Am Projekt beteiligt. Von links nach rechts: Jakob Vollenweider, BKW-Technologieberater Wind- und Sonnenenergie, Mathias Tromp, Vorsitzender der BLS-Geschäftsleitung, Projektleiter Matthias Zellweger, Martin Pfisterer, BKW-Unternehmungsleitung und Michael Lüthi, Leiter der BLS-Schiffahrt Berner Oberland. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)
ds/pd/bns. BLS-Direktor Mathias Tromp legte an einer Medienorientierung jedoch Wert darauf dass die 100 000 Franken für die Machbarkeitsstudie nicht aus der Schiffahrtsrechnung sondern vom Unternehmen bezahlt werde. BKW und BLS laden mit der Lancierung des Projekts Goldfisch Partner dazu ein, das Vorhaben gemeinsam zur Umsetzungsreife zu führen und anschliessend zu realisieren: «Das Projekt Goldfisch steht für das weltweit erste Solar U-Boot, welches seine Energie von einer schwimmenden Solarinsel bezieht; Projektstandort ist der Thunersee, vor der einmaligen Kulisse der Berner Alpen.»
Von Bord der MS Schilthorn aus wurde am Dienstag symbolisch ein «Goldfisch» zu Wasser gelassen.
«Die BKW und BLS – zwei Unternehmen, die sich seit Jahrzehnten durch Innovationskraft in Energie und Mobilität auszeichnen – wollen mit dem Projekt Goldfisch ein Zeichen der Innovation setzen und ihr Angebot weiter attraktivieren», verlautete im weiteren: «Die Solarinsel soll von den BLS-Schiffen bedient werden, von wo die Tauchfahrten in eine faszinierende Unterwasserwelt beginnen werden.» Die Solarinsel soll einerseits als Ladestation für das geplante Solar-U-Boot dienen und andererseits als schwimmendes Sonnenkraftwerk auch für die Versorgung von Veranstaltungen am Seeufer. Gleichzeitig soll das Projekt Goldfisch eine Innovationsplattform für Firmen darstellen, die ihnen die Gelegenheit bietet, ihre Ideen in das Projekt einzubringen und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. «Das Solar U-Boot soll auf einem adaptierten, kommerziell erhältlichen Unterseeboot basieren, das eine Länge von 20 bis 30 Meter hat und über eine Kapazität von 30 bis 50 Passagieren (mit einer Besatzung von zwei Personen) verfügt. Die 30 bis 60 Minuten dauernden Tauchfahrten bis in eine Tiefe von 218 Metern (tiefste Stelle des Thunersees) werden den Passagieren einen einmaligen Blick in eine weitgehend unbekannte Unterwasserwelt bieten. Ebenso wie das Solar U-Boot soll die Solarinsel aus Standardkomponenten bestehen, die modular zusammengefügt werden können, so dass eine Leistung von maximal etwa 250 Kilowatt realisiert werden kann.» Die Kosten des Projekts Goldfisch werden auf eine Grössenordnung zehn Millionen Franken beziffert: «Die Projektinitianten laden Firmen dazu ein, das Projekt in der rund sechs Monate dauernden Machbarkeitsstudie mitzugestalten und die Projektrealisierung anschliessend zu finanzieren.» Den Geldgebern biete sich damit die Gelegenheit, «eine einzigartige Innovationsplattform mitzugestalten und ihre Botschaften einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können».
Weitere Informationen unter www.projekt-goldfisch.ch
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