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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Mittwoch 22. April 2009
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Nach Mitte Oktober 2008 kann es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News kommen. Der Grund: Die vor zweieinhalb Jahren transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.



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Ausweitungsbohrung auf der Baustelle Schattenhalb 3

Mit einem neun Tonnen schweren Ausweitungsbohrkopf ist auf der Baustelle des Wasserkraftwerks Schattenhalb 3 in der Schachtfusskaverne mit dem Andrehen zum «Raise Boring» gestartet worden.

Der 17 Tonnen schwere Fahrlader transportiert den neun Tonnen schweren Ausweitungsbohrkopf zur Schachtfusskaverne. (Bild zvg)

pd/bns. Die Kosten des gesamten Kraftwerkprojektes Schattenhalb 3 werden von der EWR Energie AG (EWR) in Meiringen, einer Konzerngesellschaft der BKW FMB Energie AG, mit 31,5 Millionen Franken angegeben. Die voraussichtliche Inbetriebnahme der neuen Anlage soll Anfang 2011 erfolgen. – Nach dem vorangegangenen Durchschlag zwischen dem Stollen ab der Badmatte und der Zielbohrung ab dem Zwirgi tief im Berg war laut einer Medienmitteilung vorgesehen, die kleinere Zielbohrantriebsmaschine in zwei Monaten gegen eine grössere «Raise-Boring›-Antriebsmaschine auszutauschen: «Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse über die Gesteinsstruktur in der 270 Meter langen Bohrzone wurde vor Ostern entschieden, mit dem ‹Raise Boring» umgehend zu beginnen. Vergangene Woche transportierten die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Schattenhalb 3 den grossen Ausweitungsbohrkopf in der Schaufel eines Fahrladers 738 Meter tief in den Berg zur Schachtfusskaverne.»

Nachdem laut der Medienmitteilung der Bohrkopf am 270 Meter langen und 83 000 Kilogramm schweren Bohrgestänge angeschlossen war, wurde am vergangenen Freitag mit dem Andrehen zum «Raise Boring» gestartet: «Der Bohrkopf mit einem Durchmesser von 305 Zentimeter und den 16 Meisselrollen arbeitet sich nun im 24-Stunden-Dauerbetrieb mit fünf Umdrehungen pro Minute und einem Anpressdruck von 65 Tonnen mit einem Vortrieb von maximal 15 Meter pro Tag bergwärts.» Wenn alles planmässig verlaufe, werde für den 140 Prozent steilen Schrägschacht mit einer Bohrzeit von rund einem Monat gerechnet. Das täglich rund 300 000 Kilogramm ausgebohrte Schiefergestein werde ab der Schachtfusskaverne mit Fahrladern durch den Stollen talwärts zum Portal Badmatte transportiert: «Das Ausbruchmaterial wird anschliessend wie bis anhin in der Funtenen deponiert.»

Kurz vor Beginn des «Raise Boring» hätten die Mineure tief im Berg einen weiteren Meilenstein erreicht: «Mit der Zündung der letzten Vortriebssprengung hat der Stollen mit 25 Prozent Steigung, seine endgültige Länge von 738 Meter erreicht.» Später folgten nur noch ein paar Sprengungen zur Profilerweiterung beim Durchschlagspunkt und beim Stollenportal Badmatte.
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