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| Künstlerische Installation auf dem Ballenberg |
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«Tanner & Holzer», so nennt sich ein Kunstprojekt des Thuner Künstlers Hanswalter Graf im schweizerischen Freilichtmuseum für ländliche Kultur Ballenberg (FLM). Zu sehen ist bis Ende Oktober eine temporäre Installation an der Südostfassade des Hauses von Matten. Entwickelt hat er sie mit einer Gruppe von Schreinerlehrlingen. Das Werk weist auch auf den modernen Innenausbau des Gebäudes hin. |
| Das Projekt mit dem Namen «Tanner und Holzer». (Bild Christian Helmle/zvg)
sth/bns. Im vergangenen Herbst und Frühjahr entwickelte laut einer Medienmitteilung der Thuner Künstler Hanswalter Graf in einem mehrtägigen Arbeitsprozess mit neun Schreinerlehrlingen Modelle für eine temporäre Installation an der Südostfassade des Hauses von Matten. Das Projekt mit dem Namen «Tanner und Holzer» stehe im Rahmen des Gesamtprogramms «Echos – Volkskultur für morgen» der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia: «Die künstlerische Intervention wurde im August vorbereitet und in diesen Tagen montiert. Sie weist auch auf den modernen Innenausbau dieses geschichtsträchtigen Gebäudes hin.»
Aufgaben zu «Tradition und Innovation»
Während der Atelierarbeit stellte Graf laut der Medienmitteilung den Lehrlingen – unter ihnen zwei Frauen – verschiedene Aufgaben, die das Thema «Tradition und Innovation» zum Inhalt hatten: «Historisches und Zeitgenössisches sollten miteinander verwoben werden. So wurden beispielsweise in einer Papiercollage Fragmente zeitgenössischer Architektur mit Fragmenten einer Abbildung des Hauses von Matten kombiniert, dreidimensionale Modelle für neue Dachkonstruktionen erprobt, nach Formen für einen Anbau gesucht oder mit Farben und Formen experimentiert. Ihre Ideen setzten die Lehrlinge mit einfachen Materialien wie Holz, Papier, Karton, Klebeband und Schnur um.»
Neben Praktischem auch Architekturtheorie
Ziel der Zusammenarbeit sei es gewesen, die Schreinerlehrlinge auf spielerische Art ihre Visionen und Ideen gestalten zu lassen und die Auseinandersetzung mit dem historischen Gebäude anzuregen, verlautet im weiteren: «Zum Arbeitsprozess gehörte auch eine Begehung des Geländes, bei der nicht nur wichtige Informationen vermittelt, sondern auch das Interesse und die Neugierde am Bau geweckt wurden. Neben praktischen Übungen und Aufgaben, die es zu lösen galt, wurden den Lehrlingen Architekturtheorie sowie Beispiele zeitgenössischer Kunst und Architektur vermittelt. Graf entwickelte auf der Grundlage all dieser Arbeiten das Modell für die Installation, indem er aus der Vielfalt sehr humorvoller Entwürfe die Quintessenz herausfilterte. Bei der Realisierung arbeiteten die Lehrlinge wiederum mit und brachten ihr praktisches Fachwissen der Holzverarbeitung ein.» Zur Umsetzung des Projekts meine Hanswalter Graf: «Auf der einen Seite ist dieses Resultat von ‹Tanner und Holzer› als ein Vorschlag für eine zeitgenössische Fassadengestaltung an einem historischen Gebäude zu lesen, auf der anderen Seite werden dem Besucher so Einblicke in die Gedankenwelt der beteiligten Lehrlinge gewährt.» Das Projekt wurde laut der Medienmitteilung von der Kulturabteilung der Stadt Thun begleitet. Symposium im Kurszentrum Ballenberg. Am Samstag 20. Oktober, findet von 9.00 bis 17.00 Uhr im Kurszentrum Ballenberg ein Symposium zum Thema «Innovatives Wohnen im Denkmal» statt. Der Thuner Künstler Hanswalter Graf, der das Projekt «Tanner und Holzer» leitete, wird als Referent auftreten und über seine Arbeit berichten. Der Eintritt ist frei. – Weitere Informationen unter www.ballenbergkurse.ch
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