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Wohnen auf dem Areal der Schadaugärtnerei: Ausstellung im Rathaus Thun

An bester Lage gegenüber Schadaupark und Scherzligkirche in Thun will ein privater Investor Wohnungen gehobenen Standards erstellen – sowohl als Neubauten wie auch durch Umnutzung der dortigen historischen Schadaugärtnerei und der Orangerie. Die Modelle sind während einer Woche an einer Ausstellung im Rathaus zu sehen.

Das Siegerprojekt «Tre Mondi». (Bild zvg)

sth/bns. Auf dem Areal der ehemaligen Schadaugärtnerei sollen laut einer Medienmitteilung mehrere kleine Mehrfamilienhäuser mit insgesamt etwa 60 Wohnungen gehobenen Standards entstehen: «Aus einem Architekturwettbewerb ist das Projekt ‹Tre Mondi› der Architekten Aebi und Vincent, Bern, als Sieger hervorgegangen. Zusammen mit den andern Wettbewerbseingaben kann es vom 8.  bis 15. November 2007 im Parterre des Rathauses besichtigt werden.

Vorgesehen seien etwa acht dreigeschossige Wohnhäuser, teilweise mit Attikageschossen, verlautet im einzelnen: «Sie sind auf die ebenfalls zum Wohnen genutzten Gebäude der früheren Gärtnerei und der Orangerie abgestimmt. Die bestehende Hofgruppe wird umgenutzt. Für den Verbleib der Sammlung historischer Dampfmaschinen der Genossenschaft Vaporama wurden drei Vorschläge eingereicht, die jedoch nach dem Urteil der Jury alle nicht befriedigen. Ob beziehungsweise wie die Vaporama-Sammlung in der Hofgruppe weitergeführt werden kann, bleibt somit noch offen. Der bestehende öffentliche Parkplatz gegenüber der Kirche Scherzligen wird – in verkleinerter Form – in den Hof verlegt. Das Projekt wird nun weiter bearbeitet. Bis Ende Jahr soll ein Baugesuch als Voranfrage bei der Stadt eingereicht werden.»

Die Schadaugärtnerei ist laut der Medienmitteilung Teil des historischen Ensembles des Schlosses Schadau. Sie sei ursprünglich vom Kanton erworben worden, um vorwiegend öffentliche Nutzungen zu ermöglichen: «Im Zonenplan 2002 wurde das Areal der ‹Zone mit Planungspflicht Schadau› zugewiesen. Diese Zone sieht Bauten für öffentliche Nutzungen, insbesondere im Bereich Bildung, kombiniert mit attraktivem Wohnen, vor.» Der Kanton habe das Areal an den in Solothurn beheimateten Investor Espace Real Estate AG verkauft. Die Espace Real Estate AG lege das Geld ihrer Aktionäre in langfristig attraktive Wohn- und Geschäftshäuser an. Sie entwickele auch eigene Projekte, wie dies nun in Thun der Fall sei. In ihrem Auftrag habe die Baumag Generalbau AG als Totalunternehmer einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Areal der ehemaligen Schadaugärtnerei umfasst rund 17 000 Quadratmeter: «Die bestehenden Gebäude stehen unter kantonalem Denkmalschutz.

Um die Qualität der städtebaulichen und architekonischen Gestaltung zu sichern, sei ein anonymer Architekturwettbewerb in Form von fünf Studienaufträgen durchgeführt worden, heisst es abschliessend: «Das Projekt der Berner Architekten Aebi und Vincent wurde zur Weiterbearbeitung und Umsetzung empfohlen. Bis Anfang 2008 soll ein Baugesuch als Voranfrage bei der Stadt eingereicht werden.»

Ausstellung im Rathaus Thun. Die fünf eingereichten Arbeiten des Architekturwettbewerbs zur Überbauung des Areals der Schadaugärtnerei sind während einer Woche, vom 8. bis 15. November 2007, im Erdgeschoss des Rathauses Thun ausgestellt. Die Ausstellung ist Werktags jeweils von 8.00 bis 11.45 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr (Freitag bis 16.00 Uhr) zugänglich.
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