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Kürzere Reisezeiten ins Berner Oberland schon ab Ende 2007 möglich

Voraussichtlich bereits ab Dezember 2007 können die Reisezeiten in die Tourismusdestinationen des Berner Oberlandes um 10 bis 15 Minuten verkürzt werden. Mit einer Übergangslösung wollen die SBB den Anschlussknoten Interlaken Ost vorzeitig realisieren.

Bereits auf den nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2007 wollen die SBB mit einer Übergangslösung den Anschlussknoten Interlaken Ost schaffen. (Archivbild Peter Schmid)

aid/bns. Der Kanton Bern begrüsst laut einer Medienmitteilung den Vorschlag der SBB, der einer langjährigen und dringlichen Forderung des Kantons entspreche. Er prüfe nun vor einem definitiven Entscheid zusammen mit den Bahnen die noch offenen Fragen: «Unter Hochdruck werden in den nächsten Tagen die Einzelheiten zum weiteren Vorgehen und zu den Fahrplandetails geklärt; innert Wochenfrist sollen die Medien über die Ergebnisse informiert werden.»

Am Donnerstag 15. März 2007 hätten die SBB eine Delegation aus dem Kanton Bern unter der Leitung der Verkehrsdirektorin, Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer informiert, verlautet im weiteren: «Mit einer Übergangslösung wollen die SBB den Anschlussknoten Interlaken-Ost bereits auf den nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2007 schaffen und damit die Reisezeiten in die Tourismusdestinationen des Berner Oberlands um weitere 10 bis 15 Minuten kürzen.» Die SBB kämen damit einer wichtigen Forderung des Kantons nach. Bereits im ursprünglichen Konzept der Bahn 2000 sei geplant gewesen, mit einem Anschlussknoten in Interlaken-Ost die Umsteigebeziehungen nach Lauterbrunnen, Grindelwald und dem Brünig zu verbessern. Möglich werde dies nun durch geänderte Abfahrtszeiten der Intercityzüge ab Bern. Zudem würden die Zugläufe geändert: Die bisherigen direkten Züge von Zürich nach Interlaken seien während einer Übergangszeit nicht mehr möglich. Jede halbe Stunde könne jedoch in Bern ohne Zeitverlust nach Interlaken umgestiegen werden. Mit dem Vorschlag der SBB sei es gleichzeitig möglich, dass der neue Regionalexpress über den Lötschberg in Bern etwas später abfahren könne: «Auf diese Weise wird die lange Aufenthaltszeit des Regionalexpresses (RE) in Spiez vermieden; die lange Aufenthaltszeit in Spiez galt bis anhin als einer der grössten Mängel des neuen RE-Konzepts über den Lötschberg.»

Vorausetzung für die Einführung des Vorschlags der SBB bereits zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember ist laut der Medienmitteilung, dass die Bahnen für die noch offenen Fragen des Regional- und S-Bahnverkehrs rasch befriedigende Lösungen fänden. Auch so könne das neue Konzept des Fernverkehrs nur als Zwischenlösung befriedigen: «Der rasche Ausbau des Knotens Bern inklusive der Zufahrten ist für die reibungslose Abwicklung des internationalen und nationalen Fernverkehrs sowie die Weiterentwicklung der S-Bahn unverzichtbar.» Namentlich die Realisierung des Entflechtungsbauwerks Wylerfeld bleibe ein dringendes Anliegen des Kantons Bern, unter anderem weil damit wieder direkte Verbindungen von Zürich nach Interlaken ermöglicht würden.
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