| «Tag gegen Lärm»: Kantonspolizei und Thuner Gewerbeinspektorat informieren Am 29. April 2009 findet der Internationale Tag gegen Lärm statt. Nach vermehrten Lärmklagen nimmt die Kantonspolizei Bern, gemeinsam mit dem Gewerbeinspektorat der Stadt Thun, die Gelegenheit wahr und betreibt auf dem Mühleplatz einen Informationsstand.
pd/bns. Das ganze Jahr hindurch berate die Fachstelle Lärmakustik/Lasertechnik der Kantonspolizei Gemeinden, Regierungsstatthalter und Gerichtsbehörden im Zusammenhang mit Lärmproblemen bei Gastgewerbebetrieben und Alltagslärm, wird in einer Medienmitteilung erinnert. Sie nehme auch immer wieder Kontrollen bei Musikveranstaltungen vor und informiere die Bevölkerung präventiv zur Verminderung von Gehörschäden durch den Konsum von lauter Musik.
«Nicht jedes Geräusch ist Lärm», heisst es in der Medienmitteilung: «Massgebend für Lärm ist das subjektive Empfinden eines Geräusches. Die Umwelt wird stetig mehr und mehr ‹verlärmt›, und wir alle müssen mithelfen, dem entgegenzutreten, und mit unserem Verhalten dazu beitragen, dass wir noch lärmfreie Gebiete finden und erhalten können.» Denn in den meisten Fällen werde Lärm von den «anderen» gemacht.
Besonders Jugendliche gefährdet
Es sei erwiesen, dass übermässige Lärmeinwirkungen nicht nur lästig, sondern auch gesundheitsgefährdend sind und zu irreparablen Gehörschäden führen könnten, verlautet im weiteren: «Die Kantonspolizei Bern nimmt diese Gefahr ernst und hat deshalb bereits im Jahr 1967 die Fachstelle Lärmbekämpfung geschaffen, in welcher heute drei auf Akustik und Lasertechnik spezialisierte Polizisten tätig sind. Sie setzen sich unter anderem dafür ein, dass im Bereich Musiklärm die Vorschriften gemäss der eidgenössischen Schall- und Laserverordnung eingehalten werden. Dazu führen sie regelmässig Kontrollen in verschiedenen Lokalen, wie Discotheken, Bars, Pubs oder auch an Veranstaltungen im Freien durch.» Überschreitungen des Innenschallpegels werden nach Angaben der Kantonspolizei Bern und der Stadt Thun zur Anzeige gebracht: «Diese Kontrollen werden vor allem unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes durchgeführt, denn es ist bekannt, dass insbesondere Jugendliche bei längeren Aufenthalten in zu laut geführten Musikbetrieben gefährdet sind. Bei Besucher- und Musiklärm von Gastgewerbebetrieben und im Bereich Alltagslärm beraten sie die Gemeinden und Regierungsstatthalter und erstellen Gutachten bei Klagen, in Bewilligungsverfahren und bei öffentlichrechtlichen Gerichtsverfahren.» Die Fachstelle Lärmakustik / Lasertechnik sei jedoch nicht nur repressiv tätig, sondern messe auch der Prävention ein grosses Gewicht bei: «Aus diesem Grund möchte sie die Gelegenheit nutzen, im Rahmen des internationalen ‹Tages gegen Lärm› die Bevölkerung zu informieren.»
Informationsstand auf dem Mühleplatz
Am Mittwoch, 29. April 2009 von 20 bis 24 Uhr mache die Kantonspolizei an ihrem Stand am Mühleplatz zusammen mit dem Gewerbeinspektorat der Stadt Thun auf die verschiedenen Lärmstörungen aufmerksam, geht aus der Medienmitteilung im eiteren hervor: «Die Besucher erfahren ‹mit eigenen Ohren›, wie laut Gespräche sein können, und mit Messgerät und Projektion werden die Schallpegel der Umgebungsgeräusche und Gespräche visualisiert.» Ziel sei es, auf die zunehmenden Lärmstörungen in der Nacht zu sensibilisieren. Deshalb werde der Stand auch zur Nachtzeit zwischen 20 und 24 Uhr betrieben: «Nachtschwärmer werden auf ihr Verhalten getreu dem diesjährigen Thema ‹Lärm vermeiden› angesprochen. Dies ist aus Sicht der Kantonspolizei ein sehr wichtiger Präventionsauftrag, wenn man bedenkt, dass heute immer mehr Polizeieinsätze wegen Ruhestörungen erfolgen.»
Wiederaufnahme des Ordnungsdienstes in der Thuner Innenstadt
Bereits einen Tag später, am 30. April 2009, nehmen laut der Medienmitteilung die Mitarbeiter der Sicherheitsfirmen Berner Hunde Security und GSD Gayret Security ihren Patrouillendienst in der Thuner Innenstadt wieder auf. