Die Jungfraubahn auf der Kleinen Scheidegg. (Bilder Dora Schmid-Zürcher).
pd/bns. Im ersten Semester 2007 konnte der Betriebsertrag um 1,1 Prozent auf knapp 60 Millionen Franken gesteigert werden. Wegen der ungünstigen Schneelage und den andauernd hohen Temperaturen verzeichnete die Jungfraubahn Holding AG beim Wintersportertrag eine erhebliche Einbusse: «Die äusserst erfreulichen Gästezahlen auf dem Jungfraujoch und die erneuerte Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren ermöglichten es, den Rückstand des Winters wettzumachen und den Verkehrsertrag insgesamt sogar um 0,5 Millionen Franken zu steigern. – Die Besucherfrequenzen von 1. Januar bis 30. Juni: Jungfraujoch (Berg an) 263 853 (2006: 232 405) +13,5 Prozent. Kleine Scheidegg (Frequenzen Wengernalpbahn) 1 261 223 (1 258 226) +0,2 Prozent. Grindelwald–First (Tal ab) 243 173 (311 135) –21,8 Prozent. Lauterbrunnen–Mürren (Frequenzen Bergbahn Lauterbrunnen–Mürren; 2006 umbaubedingte Betriebseinstellung ab 24. April)
230 391 (162 189) +42,1 Prozent. Harder-Kulm (Berg an) 18 327 (18 800) –2,5 Prozent.
Frequenzen gesteigert
Die markanteste Steigerung der Frequenzen verzeichneten die Jungfraubahnen bei ihrem «Premium-Ausflugsziel»: Mehr als 1400 Gäste pro Tag hätten im Durchschnitt das 3454 Meter über Meer (Normalnull) gelegene Jungfraujoch besucht. Wesentlich zur Steigerung haben laut dem von Verwaltungsratspräsident Thomas Bieger und vom Geschäftsleitungsvorsitzenden Walter Steuri unterzeichneten Aktionärsbrief Reisende aus Übersee beigetragen: «Auf Vorjahresniveau bewegten sich die Ergebnisse unserer Erlebnisberge.» Das operative Ergebnis (Ebit) wird mit 8,6 Millionen Franken angegeben, was einer Ebit-Marge von 14,3 Prozent entspreche: «Für das erste Semester resultiert schliesslich ein Gewinn von 6,6 Millionen Franken.»
Der rund zehn Millionen Franken teure Speichersee Fallboden im Bau.
Wichtige Projekte der Jungfraubahnen schreiten planmässig voran: «Wir passen unser Angebot laufend den Gästebedürfnissen an», verlautet im weiteren: «Im April erfolgte der Spatenstich zum Erweiterungsbau beim Parkhaus in Lauterbrunnen – siehe auch
Spatenstich für ein neues Parkhaus in Lauterbrunnen vom Mittwoch 11. April 2007 – wo wir 105 ab Plan verkaufte Parkplätze erstellen.» Ebenfalls im April sei mit der Umsetzung des in diesem Jahr schweizweit grössten Beschneiungsprojektes im Gebiet Kleine Scheidegg begonnen worden: «Daneben erfährt das Skigebiet Kleine Scheidegg-Männlichen mit dem Ersatz des Skilifts Honegg durch eine topmoderne Sechsersesselbahn auf die kommende Wintersaison 2007/2008 – siehe auch Stand der Arbeiten Honegg und Fallboden vom Freitag 24. August 2007 – eine bedeutende Aufwertung.» Schliesslich werde im kommenden Winter die Harderbahn auf das 2008 erfolgende 100-Jahr-Jubiläum hin modernisiert. Geschäftsjahr 2007
Nach wie vor entwickele sich das Umfeld für die Geschäftstätigkeiten positiv, heisst es im Aktionärsbrief der Jungfraubahnen: «Die Buchungen für das zweite Halbjahr im Gruppenreisegeschäft lassen uns weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken.» Leider sei die Harderbahn infolge heftiger Niederschläge am 8. August durch einen Murgang stark beschädigt worden und falle – siehe auch Harderbahn am 22. September wieder in Betrieb vom Freitag 17. August 2007 – für einige Wochen aus: «Der Schaden ist grösstenteils versichert und wird keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis 2007 haben.»
Termine. Die Frequenzen des Geschäftsjahres 2007 werden am 2. Januar 2008 bekanntgegeben. Die Bilanzmedienkonferenz zum Geschäftsjahr 2007 findet am 19. März 2008 in Bern statt. Die nächste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Jungfraubahn Holding AG findet am Montag 19. Mai 2008 in Interlaken statt.
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