| Arbeitslosigkeit im Kanton Bern auf 2,5 Prozent gestiegen Die Zahl der bernischen Arbeitslosen stieg im März 2009 um 462 auf 13 077 (Schweiz +2311 auf 134 713). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch von 2,4 auf 2,5 Prozent (Schweiz unverändert 3,4 Prozent). Die Zahl der Stellensuchenden stieg um 874 auf 18 822. Die Gesuche zur Einführung von Kurzarbeit erreichten mit 421 einen Höchststand.
pd/bns. In 22 von 26 Amtsbezirken stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 4,6 Prozent. Am niedrigsten war die Quote im Amtsbezirk Oberhasli mit 1,0 Prozent.
Die wirtschaftliche Entwicklung hat laut einer Medienmitteilung zwar zu einer weiteren Zunahme der Arbeitslosenzahlen im Kanton Bern geführt, doch die saisonale Erholung hat die Auswirkungen gemildert und zu Verschiebungen bei den Betroffenen geführt. So stieg die Zahl bei der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren nur leicht um 5 auf 2418. Die Altersgruppe von 25 bis 49 Jahren verzeichnete eine Zunahme um 275 auf 7789 Personen. Bei Personen über 50 Jahren erhöhte sich die Zahl auf 2870 (+182). Die Zahl der arbeitsuchenden Schüler und Studenten nahm nur leicht zu (+5 auf 254), ebenso die Zahl der arbeitsuchenden Lehrlinge (+4 auf 337).
Besonders betroffen von der konjunkturellen Abschwächung blieben die metallverarbeitende Industrie (+179 auf 1422), der Handel (+87 auf 1832) und der Bereich Verkehr, Nachrichtenübermittlung (+85 auf 749). Wegen dem Ende der Wintersaison stieg auch die Zahl im Gastgewerbe deutlich an (+164 auf 1453 Personen). Abnahmen verzeichneten dagegen das Baugewerbe (–94 auf 1266 Personen) und der Bereich Immobilien, Vermietung, Informatik mit dem Personalverleih (–34 auf 2106 Personen).
Bei den Männern stieg die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 185 (+2,4 Prozent) auf 7834, bei den Frauen stieg sie um 277 (+5,6 Prozent) auf 5243. Mit 8338 Personen waren 317 Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländern stieg die Zahl um 145 auf 4739 Personen.
Von den 18 822 Stellensuchenden (+874 oder +4,9 Prozent) gingen 2887 Personen (+88) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 1039 Personen (+104) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 311 (+25) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung bzw. Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 15,3 Prozent (Vormonat 15,6) in einem Zwischenverdienst. 5,5 Prozent (Vormonat 5,2) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,7 Prozent (Vormonat 1,6) eine Weiterbildung.
Die Gesuche für Kurzarbeit erreichten im März einen Höchststand. 421 Firmen, vorwiegend aus Industrie und Baugewerbe, haben ein Gesuch zur Einführung von Kurzarbeit eingereicht. Betroffen sind 7408 Mitarbeitende gegenüber 6200 Beschäftigten im Februar.
Arbeitslosigkeit im Kanton Bern (März 2009) |
|
Männer |
Frauen |
Total |
Vormonat |
Differenz |
Total |
Vormonat |
Differenz |
| Total Kanton |
7834 |
5243 |
13 077 |
12 615 |
462 |
2.5% |
2.4% |
0.1% |
| Frutigen |
76 |
75 |
151 |
127 |
24 |
1.6% |
1.3% |
0.3% |
| Interlaken |
320 |
257 |
577 |
525 |
52 |
2.8% |
2.5% |
0.3% |
| Niedersimmental |
129 |
73 |
202 |
221 |
–19 |
1.9% |
2.0% |
–0.1% |
| Oberhasli |
21 |
22 |
43 |
45 |
–2 |
1.0% |
1.1% |
-0.1% |
| Obersimmental |
46 |
28 |
74 |
54 |
20 |
1.8% |
1.3% |
0.5% |
| Saanen |
66 |
40 |
106 |
77 |
29 |
2.2% |
1.6% |
0.6% |
| Thun |
733 |
461 |
1194 |
1166 |
28 |
2.5% |
2.5% |
0.0% |
| Total Oberland |
1391 |
956 |
2347 |
2215 |
132 |
|
|
|
|