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Thuner Schwarzschwäne: Petition überreicht

Über 5800 Unterschriften in zweieinhalb Monaten: Die «Freunde der schwarzen Schwäne» haben heute Freitag eine Petition zuhanden des Gesamtgemeinderates von Thun überreicht – ebenso eine Ansichtskarte «Gruss vom Thunersee» mit Schwarzschwänen, dem Schloss, der Schleuse und der Schadau als Sujet.

Ein Neozon auf dem Thunersee: Der ursprünglich aus Australien eingeschleppte Schwarz- oder Trauerschwan (Cygnus atratus). (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)

Die Ziele der Petition sind laut einer Medienmitteilung, «dass die Schwarzschwäne in Zukunft nicht mehr beschränkt auf rund zehn Exemplare auf dem Thunersee leben können sondern freier». Ihre ihre Eier sollen – zumindest auf Zusehen hin – nicht alle sondern lediglich im selben Verhältnis wie diejenigen der Höckerschwäne angestochen werden. Am 18. Juli 2007 haben laut der Medienmitteilung die «Freunde der schwarzen Schwäne» ihre Petition lanciert.Bis am Freitagmittag 5. Oktober seien 5801 Unterschriften eingegangen. «Wir freuen uns extrem über diesen Erfolg, der all unsere Erwartungen übertrifft», sagte Renate Gloor von den «Freunden der schwarzen Schwäne» bei der offiziellen Übergabe zuhanden des Gesamtgemeinderates von Thun. Täglich träfen noch Petitionsbögen bei ein: «Im Beisein von Sympathisanten übergab sie Vizestadtschreiber Remo Berlinger vor dem Rathaus die Petitionen zusammen mit einem Begleitbrief. Renate Gloor: «Wir hoffen, dass diese hohe Anzahl Unterschriften ausreicht, um das Anliegen der Petition umsetzen zu können – zumindest in einem ersten Schritt auf Zusehen hin.»

Die Schwarzschwäne lebten seit über 15 Jahren im unteren Bereich des Thunersees, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Zurzeit regelt eine Vereinbarung zwischen dem Züchter Markus Krebser und dem kantonalen Jagdinspektorat, dass ein Gesamtbestand von rund zehn Exemplaren bewilligt ist. Die Petition möchte versuchen zu erreichen, dass die Schwarzschwäne freier leben können. Dass also ihre Eier nicht alle angestochen werden, sondern in dem Masse wie bei den Höckerschwänen. Ein zusätzliches Ziel der ‹Freunde der schwarzen Schwäne› ist, dass das Zusammenleben von weissen und schwarzen Schwänen in der Region auch touristisch genutzt wird. Sie legen deshalb mit einem Beispiel den Grundstein dafür und verteilten die touristische Postkarte ‹Gruss vom Thunersee› mit den Motiven Schwarzschwäne, Schloss Thun, die untere Aareschleuse, die Thuner Altstadt und dem Schloss Schadau.»

Weitere Informationen. Alle Dokumente an die Behörden, mehr Informationen über die Petition und die Schwarzschwäne sowie die bisher erschienen Medienberichte, die Postkarte «Gruss vom Thunersee» und verschiedenes Bildmaterial sind unter www.schwarzeschwaene.ch aufgeschaltet. Vor einer Woche ist ein Buch von Markus Krebser «Schwäne auf dem Thunersee» erschienen (www.krebser.ch).
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