Schulanfang in Ringgenberg, wo ein Teil der Kinder die vielbefahrene Hauptstrasse überqueren müssen. (Bild Peter Schmid)
pkb/bns. Seit Mitte August seien sie wieder unterwegs, die zahlreichen Schüler und die Kindergärteler, erinnert die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung. Zum Schulbeginn hätten alle Erstklässler eine gelbe Mütze erhalten. Seither könnten sie mit dieser auffälligen Mütze auf die spezielle Zeit des Schulanfangs aufmerksam machen: «Die Mütze wird denn auch von einem grossen Teil der jungen Schülerschaft getragen.» Parallel zur Verkehrssicherheitsaktion habe die Kantonspolizei auf den Schulwegen sowie im Bereich von Schulen und Kindergärten vermehrte Kontrollen durchgeführt: «Knapp drei Wochen nach Schulbeginn kann eine positive Bilanz gezogen werden: Es haben sich in diesen Bereichen keine schweren Verkehrsunfälle ereignet; in Allmendingen wurde eine Schülerin angefahren und leicht verletzt, als sie mit ihrem Trottinett einen Fussgängerstreifen überqueren wollte.» Zudem stelle die Kantonspolizei fest, dass sich die Schülerschaft mehrheitlich diszipliniert verhalte: «Eine Ausnahme bildet etwa das Velofahren auf dem Trottoir.»
«Auto muss stillstehen!»
Im Gegensatz dazu stehe das Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer, allen voran der Automobilisten: «Viele Fahrzeugführer haben kein Verständnis dafür, dass Kinder am Fussgängerstreifen warten, bis das Auto ganz stillsteht – es wird von den Verkehrsinstruktoren vermittelt, dass ‹die Räder nicht mehr drehen dürfen, bevor der Fussgängerstreifen betreten werden darf›. So bremsen viele Automobilisten zwar ab, rollen aber langsam weiter in Richtung Fussgängerstreifen. Wenn das Kind bis dahin die Strasse nicht überquert hat, beschleunigen viele wieder oder geben Handzeichen, was von den Schulkindern wegen spiegelnden Frontscheiben oftmals gar nicht wahrgenommen wird. Zudem wird festgestellt, dass zahlreiche Automobilisten während der Fahrt die Kinder nicht wahrnehmen, weil sie durch Telefonieren oder das Schreiben von SMS abgelenkt sind.»
«Schulweg ein wesentlicher Bestandteil im Leben»
Der Schulweg sei ein wesentlicher Bestandteil im Leben des schulpflichtigen Kindes, fördere die Selbstständigkeit und ermögliche soziale Kontakte, verlautet im weiteren: «Die Kantonspolizei Bern macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass durch das vermehrte Führen der Kinder zur Schule der Verkehr im Bereich der Schulhäuser zunimmt. Durch Manöver, insbesondere das Anhalten auf Trottoirs und Fussgängerstreifen zum Ein- oder Aussteigenlassen von Kindern, können gefährliche Situationen entstehen.»
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