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Berner Oberland News – 12. Jahrgang
Donnerstag 8. November 2007
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Interlaken beteiligt sich an Aktienkapitalerhöhung der Avari

Die Altholz-Verwertungsanlage Region Interlaken AG (Avari) plant eine Erhöhung des Aktienkapitals, um ihr Leistungsnetz erweitern zu können. Die Gemeinde Interlaken beteiligt sich mit 25 000 Franken.

Die im Spätherbst 2000 in Betrieb gegangene Heizzentrale der Altholz-Verwertungsanlage Region Interlaken AG in Wilderswil. (Archivbild Peter Schmid)

Die Gemeinde Interlaken hat seinerzeit bei der Gründung der Avari, die ab dem Standort Wilderswil eine Fernwärmeversorgung betreibt, für 240 000 Franken Aktien gezeichnet. Um ihr Leitungsnetz ausbauen zu können, plant die Avari nun eine Erhöhung ihres Aktienkapitals. Stimmt die Generalversammlung der Avari nächste Woche dem Antrag des Verwaltungsrats zu, wird auch die Gemeinde Interlaken neue Aktien zeichnen. Der Gemeinderat hat dafür 25 000 Franken bewilligt.

Personelles
Der Gemeinderat hat Corinne Schumacher als Bereichsleiterin für den Bereich Einwohnerkontrolle bezeichnet. Neben der Leitungsfunktion arbeitet sie vorwiegend am Informationsschalter und teilweise in der Einwohner- und Fremdenkontrolle. – Am Informationsschalter geht Käthi Gurtner im Februar 2008 in Pension. Sie wird durch die bisherige Sachbearbeiterin Steuern Ursula Balmer ersetzt. Anstelle von Ursula Balmer im Bereich Steuern hat der Gemeinderat Silvia Ryf aus Unterseen angestellt, die ihre Stelle am 1. Februar 2008 antreten wird.
Gemeindeschreiber Philipp Goetschi, Interlaken
Die beiden Lehrstellen für die Lehrzeit 2008 bis 2011 sind an Nadja Bigler aus Leissigen und Julia Fuchs aus Brienz vergeben worden. – Da die Lebensmittelkontrolle Ende 2007 kantonalisiert wird, fällt das Aufgabengebiet von Renato Rusca weg. Er wird durch die Gemeinde bis zu seiner Pensionierung im Februar 2009 als Zivilmitarbeiter im Bereich Sicherheit weiterbeschäftigt. – Daniel Bösiger aus Matten ist auf 1. Januar 2008 als Chauffeur im Bauamt der Gemeinde angestellt worden. Er ist für das neue Kehrichtfahrzeug vorgesehen. Bis dieses geliefert wird, übernimmt er andere Aufgaben im Werkhof.

Buchhaltungen von Gemeindeverbänden
Die frühere Finanzabteilung hat im Auftragsverhältnis die Buchhaltungen des Gemeindeverbands Feuerwehr Bödeli und des Gemeindeverbands kombinierte Schlachtanlage Bödeli und Umgebung geführt. Mit der neuen Stellendotation nach der Verwaltungsreorganisation hat der Bereich Finanzen die personellen Möglichkeiten nicht mehr, um diese Buchhaltungen weiter zu führen. Der Gemeinderat hat den beiden Gemeindeverbänden deshalb mitgeteilt, dass der Auftrag nur noch bis zum Abschluss der Jahresrechnungen 2007 ausgeführt werden kann.

Neues Radargerät
Das heutige mobile Radargerät der Gemeinde erfüllt die technischen Vorgaben nicht mehr. Zudem lässt der Vertrag mit der Kantonspolizei nur noch feste Standorte für Radarkontrollen zu. Der Gemeinderat hat einen Kredit von 144 000 Franken für die Anschaffung eines neuen Radargeräts und die Herrichtung der Einsatzstandorte bewilligt.

Neubau Pflegeheim Weissenau
Der Gemeinderat unterstützt einen Neubau für das heutige Heim Weissenau auf dem Areal des Gemeindeverbands Weissenau in unmittelbarer Nähe zum Spital Interlaken. Er bittet den Gemeindeverband, die Arbeiten für den Neubau mit Hochdruck voranzutreiben. Mit diesem Neubau könnte die Zahl der Pflegeplätze von heute knapp 60 auf über 70 Plätze erhöht werden. Folglich unterstützt der Gemeinderat die Absichten der Pflegeheim Berntor AG Thun nicht, ein Pflegeheim auf privater Basis, aber mit weniger Plätzen in der Region Interlaken zu bauen.

