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Berner Oberland News – 12. Jahrgang
Samstag 24. November 2007
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Hasliberg: Voranschlag 2008 mit kleinem Ertragsüberschuss

Das Budget 2008 der Einwohnergemeinde Hasliberg sieht bei Aufwendungen von 6,11 Millionen Franken einen kleinen Ertragsüberschuss von 4470 Franken vor. Das ausgeglichene Budget war nur möglich, weil in allen Bereichen Abstriche vorgenommen wurden.

In den letzten beiden Jahren musste die Gemeinde Hasliberg jeweils negative Rechnungsabschlüsse präsentieren. Deshalb setzte sich der Gemeinderat Hasliberg zum Ziel, für das Jahr 2008 einen ausgeglichenen Voranschlag präsentieren zu können. Der erste Budgetentwurf rechnete noch mit einem Aufwandüberschuss von über 200 000 Franken. Dieses Ergebnis zwang den Gemeinderat, die budgetieren Ausgaben zu hinterfragen und Prioritäten zu setzen.
Gemeindeschreiber Menk Blatter, Hasliberg
Von den Budgetkürzungen sind alle Bereiche betroffen. Auch die Investitionen müssen teilweise zurückgestellt werden. Die Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2007 wird über den Voranschlag, der auf einer unveränderten Steueranlage von 1,99 Einheiten basiert, zu befinden haben.

Klausur 2007
Im September begab sich der Gemeinderat in eine zweitägige Klausur. Der Gemeinderat wollte in diesen zwei Tagen festlegen, welche Schwerpunkte die Gemeinde Hasliberg in den nächsten Jahren setzen will und mit welchen Massnahmen man diese Ziele zu erreichen versucht. Als Grundsatz definierte man die Aussage, dass der Gemeinderat mit seinem Handeln dazu beiträgt, der Bevölkerung eine gute Lebensqualität mit einer zeitgemässen Infrastruktur zu bieten und damit die Eigenständigkeit der Gemeinde zu stärken. Der Gemeinderat strebt eine konstante Einwohnerzahl und gleichzeitig auch eine konstante Altersstruktur an. Ein besonderes Augenmerk möchte der Gemeinderat der Altersgruppe der bis zu 30jährigen widmen. Weil diese Altersgruppe die Zukunft unserer Gemeinde in den nächsten Jahren prägen wird, soll für sie eine Plattform geschaffen werden, um sie aktiv in die Gemeindepolitik einbinden zu können. Gesunde Finanzen sind ebenfalls ein Ziel des Gemeinderats. Die Steueranlage soll unter 2,0 Einheiten bleiben, das Eigenkapital soll mittelfristig wieder auf zehn Steuerzehntel anwachsen. Im Moment beträgt dieses rund sechs Steuerzehntel. – Die vom Gemeinderat festgelegten strategischen Ziele und der Massnahmenplan können unter www.hasliberg.ch heruntergeladen oder bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden.

Schulprojekte
Die Gemeinde Hasliberg beteiligt sich am Projekt Schule Oberhasli. Allgemein sinkende Schülerzahlen und neue gesetzliche Vorgaben bedingen eine Überprüfung der bestehenden Schulstrukturen im Oberhasli. Mit dem Projekt Schule Oberhasli strebt man auch eine Koordination des Tagesschulangebots unter den Hasli-Gemeinden an. Das auf Initiative der Gemeindepräsidenten lancierte Projekt Schule Oberhasli soll den Gemeinden die nötigen Entscheidungsgrundlagen liefern. Der Gemeinderat Hasliberg hat Schulleiterin Ruth Blatter in die Projektgruppe delegiert.

Auch gemeindeintern ist eine Überprüfung der Schulstruktur angelaufen. In allen Schulhäusern stehen grössere Sanierungsarbeiten an. Im bestehenden Raumangebot kann der Schulunterricht gemäss Lehrplan nicht mehr gewährleistet werden. Eine Projektgruppe aus Gemeinderat, Schulkommission, Schulleitung und Lehrerschaft hat die Arbeit aufgenommen und in einem ersten Schritt das Vorgehen festgelegt. Das Architekturbüro Schäfer wurde beauftragt, eine Analyse über die Schulliegenschaften vorzunehmen. Die Bevölkerung wird im nächsten Jahr im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens in das Projekt einbezogen.

Anstelle von Verena Hefti, die aus der Gemeinde weggezogen ist, hat die Schulkommission Hans Andreas von Kurnatowski als Schularzt gewählt.

Hochwasser 2005
An die Hochwasserschäden 2005 hat die Glückskette der Gemeinde Hasliberg Spendengelder von 215 000 Franken zugesprochen. Aus Einsatz- und Wiederherstellungskosten verbleiben der Gemeinde Hasliberg damit ungedeckte Aufwendungen von rund 240 000 Franken. In diesem Betrag nicht enthalten sind die Gemeindeanteile an die Folgeprojekte. Im Rahmen des Wasserbauplans Milibach/Alpbach wird im Verlauf Winter/Frühjahr 2008 die Weissenfluhbrücke ersetzt. Als Werkeigentümer hat sich die Einwohnergemeinde anteilsmässig an den Baukosten zu beteiligen. Der Gemeinderat hat den nötigen Kredit von 110 000 Franken bewilligt. Es handelt sich hier um eine gebundene Ausgabe, deshalb ist der Gemeinderat abschliessend für die Kreditbewilligung zuständig.

Strassenplan Kantonsstrasse aufgelegt
Der Kreisoberingenieur hat den Strassenplan für die Entschärfung Sandhubel aufgelegt. Vom Alpbachgraben bis zum Lehn wird die Kantonsstrasse ausgebaut und mit einem Gehweg versehen. Falls der Kanton die nötigen finanziellen Mittel freigibt, ist die Ausführung für 2009 vorgesehen.
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