| sth/bns. Deshalb nehme die Stadt Thun die Vermarktung des zwei Hektaren grossen Geländes im Gwatt frühzeitig an die Hand, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Suche nach Investoren sei lanciert: «Diese werden die konkrete Ausgestaltung des Wirtschaftsparks, der etwa 300 Arbeitsplätze bieten soll, stark mitbestimmen.» In der Medienmitteilung ist von einem neuen Vorgehen der Stadtbehörden die Rede: «Es wird nicht mehr, wie bisher, nur Land an Investoren abgegeben, sondern eine klare inhaltliche Zielsetzung verfolgt. Hier will die Stadt vorzeigen, in welche Richtung die künftige Wirtschaftsentwicklung gehen soll: So wird besonderer Wert auf den Aussenraum, eine gute Bauqualität sowie eine bemerkenswerte Architektur gelegt. Gefragt sind hochwertige Arbeitsplätze, die zur Positionierung der Stadt Thun passen. Demnach sollen vor allem Unternehmen gefördert und angezogen werden, die mit ihren Leistungen wesentlich zur Wohn- und Lebensqualität als Standortfaktor beitragen.» Den emotionalen Aspekten der Begeisterungsfähigkeit, der Lebensfreude, der Unternehmenslust und der Zugehörigkeit soll besondere Beachtung zukommen: «Die Zielsetzungen des Stadtmarketings werden konsequent in die Vermarktung einbezogen.»
Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung zum Ziel gesetzt
Konkret möchte laut der Medienmitteilung das Amt für Stadtliegenschaften – gemeinsam mit dem Wirtschaftsamt und dem Planungsamt – im Wirtschaftspark Thun-Schoren Betriebe der Branchen Energie und Umwelt, Freizeit und Tourismus, Präzision und Hightech, Natur und Philosophie, Medizinaltechnologie sowie Design und Mode oder ähnlich positionierte Betriebe ansiedeln. Wie viele Betriebe es dereinst sein werden, ist offen: «Etwa 300 Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung sind das Ziel.» Die Realiserung der Einzelgebäude soll innerhalb von Baubereichen etappenweise möglich sein, um den Interessenten eine rasche Umsetzung zu ermöglichen.
Baurecht und Mitsprache bei Ausgestaltung
«Die Parzellen werden den Investoren im Baurecht über 50 bis 70 Jahre abgegeben», verlautet im weiteren: «Die Stadt Thun verlangt von den Baurechtnehmern beim Bau der Gebäude eine ansprechende, zeitgemässe Architektur. Von den Investoren wird dadurch zwar in der Konzeption ein höheres Engagement erwartet, jedoch gewährleistet ihnen der Qualitätsstandard Investitionssicherheit.» Bereits lägen Gemeinderätin Jolanda Moser, der Vorsteherin der Direktion Bau und Liegenschaften der Stadt Thun, zehn Voranfragen von Investoren vor.
Überbauungsordnung etwa Mitte 2008
Die Stadt Thun habe im Oktober 2007 die Hauptparzellen für den Wirtschaftspark Thun-Schoren von insgesamt 23 000 Quadratmeter von der Armasuisse erworben, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Dieser Schritt bildete die Grundlage für den Start der Vermarktung.» Zurzeit laufe das Bewilligungsverfahren für die Erschliessung des Areals: «Die Überbauungsordnung, welche den Rahmen für die Realisierung bildet, wird nächsten Frühling öffentlich aufgelegt. Grundlage für die Überbauungsordnung waren Workshops mit Beteiligung von Stadt und externen Fachleuten, an welchen die Rahmenbedingungen für die Überbauung, Erschliessung und Parzellierung des Areals entwickelt wurden.»
Weitere Informationen. Interessierte können sich mit einer Dokumentation auf der Internetplattform www.thun.ch und bei den Projektverantwortlichen umfassend orientieren: Amt für Stadtliegenschaften (Bruno Riedo, Chef Liegenschaftsdienste, Telefon 033 225 83 51 oder E-mail bruno.riedo@thun.ch
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