| Gastredner Gian Franco Lautanio (links) und neben ihm IGA-Präsident Robert Grau in der Landi-Sonderschau.
ds/bns. An der Eröffnungsfeier der fünftägigen Gewerbeausstellung zeigte sich Gian Franco Lautanio, Direktor der Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) davon überzeugt, dass die Region ein zweites starkes Standbein neben dem Tourismus brauche. Dieses zweite Standbein bildeten kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die nicht direkt oder ausschliesslich vom Tourismus abhängig seien. Der Gastredner bezeichnete den Tourismus zwar als starkes Standbein in der Region, sei aber auch sehr sensibel: Weltpolitische Ereignisse und bestehende Spannungen könnten sich auch für unsere Region direkt und empfindlich auswirken. Der Tourismus sei überdies energieintensiv, kämen doch viele Touristen aus fernen Ländern: «Im Hinblick auf die aktuellen Debatten um die endlichen Energien könnte das in Zukunft auf die Mobilität Auswirkungen haben und auf die Anzahl unserer Gäste. Für die Förderung und den Ausbau der als zweites starkes Standbein benötigten KMU werde heute viel zu wenig getan, weshalb sich Lautanio für eine professionelle und aktive Wirtschaftsförderung für die Region aussprach: «Wir dürfen nicht erst in einem oder zwei Jahren anfangen – heute blüht die Weltwirtschaft und das müssen wir nutzen.»
Auch Spitalbetten und Krankenmobilien sind an der IGA zu sehen.
Erstmals mit Bödeli-Bahn
Ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, ein schmackhaftes Gastronomieangebot und die Sonderschau «Rund um ä Öpfel im Härd und am Boum» der Landi Jungfrau runden die Herbstausstellung ab. Das Unterhaltungsprogramm beinhaltet nach Informationen der Veranstalter verschiedene Highlights wie eine Produkteshow der Rugenbräu AG, eine Podiumsdiskussion zum Thema Gemeinderatswahlen Interlaken, die IGA-Modenschau oder Live-Auftritte von Gruppen wie die Second Line Big Band oder das Rimo Quintett. Unter der Obhut der Ludothek «Jojo» können die Kinder im «Kids Club» nach Lust und Laune basteln und spielen. Das Spielparadies befindet sich im «Boule», unmittelbar vor dem Ausstellungseingang rechts. Erstmals angeboten wird die IGA-Bödelibahn von Lorenzo Mostosi. Der detaillierte Fahrplan Ost/West ist im offiziellen IGA-Magazin oder auf der IGA-Website zu finden.
Ein IGA-Stand im Western-Look.
Sonderschau
Mit einer grossen und informativen Produkteschau von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bewegt sich nach Angaben der Veranstalter die Landi Jungfrau auf heimischem Gebiet. Im Zentrum der Sonderschau stehen Kartoffel und Äpfel. In der Schweiz werden jedes Jahr pro Kopf 43 Kilogramm Kartoffeln gegessen: «In den Läden der Landi Jungfrau werden jedes Jahr über hundert Tonnen Kartoffeln verkauft. Während der Saison im Herbst werden in den Landi-Läden bis zu 25 feine Apfelsorten angeboten.» Trotzdem sei jeder dritte in der Schweiz gegessene Apfel von der Sorte Golden Delicious. 39. Interlakner Gewerbeausstellung. Gegen 100 Gewerbetreibende präsentieren von Mittwoch 14. November bis Sonntagabend 18. November 2007 ihre Produkte und Dienstleistungen in den Räumen des Kursaals Interlaken. Die IGA ist täglich von 14 bis 22 Uhr (am Sonntag von 12 bis 20 Uhr) geöffnet. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt wie im Vorjahr sechs Franken für Erwachsene. Kinder und Jugendliche bezahlen keinen Eintritt.
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