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Thun: Ausgeglichene Stadtrechnung 2006

Die Rechnung 2006 der Stadt Thun schliesst bei einem Umsatz von 235 Millionen Franken ausgeglichen ab. Der Voranschlag rechnete mit einem Aufwandüberschuss von 2,3 Millionen Franken. Vor allem tiefere Beiträge an den Kanton, ein tieferer Personalaufwand und ein geringerer Zinsendienst sowie ein leicht höherer Steuerertrag sind für das gegenüber dem Budget bessere Ergebnis verantwortlich.

sth/bns. Vorausgesagt hatte der Thuner Gemeinderat in seinem Voranschlag für 2006 ein Defizit von 2,3 Millionen Franken. Nun aber zeigt laut einer Medienmitteilung die Abrechnung für das vergangene Jahr, dass die Einnahmen der Stadt genau gleich hoch waren wie die Ausgaben, nämlich rund 235 Millionen Franken: «Trotz dieses gegenüber dem Budget erfreulich positiv abweichenden Ergebnisses kann von einer sehr hohen Budgetgenauigkeit gesprochen werden. Gesamthaft weichen der Aufwand nur um 0,2 Prozent und der Ertrag nur um 1,2 Prozent vom Budget ab. Die Bestrebungen zur Wiedererlangung des Rechnungsgleichgewichtes waren erfolgreich. Der Aufwand in den durch die Stadt direkt beeinflussbaren Bereichen Personalaufwand, Sachaufwand und Passivzinsen (Schuldzinsen) liegt 1,0 Millionen Franken unter dem budgetierten Wert.»

Tieferer Aufwand für Lastenausgleich
0,8 Millionen Franken weniger als veranschlagt musste laut der Medienmitteilung die Stadt Thun für Soziales, Bildung, AHV/IV/EL und öffentlichen Verkehr in den kantonalen Lastenausgleich einzahlen. Mit 42,5 Millionen Franken waren es aber immer noch 45 Prozent des Steuerertrages. Der Minderaufwand sei vor allem auf die Rückerstattung des Kantons für Lehrerlöhne für das Jahr 2005 zurückzuführen: «Der Aufwand fiel gegenüber der Rechnung 2005 gesamthaft um 0,8 Millionen Franken oder 2,0 Prozent höher aus. Die ständig steigenden, auf kommunaler Ebene nicht beeinflussbaren Kosten für den Lastenausgleich bereiten dem Gemeinderat nach wie vor grosse Sorgen.»

Personalaufwand tiefer als budgetiert
Der Aufwand für das Personal der Stadtverwaltung liege mit 48,7 Millionen Franken um 0,8 Millionen Franken oder 1,5 Prozent unter dem budgetierten Wert, wobei die Abweichung bei den Löhnen 0,2 Millionen Franken oder 0,5 Prozent betrage, heisst es im weiteren: «0,4 Millionen Franken weniger mussten für die Verzinsung des versicherungstechnischen Fehlbetrages der Pensionskasse aufgewendet werden, der erfreulicherweise weiter abnahm.» Der Steuerertrag habe netto 94,5 Millionen Franken betragen und sei 0,4 Millionen Franken höher als budgetiert. Die Budgetabweichung betrage allerdings lediglich 0,4 Prozent.

Investitionen ungefähr im geplanten Ausmass
Die Investitionen der Stadt Thun lagen laut der Medienmitteilung bei zehn Millionen Franken: «Geplant waren 11,9 Millionen Franken (7,0 Millionen Franken steuerfinanziert und 4,9 Millionen Franken gebührenfinanziert). Die Abweichung zur Planung beträgt 1,9 Millionen Franken oder 16 Prozent. Investiert wurde vor allem bei den Verkehrsanlagen (1,1 Millionen Franken), der Schulanlage Gotthelf (3,5 Millionen Franken), der Informatik an der Volksschule (0,8 Millionen Franken), bei den Abwasseranlagen (2,0 Millionen Franken) und bei der Feuerwehr (0,5 Millionen Franken).» Budgetiert seien Buchgewinne von 2,0 Millionen Franken gewesen, vor allem aus dem Verkauf der Liegenschaften an der Siedlungsstrasse im Lerchenfeld. Dieser Verkauf werde sich jedoch erst in der Jahresrechnung 2007 auswirken: «Realisiert wurden im Jahr 2006 Buchgewinne von rund 0,3 Millionen Franken aus Teilverkäufen bei verschiedenen Parzellen.» 3,4 Millionen Franken seien für den Kauf des Schlosses und der Liegenschaften auf dem Schlossberg aufgewendet worden.

Weiterhin Zurückhaltung bei neuen Aufgaben
«Das Rechnungsergebnis 2006, obwohl etwas besser ausgefallen als veranschlagt, erhöht den finanziellen Spielraum der Stadt nicht spürbar und bestärkt den Gemeinderat in seiner Haltung, dass vor allem bei neuen, zusätzlichen Aufgaben höchste Zurückhaltung angebracht ist», wird im weiteren ausgeführt: «Die vorgesehene Aufgabenverzichtsplanung soll die Situation zusätzlich verbessern; für das Budget 2008 hat der Gemeinderat wiederum sehr restriktive Vorgaben erlassen.»
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