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Samstag 13. Oktober 2007
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Die Alpenfeuerwehr präsentiert auf der Kleinen Scheidegg (2061 Meter über Normalnull ihr teilweise neues Material. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Alpenfeuerwehr Kleine Scheidegg/Jungfraujoch «getauft»

Taufakt für die Alpenfeuerwehr auf der Kleinen Scheidegg am 11. Oktober 2007: Der neue Gemeindeverband ersetzt die bisherigen Feuerwehren Kleine Scheidegg und Jungfraujoch. 79 Angehörige zählt die Feuerwehr jetzt, davon 17 auf dem Jungfraujoch.

Der rettende Sprung in den Sprungretter.

pd/bns. Der Wirkungskreis der Alpenfeuerwehr umfasst laut einer Medienmitteilung das gesamte Gebiet von der Kleinen Scheidegg über Eigergletscher und Jungfraubahn-Tunnel bis zum Jungfraujoch: «Auf der Kleinen Scheidegg verläuft die Gemeindegrenze teils mitten durch Gebäude, ein Teil der Objekte liegt auf Grindelwald-, der andere auf Lauterbrunnen-Gebiet. Bisher wechselte deshalb die Zuständigkeit für die Feuerwehr Kleine Scheidegg alle vier Jahre zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen.» Dies habe zur Folge gehabt, «dass unangenehme Geschäfte oftmals unerledigt blieben und auch finanzielle Fragen oft kaum geklärt werden konnten». Zudem seien die Entscheidungswege lang gewesen, bis etwas von der Feuerwehr bis zum Gemeinderat gelangte. Die Änderung dieser unbefriedigenden Situation sei durch einen Brand beschleunigt worden: «Als am 14. August 2002 das ‹Stähli-Haus› auf der Kleinen Scheidegg brannte, offenbarten sich Mängel in der Ausrüstung und der Alarmierung. Damit die Feuerwehr künftigen Aufgaben gewachsen war, mussten Verbesserungen vorgenommen werden.»

Der Taufakt. Vorne von links nach rechts die Lauterbrunner Gemeinderätin Judith Graf-Engi, der Grindelwalder Gemeinderat Patrick Bleuer und Nils Graf, Präsident des Feuerwehrrates Alpenfeuerwehr.

«Feuerwehrinspektor, Gebäudeversicherung Bern, das Regierungsstatthalteramt Interlaken und die Jungfraubahnen suchten nach Lösungen», verlautet im weiteren: «Die dringende Nachrüstung in der Höhe von rund 285 000 Franken liess sich nur realisieren, wenn eine klare Trägerschaft bestand. Schliesslich entschied man sich für einen Gemeindeverband. Das Organisationsreglement wurde in Lauterbrunnen am 5. Dezember 2005 und in Grindelwald am 2. Dezember 2005 genehmigt und auf den 1. Januar 2006 in Kraft gesetzt. Seit der Verbandsgründung sind nun fast zwei Jahre verstrichen. Die Nachrüstung erfolgte in den Jahren 2006 und 2007. Angeschafft wurden ein Bergfink (mobiler Schnellangriff mit eigenem Wassertank von 200 Liter), Kreislaufatemschutzgeräte, Notstromgruppe, Korpsmaterial, Kommunikationsgeräte und persönliche Ausrüstungen. Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) übernahm 76 Prozent der Kosten, die Jungfraubahnen zahlten 20 Prozent und die Mehrkosten für den Atemschutz. Die Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen teilten sich den Restbetrag (35/65 Prozent).»

Spiegelbild beim Demonstrationsposten «Löschen» neben dem Restaurant Eigernordwand.

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