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Donnerstag 29. November 2007
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Föhrentriebsterben auf dem Gemeindegebiet Interlaken

Vor allem im Gebiet Lindenallee in Interlaken stehen stark durch eine als Föhrentriebsterben bekannte Pilzkrankeit befallene oder fast abgestorbene Föhren. Wegen des sehr starken Befalls der Föhren auf dem Gemeindegebiet von Interlaken wird wohl eine grössere Zahl von Föhren gefällt werden müssen.

Von der Pilzkrankheit befallene Föhren mit verröteten Trieben in Interlaken-Ost. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

pd/bns. Aber auch am Harder, im Ostquartier sowie im Zentrum von Interlaken sind laut einer Medienmitteilung Bäume betroffen: «Auf dem Bödeli kann beobachtet werden, dass bei verschiedenen Föhrenarten die Triebe verröten oder sogar absterben. Das ist bei längeren Nasswetterperioden nicht aussergewöhnlich. Dieses Jahr hatten die Bäume aber zusätzlichen Stress durch das Hagelereignis vom Juli. Abklärungen der Bauamtgärtnerei Interlaken bei ausgewiesenen Fachleuten haben ergeben, dass die Schäden durch eine als Föhrentriebsterben bekannte Pilzkrankheit verursacht werden.» Diese Pilzkrankheit befällt laut der Medienmitteilung verschiedene Föhrenarten, besonders aber die Schwarzföhren. Typische Krankheitssymtome seien braune, gestauchte Nadeln auf den Triebspitzen. Häufig komme es auch zu starkem Harzfluss: «Infizierte Knospen treiben nicht mehr aus und sterben ab. Die Fruchtkörper des Pilzes befinden sich auf der Rinde der erkrankten Triebe und an der Basis der verkümmerten Nadeln.»

Bei verschiedenen Föhrenarten verröten die Triebe oder sterben sogar ab.

Die Krankheit breitet sich laut der Medienmitteilung während der ganzen Vegetationsperiode von April bis Oktober aus. Die Krankheitserreger werden dabei durch Wind und Wassertröpfchen verbreitet. Voraussetzung für eine Krankheitsübertragung sind Temperaturen zwischen 10 bis 25 Grad und ein bis zwei Tage mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Regen. Bei 20 bis 25 Grad ist die Infektionsgefahr am grössten.» Neben andern Faktoren wirkten auch Verletzungen jeglicher Art krankheitsfördernd. Von besonderer Bedeutung seien durch Hagelschlag verursachte Wunden, die dem Pilz das Eindringen in den Baum erleichterten. Verrötete, braune Nadeln seien abgestorben: «Die Prognosen für einen stark befallenen Baum sind schlecht. Eine flächendeckende Verrötung der Föhren stellt einen grossen Infektionsherd dar. Bei Bäumen mit einem schwachen Befall sollten die befallenen Triebe sofort entfernt werden, damit sich die Infektion im Baum weniger schnell ausbreitet oder sogar gestoppt werden kann. Bei stark befallenen Föhren sollten die befallenen Triebe ebenfalls entfernt und dann zugewartet werden, ob sich der Baum erholen kann. Föhren, die bereits total verrötet sind, sollten gefällt werden. Diese Bäume stellen jedoch bezüglich Stand- und Bruchsicherheit keine Gefahr dar.

Weitere Informationen. Grundeigentümer können sich für zusätzliche Auskünfte an Werkhofchef Werner Zumbrunn wenden (Telefon 033 826 51 26).
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