pd/bns. Mit diesem Bauprojekt bewegt sich laut einer Medienmitteilung das Schweizerische Freilichtmuseum für ländliche Kultur Ballenberg (FLM) im Spannungsfeld zwischen Tradition (originale Bausubstanz) und Innovation (heutige Anforderungen an den Wohnkomfort): «Altes Handwerk, Baumaterialien und Formensprache stellen sich der Auseinandersetzung mit neuer Technologie und den veränderten Anforderungen an die Wohnqualität.»
Die Ziele seien hoch gesteckt worden, verlautet im weiteren: «Das Projekt muss die Vorgaben der Denkmalpflege vollumfänglich erfüllen. Obwohl es weiter ein Museumsobjekt bleibt, muss das Haus theoretisch bewohnbar sein. Die dem Berner Architekten, Patrick Thurston, vorgegebene Musterfamilie besteht aus einem Ehepaar mit zwei schulpflichtigen Kindern. Der Mann ist Bauer oder Handwerker, die Frau arbeitet Teilzeit als Lehrerin. Die Gestaltung, sowohl des Gebäudes als auch der Innenausstattung, weist hohe Qualität auf, ist aber nicht abgehoben und elitär. In bezug auf Ökologie, Energie und Technologie sind die notwendigen Eingriffe beispielhaft dem neuesten Stand angepasst.»
Das Freilichtmuseum Ballenberg bezeichnet es als seinen Auftrag, repräsentative Zeugen der ländlichen Bau- und Wohnkultur der Schweiz für die Nachwelt zu erhalten: «Jährlich verschwinden gesamtschweizerisch unbeachtet Hunderte solcher alter Gebäude. Das Versetzen ins Museum ist in seltenen Fällen eine Rettung in letzter Not. Der Ballenberg kann jedoch nur einen Bruchteil der gefährdeten Bauten übernehmen. Es ist deshalb ein wichtiges Anliegen, auch einen Beitrag an die Erhaltung vor Ort zu leisten, damit das Freilichtmuseum nicht zur Aufbewahrungsstätte einer verschwundenen Baukultur wird. Mit dem diesjährigen Hausprojekt will man vor Augen führen, dass die Wohnqualität eines sanierten alten Hauses durchaus mit Neubauten konkurrenzieren kann.»
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