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Samstag 17. März 2007
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Rehabilitation nach Hirnverletzungen: «Neue Perspektiven erarbeiten»

Mit grossem Engagement hat Anna Tina Bivetti, Neuropsychologin am Inselspital Bern, am März-Meeting des Soroptimist Clubs Interlaken zum Thema «Rehabilitation nach Hirnverletzungen» gesprochen. Lernen mit eventuell verbleibenden Beeinträchtigungen umzugehen sei eine der ganz wichtigen Aufgaben der Betroffenen. Denn damit schafften sie sich die Möglichkeit, neue Perspektiven zu erarbeiten.

Die 31jährige Engadinerin Anna Tina Bivetti hat Neuropsychologie und klinische Psychologie studiert, doktoriert zum Thema «visuell räumliches Gedächtnis» und arbeitet am Inselspital im Anna-Seiler-Haus in der Rehabilitation mit hirnverletzten Menschen. An ihrem März-Meeting kamen die Soroptimistinnen von Interlaken nun in den Genuss der Ausführungen von Bivetti. Diese erklärte auf für alle gut verständliche Weise die verschiedenen grundlegenden Funktionen des Gehirns und die möglichen Auswirkungen bei Verletzungen durch Schlaganfall, Hirnblutung, Entzündung, Tumore und anderem. Dass es für die Rehabilitation kein Patentrezept gebe, betonte die Referentin gleich zu Beginn ihrer Ausführungen. Alles sei sehr individuell auf die einzelnen Patienten zugeschnitten.
Elsbeth Abegglen, Iseltwald
Die Wichtigkeit der Frührehabilitation in Form von Unterstützung der möglichen Spontanheilung und dem sorgfältigen Überwachen, dass keine Überforderungen stattfinden, waren weiter Themen des Vortrags. An Beispielen wie Gedächnisstörungen und Gesichtfeldausfällen erläuterte die Spezialistin die Auswirkungen für die Patienten im Alltag. Die Ziele der Neuro-Rehabilitation seien ganz klar darauf ausgerichtet, die Funktionen wieder zu verbessern (verbleibende gesunde Nervenzellen können die Aufgaben der abgestorbenen übernehmen) jedoch auch, den Patienten behilflich zu sein beim Akzeptieren von verbleibenden Beeinträchtigungen und beim Entwickeln von Strategien, beim Erkennen von eigenen Stärken und vielem mehr. Geduld, Humor, positive Gedanken und ein dichtes soziales Netz seien einige der wichtigsten Faktoren für die Betroffenen.
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