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Berner Oberland News – 12. Jahrgang
Samstag 17. November 2007
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Kandergrund: Gemeindepräsident tritt per sofort zurück

Der Kandergrunder Gemeindepräsident Georg Wandfluh hat an der Gemeindeversammlung vom Freitag seinen Rücktritt erklärt. Aus persönlichen Gründen legt er sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Vor Bekanntgabe seines Rücktritts stimmte das Volk dem Voranschlag für das Jahr 2008 zu. Dieser sieht eine Steuererhöhung von einem Zentel auf 1,7 Einheiten vor.

Ohne Vorankündigung hat Georg Wandfluh die sofortige Demission als Gemeinde- und Gemeinderatspräsident der Gemeinde Kandergrund bekanntgegeben. Der Rücktritt erfolgt aus persönlichen Gründen. Der Gemeinderat wird sich sofort mit der Frage des weiteren Vorgehens beschäftigen. Vizepräsident Fritz Inniger übernimmt derweil die Aufgaben des Präsidenten.

Budget 2008
Der Voranschlag für das Jahr 2008 sieht Einnahmen in der Höhe von 1 720 600 Franken und Ausgaben von 2 359 800 Franken vor. Der daraus resultierende Ausgabenüberschuss von 639 200 Franken kann dem in den letzten Jahren gebildeten Eigenkapital belastet werden. Dieses sinkt damit auf einen Stand von rund 800 000 Franken. Damit die Ausgabenüberschüsse der kommenden zwei Jahre verringert werden können, hat die Versammlung der Anpassung der Steueranlage von bisher 1,6 auf neu 1,7 Einheiten zugestimmt. Der Finanzplan sieht vor, dass diese Steueranlage bis in die Jahre 2011/2012 unverändert bleiben soll. Ab dem Jahr 2010 wird die Gemeinde wieder in den Genuss von Leistungen aus dem Finanz- und Lastenausgleich kommen und der Gemeinderat rechnet ab diesem Zeitpunkt mit ausgeglichenen Rechnungsergebnissen. Unverändert bleiben die Gebühren im Abwasserbereich und die Grundgebühren beim Kehricht. Eine Erhöhung der Hundetaxen auf generell 40 Franken pro Tier hat die Versammlung ebenfalls gutgeheissen.
Gemeindeschreiber Martin Trachsel, Kandergrund
Da die Schulanlage Mitholz seit dem letzten Sommer nicht mehr zur Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe gebraucht wird, muss die Liegenschaft vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen der Gemeinde überführt werden. Das Stimmvolk hiess den formellen Akt der Überführung der Schulanlage zum Buchwert von einem Franken ins Finanzvermögen gut.

Gebührentarif zum Abfallreglement
In Ergänzung zur bisherigen Praxis verzichtet die Gemeinde in Zukunft auf eine Sonderbehandlung des Gewerbes bei den Kehrichtgrundgebühren: Neu ist für jeden Haushalt, jedes Gewerbe und jede Ferienwohnung eine jährliche Grundgebühr zu entrichten. Zusätzlich zu dieser Grundgebühr ist pro entsorgtem Gebinde (zum Beispiel Kehrichtsack, Container) eine Sack-, Marken oder Containergebühr zu bezahlen. Die Höhe der Sack- und Markengebühr beschliesst die Generalversammlung der Avag, diejenige der Containermarken legt der Gemeinderat in einer Bandbreite zwischen 40 und 100 Franken jährlich fest. Momentan liegt der Verkaufspreis für Containermarken bei 55 Franken.

Jungbürger
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Gemeindeversammlung konnte der Gemeinderat die Jungbürger des Jahrgangs 1989 begrüssen und sie im Kreis der Wahlberechtigten herzlich willkommen heissen. Erfreulicherweise waren sieben der acht Jungbürger der Einladung gefolgt und Gemeinderätin Dori Schmid überreichte den jungen Leuten den Bürgerbrief mit der Aufforderung, von den erworbenen Rechten rege Gebrauch zu machen.
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