Lärmsanierungen an Gemeindestrassen
Die Umweltschutzgesetzgebung verlangt von den Gemeinden, dass wo nötig Lärmsanierungsmassnahmen an Gemeindestrassen vorgenommen werden. Um abklären zu können, ob und in welchem Umfang solche Massnahmen in Interlaken nötig sind, sind 17 000 Franken bewilligt worden.

Wahl der Fachkommissionen
Die Fachkommissionen werden heute durch den Grossen Gemeinderat gewählt. Meist werden die Kommissionsmitglieder durch die angeschlossenen Gemeinden im Einervorschlag gemeldet, so dass das Parlament gar keine Wahlmöglichkeit hat. Um den administrativen Aufwand zu reduzieren, beantragt der Gemeinderat dem Grossen Gemeinderat, die Zuständigkeit für die Wahl der Fachkommissionen an den Gemeinderat zu delegieren. Es betrifft dies die Fachkommissionen Rechenzentrum Interlaken, Zivilschutzorganisation Jungfrau und Spezialunterricht Interlaken-Oberhasli sowie die Vormundschaftskommission.

Leistungsvereinbarung mit IFAI
Mit dem Verein International Friendship Association Interlaken (IFAI) konnte auf das Jahr 2008 eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen werden. Die IFAI wird die Gemeindeverwaltung vermehrt von administrativen und organisatorischen Aufgaben in den Beziehungen zu ausländischen Orten entlasten und erhält im Gegenzug einen jährlichen Beitrag der Gemeinde. Mehr oder weniger enge Partnerschaften bestehen heute mit Otsu in Japan, mit Trebon in Tschechien, mit Scottsdale in den USA, mit Zeuthen in Deutschland und mit Huangshan in China.

Radwanderweg rechtes Brienzerseeufer
Da die Kosten für die Erstellung des durchgehenden Radwanderwegs rechtes Brienzerseeufer nicht vollständig gedeckt sind, hat der Gemeinderat den vor einem Jahr bewilligten Beitrag von 12 000 Franken um 4000 Franken auf 16 000 Franken erhöht. Der Gemeinderat berücksichtigt dabei, dass Interlaken als Etappenort auf den Radwanderrouten beliebt ist, weshalb Velofahrer auch dank der Route rechts des Brienzersees zusätzliche Logiernächte in Interlaken buchen.

Rechnungserlass zugunsten des Unspunnenfests
Der Gemeinderat hat dem Organisationskomitee des Unspunnenfestes 2006 die Bezahlung von Rechnungen für Dienstleistungen des Bauamtes Interlaken im Umfang von 23 700 Franken erlassen, obwohl die Abrechnung des Festes positiv schliesst. Mit dem Erlass der Rechnungen steigt das Eigenkapital des Vereins schweizerisches Trachten- und Alphirtenfest Unspunnen. Der Gemeinderat geht deshalb davon aus, dass für das nächste Unspunnenfest keine Defizitgarantie mehr von den Gemeinden erwartet wird.

Motion Müller: Hofer-Ammann-Bezeichnung
Arne Müller (SP) verlangt in einer Motion, eine Strasse, einen Weg oder einen Platz nach Polo Hofer und Hanery Ammann zu benennen. Der Gemeinderat empfiehlt dem Grossen Gemeinderat für die Schlusssitzung vom 11. Dezember 2007, die Motion im Sinne einer Richtlinie erheblich zu erklären. Da der Grosse Gemeinderat für die Namensgebung bei Strassen nicht zuständig ist, kann die Motion nicht in verbindlicherer Form beschlossen werden. Der Gemeinderat wird jedoch nach der Erheblicherklärung prüfen, wie der Vorschlag umgesetzt und welcher öffentliche Raum umbenannt werden könnte.

Verschiedenes
–  Die Gemeinde Interlaken konnte den Miteigentumsanteil an der Höhematte von Beat Schori aus Burgdorf erwerben.
–  An die Sanierung des Kugelfangs in der Schiessanlage Lehn ist ein Gemeindebeitrag von 53 500 Franken bewilligt worden.
–  Der Christchindlimärt in Interlaken wird auch in den Jahren 2007 und 2008 mit je 5000 Franken unterstützt.
–  Das neue Kehrichtfahrzeug ist für gut 300 000 Franken bei der J. Ochsner AG in Urdorf bestellt worden.
–  Der Gemeinderat hat folgenden Personen das Gemeindebürgerrecht in Interlaken zugesichert: Monique Margaret Bartolini, kanadische und deutsche Staatsangehörige, Ludovico Nicola Cirigliano, italienischer Staatsangehöriger, sowie dem Ehepaar Seref und Fatma Aticioglu mit den Söhnen Alper und Emre, türkische Staatsangehörige.
–  Der Aufnahme der Gemeinden Niederried und Ringgenberg in die regionale Führungsorganisation Bödeli wird zugestimmt.

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