Die Hotelanlage Grimsel-Hospiz. (Archivbild Peter Schmid)
pd/bns. Mit den ersten Ausräum- und Ausbrucharbeiten wurde laut einer Medienmitteilung bereits begonnen: «Im Sommer 2009 öffnet das Dreisterne-Hotel die Türen wieder für seine Gäste.» Im Jahr 1932 – also vor 75 Jahren – sei das Grimsel-Hospiz feierlich eröffnet worden, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Damals galt es als komfortabelstes Berghotel der Alpen. Alle Zimmer verfügten über fliessendes Warmwasser und konnten elektrisch beheizt werden – einmalig im Alpenraum.» Mittlerweile sei das Hospiz in die Jahre gekommen. Vor allem die technische Infrastruktur sei überaltert und erneuerungsbedürftig: «Die KWO hat sich entschlossen, das historische Haupthaus, den Verbindungsbau sowie den Zimmeranbautrakt komplett zu erneuern. Das Personalhaus aus den siebziger Jahren wird abgebrochen. Der dadurch freiwerdende Platz wird für ein zweigeschossiges, teils unterirdisches, Parkdeck genutzt.»
Das 75jährige denkmalgeschützte Hotelgebäude. (Bild zvg)
Das Architekturbüro «Andrin Schweizer Company» aus Zürich erarbeitete laut der Medienmitteilung das Hotelkonzept für die Gesamterneuerung. Die Umsetzung und Bauleitung vor Ort übernehme das einheimische Architekturbüro von Beat Schäfer: «Das Grimsel-Hospiz liegt majestätisch mitten auf dem Grimsel- Nollen, ist ein denkmalgeschütztes Gebäude und befindet sich in einem BLN-Gebiet (Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung). Diese Rahmenbedingungen stellten das Architektenteam vor eine grosse Herausforderung. In enger Zusammenarbeit mit der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission und der Denkmalpflege wurde ein Konzept erarbeitet, das sämtlichen Anforderungen beider Organisationen gerecht wurde. Während der öffentlichen Auflage sind zum Bauvorhaben keine Einsprachen eingegangen.»
Mehr Parkplätze
Mit der Eröffnung im Sommer 2009 plane die KWO, das Hospiz neu in der Kette der «Swiss Historic Hotels» zu positionieren, heisst es im weiteren: «Die Chancen stehen gut, zählt das Hospiz doch zu den ganz wenigen Berghotels die zwischen den Weltkriegen gebaut wurden. Beim Um- und Erneuerungsbau wird man deshalb auf alle wertvollen Details achten. Neu erhält das Hospiz einen Lift der Säle und Zimmeretagen erschliesst.» Damit könnten sich im Berghotel auf rund 2000 Meter über Meer auch Menschen im Rollstuhl wohlfühlen. Nach abgeschlossener Erneuerung stünden den Gästen im Hospiz 28 Zimmer mit 54 Betten in einem gepflegten Dreisterne-Standard zur Verfügung. Dies entspreche einer leicht reduzierten Bettenzahl zugunsten eines höheren Zimmerkomforts: «Die Massenlager werden infolge sinkender Nachfrage aufgegeben.» Gleichzeitig mit der Hotelerneuerung werde die Parkplatzsituation neu gestaltet: «Aufgrund der zunehmenden Besucherfrequenzen war das Angebot von 85 Autoparkplätzen ungenügend. Mit dem neuen Parkdeck können in Zukunft 128 Autoparkplätze angeboten werden, davon ein wesentlicher Teil unterirdisch. So können die einsehbaren Plätze auf dem Nollen zukünftig sogar leicht reduziert werden. Dank der konzentrierten Anordnung der Parkplätze im hinteren Teil der Liegenschaft, wird das Areal rund um das historische Hospizgebäude frei von Parkplätzen und wertet dieses dadurch auf.» «Historisch wertvolles Berghotel»
«Mit einem saisonalen Umsatz von rund 3,2 Millionen Franken, über 10 000 Logiernächten und rund 60 Mitarbeitern, zählen die Hotel- und Restaurantbetriebe der KWO zu einem bedeutenden Pfeiler im Haslitaler Tourismusangebot», heisst es im weiteren. Die Hospizerneuerung ist nach KWO-Angaben mit rund zehn Millionen Franken die grösste Investition in die Haslitaler Hotellerie seit vielen Jahren: «Die KWO bekennt sich damit zu ihrem Tourismusengagement und will den erfolgreich eingeschlagenen Weg einer nachhaltigen Entwicklung konsequent weiterführen. Wie seinerzeit im Jahr 1932 soll das Grimsel-Hospiz bei seiner Wiedereröffnung erneut ein Beispiel für ein wegweisendes, innovatives und historisch wertvolles Berghotel sein.»
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