Fussball: Umstrukturierungen beim FC Thun
Vor dem Hintergrund einer unbefriedigenden sportlichen Situation trennt sich die Leitung des Challenge-League-Klubs FC Thun per 30. Juni 2009 auch von Helmut Dapp, der nach den Abgängen von Beatrice Fiechter und Beni von Gunten noch in der im März aufgehobenen ehemaligen Geschäftsleitung verblieben war.
pd/bns. Die Klubleitung des FC Thun hat laut einer Medienmitteilung per sofort weitere Umstrukturierungen beschlossen:
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Das Amt des Sportchefs wird per Ende Saison ebenfalls gestrichen und seine Aufgaben werden unter Berücksichtigung der Lizenzvorgaben auf mehrere Schultern verteilt. |
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Der Vertrag mit dem Cheftrainer Hansruedi Baumann wurde Mitte April neu abgefasst und mit einer jederzeitigen Kündigungsmöglichkeit versehen. |
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Neu wird Andres Gerber per sofort als Trainerassistent eingesetzt. Er übernimmt einen Grossteil der technischen Aufgaben des bisherigen Sportchefs und bildet zusammen mit dem Cheftrainer und dem bereits letzten Herbst verpflichteten Assistenztrainer Eric Pi Zürcher ein Trainertriumvirat. |
«Dieses Trainertriumvirat geniesst das volle Vertrauen der Klubleitung; insbesondere werden die bisher geleisteten Dienste von Hansruedi Baumann und Eric Pi Zürcher anerkannt», heisst es in der Medienmitteilung. Die Klubleitung erhoffe sich durch diese Beschlüsse eine rasche Verbesserung der sportlichen Situation: «Im Sinne einer ultima ratio bleiben allerdings weitere Massnahmen im Falle einer anhaltenden sportlichen Misere vorbehalten.»
Unbefriedigende sportliche Situation
Die sportliche Situation des FC Thun wird in der Medienmitteilung als unbefriedigend bezeichnet: «Der momentane elfte Tabellenrang in der Meisterschaft ist teilweise auf den grossen Aderlass im Kader zurückzuführen.» Mit den Abgängen von Nyman, di Fabio, Gavatorta, Ba, Jese, Guldan, Schenkel, Hämmerli, Bühler, Portmann, Stoller, Kuntuala habe der FC Thun viel Substanz und Routine verloren: «Diese Vorgaben waren der Klubleitung bekannt, darum haben die Verantwortlichen beim FC Thun Anfang Saison auch eine eher bescheidene Zielsetzung formuliert (Placierung in der ersten Ranglistenhälfte). Dieses Ziel (mindestens Rang 8) konnte bis vor kurzem stets eingehalten werden und ist aktuell nur einen Punkt entfernt.»
Mit dem nicht geplanten Abgang von Scarione und den Verletzungen von Rama und Gerber habe der FC Thun auf die Rückrunde hin nochmals eine empfindliche Schwächung des Kaders hinnehmen müssen, verlautet im weiteren: «All diese Lücken im Team wurden fast ausnahmslos mit jungen Nachwuchsspielern, meist aus der eigenen U21-Mannschaft, geschlossen.» Es sei daher klar, dass es der aktuellen Mannschaft an Ruhe und Erfahrung fehle: «Selbst von talentierten Nachwuchsleuten darf weder Stabilität noch Stehvermögen erwartet werden; Leistungsschwankungen sind absolut normal.» Vor diesem Hintergrund sei die aktuelle Rangierung zu erklären. Die positive Seite dieser massiven Verjüngung der Mannschaft: «Der FC Thun wird die U21-Trophy 2008/09 der Swiss Football League hinter dem FC Winterthur auf dem zweiten Platz abschliessen.» Und dennoch bleibe ein Unbehagen: «Aus den letzten 15 Spielen resultierten zehn Niederlagen, zwei Remis und nur drei Siege. Zudem hat der FC Thun mit Abstand am meisten Tore erhalten.»
Finanzielle Gesundung des Klubs
Im laufenden Jahr standen nach Angaben des FC Thun schwergewichtig die finanzielle Gesundung des Klubs und die Anpassung der Strukturen an die Challenge League im Vordergrund: Die laufende Rechnung sollte ausgeglichen abgeschlossen werden können, dafür hätten indes auch zwölf Spielerverträge aufgehoben werden müssen.» Vergangene Woche habe der FC Thun die Lizenz für die Saison 2009/10 im ersten Anlauf erhalten: «Damit wurde ein erstes Saisonziel erreicht.»
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