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SAC-Hütten schliessen ihre Tore

Die Wasserleitungen werden entleert, es wird geputzt und aufgeräumt: Die letzten SAC-Hütten im Berner Oberland stehen vor der Winterpause. Die meisten Hütten verbuchten in dieser Saison dank der schönen Wochenenden erfreuliche Besucherzahlen.

Verzeichnete in seiner 37. Saison als Hüttenwart in der Fründenhütte auf 2562 Meter über Normalnull hoch über dem Oeschinensee einen leichten Besucherrückgang gegenüber dem letzten Jahr: Fritz Loretan mit Tochter Sara. (Bilder: Bruno Petroni)

«Die schönen Wochenenden haben unsere Saison gerettet»: Diese Bilanz von Gleckstein-Hüttenwart Bruno Kaufmann gilt auch für zwei Drittel der hochalpinen Berghütten des Schweizerischen Alpenclubs (SAC). So registrierte auch Fritz Loretan in der Fründenhütte hoch über dem Oeschinensee gute Besucherzahlen an den Wochenenden: «Mit einem Rückgang von drei Prozent liegen wir etwa im langjährigen Durchschnitt», weiss Loretan, welcher Ende September seine 37. Saison als Hüttenwart der Fründenhütte abschloss. Grosserfolg für die Dossenhütte hoch über dem Urbachtal: «Mit 1455 Übernachtungen hatte ich eine Steigerung von 38 Prozent. Es war die beste Saison in meinen sieben Jahren als Dossen-Wartin», freut sich Cyrille Zwicky. Heinz Weissenfluh von der Finsteraarhornhütte verzeichnete hingegen vor allem in der Skisaison letzten Frühling grossen Besucherandrang. Es war sein letztes Jahr in dieser Hütte, denn er führt fortan die Tällihütte im Gadmertal. Als Nachfolger in der Finsteraarhornhütte wurden Vreni und Hans Winterberger aus Grindelwald gewählt.

Bruno Petroni, Journalist, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
In der Gspaltenhornhütte hoch über dem Kiental herrscht schon seit Ende September winterliche Ruhe. Hüttenwart Christian Bleuer konnte 2100 Übernachtungen verbuchen: «Immerhin besser als letztes Jahr. Wir sind sehr zufrieden.» Und gleich ennet der Gamchilücke zählten Toni und Erika Brunner in der Mutthornhütte an zwei Wochenenden eine vollbesetzte Hütte: «Bei hundert Schlafplätzen ist das eher eine Seltenheit und ein grosser Erfolg.» Die Mutthornhütte ist seit einem Monat im Winterschlaf.

Ein Viertel der Betreiber der 29 bewarteten Berner Oberländer SAC-Hütten kehrte bereits Anfangs Oktober ins Tal zurück und ein grosser Teil schloss die Tore am letzten Wochenende. Hans Feuz (Suls-Lobhornhütte) und Walter Lüthi (Windegghütte) wollen den Betrieb erst nach dem kommenden Wochenende einstellen: «Wenn das Wetter gut bleibt, verlängere ich vielleicht sogar bis zum 28. Oktober, denn gerade jetzt steht die Natur im Triftgebiet in einem einmalig schönen Licht», meint Walter Lüthi, der mit 3000 Übernachtungen ein neues Rekordergebnis in der Windegghütte registrierte: «Rund einem Drittel aller telefonischen Anfragen mussten wir in diesem Sommer absagen, weil wir ausgebucht waren.»
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