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Spital- und Rettungsdienstleistungen bis 2010

Generelle Zustimmung zu den Grundzügen – weit auseinandergehende Ansichten bei den konkreten Einzelfragen: So fasst die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern in einer ersten Bilanz die Eingaben zur Versorgungsplanung der Spital- und Rettungsleistungen bis ins Jahr 2010 zusammen. Der Regierungsrat des Kantons Bern wird voraussichtlich im Sommer 2007 über die Versorgungsplanung befinden.

aid/bns. Eine umfassende und qualitativ gute Grundversorgung mit Spital- und Rettungsleistungen für die ganze bernische Bevölkerung in allen Regionen laute das generelle Ziel der Versorgungsplanung, heisst es in einer Medienmitteilung. Im Jahr 2010 sollen in den bernischen Spitälern etwa gleich viele Patienten wie in den letzten Jahren behandelt, jedoch vermehrt ambulant und teilstationär versorgt werden: «Dies ist der Trend der Akutversorgung.» Sowohl das generelle Ziel als auch die Stossrichtung der künftigen Entwicklung in der somatischen Akutversorgung seien im Rahmen der Konsultation von der überwiegenden Mehrzahl grundsätzlich positiv aufgenommen worden. Bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern seien rund hundert Eingaben eingetroffen. Nach einer ersten Bilanz werte sie die Eingaben nun im Detail aus: «Voraussichtlich im Sommer 2007 entscheidet der Regierungsrat über die Versorgungsplanung und damit über das Angebot der Dienstleistungen in der somatischen Akutversorgung, im Rettungswesen, in der Psychiatrie sowie in der Rehabilitation bis ins Jahr 2010.»

Während die Planung in den Grundzügen laut der Medienmitteilung ein positives Echo ausgelöst hat, gehen die Meinungen bei einzelnen Vorschlägen weit auseinander: «So sind unter anderem bei der somatischen Akutversorgung der Umfang der Verlagerung von der stationären in die ambulante und teilstationäre Versorgung sowie der zeitliche Rahmen der Verlagerung umstritten.» Kontrovers beurteilt werde auch die Rolle der Privatspitäler. Im Bereich der Psychiatrie gäben die vorgeschlagenen Pilotversuche zu Diskussionen Anlass, da einige Konsultationsteilnehmer diese Vorhaben direkt umsetzen möchten. Im Bereich des Rettungswesens habe sich eine Mehrheit für das Modell «6+ Regionen» ausgesprochen.

Obwohl der Regierungsrat die Versorgungsplanung noch nicht verabschiedet habe, sei es in jüngster Zeit zu Strukturanpassungen in der bernischen Spitallandschaft gekommen, verlautet im weiteren. Diese Anpassungen seien auf das neue Finanzierungssystem zurückzuführen, das der Kanton Bern auf 1. Januar 2007 eingeführt habe. Danach würden die Leistungen mit diagnosebezogenen Fallpauschalen abgegolten. Zudem bestünden bei der Investitionsfinanzierung neue Vorgaben. Daher hätten die regionalen Spitalzentren ihre Budgets nochmals überprüfen müssen. Dies habe unter anderem dazu geführt, dass die Spitalnetz Bern AG am Standort Belp eine Abteilung für postakute Pflege eröffnen und die Chirurgie schliessen werde sowie am Zieglerspital eine geriatrische Übergangsstation geschlossen habe: «In diesem Zusammenhang wird die Gesundheits- und Fürsorgedirektion auch ein Projekt für die Neuausrichtung des Spitalstandorts Meiringen – siehe auch Neues Konzept für das Spital Meiringen vom Donnerstag 1. März 2007 – unterstützen.»

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