beziehen könnten. Das Verkaufsangebot sei wie bereits letztes Jahr mit einem attraktiven Shop mit günstigen Preisen erweitert worden, um die Besucher auf dem Gelände zu behalten. Dies sei eine Konsequenz nachdem im ersten Jahr viele Besucher in die umliegenden Dörfer ausgeströmt seien.
Greenfield-Geschäftsleitungsmitglied Thomas Dürr wies an der Medienorientierung darauf hin, am gleichen Wochenende finde ein internationaler Backpackerskongress statt und auch dies zeige, dass die Veranstalter mit der Ausrichtung ans Publikum richtig liege: Die touristische Zukunft von Interlaken liege in jungen Leuten, die aus ganz Europa die Schweiz entdecken wollten. So habe man in diesem Jahr auch den internationalen Auftritt verstärkt, so in England, Österreich und Deutschland.
Weitere Informationen www.greenfieldfestival.ch
|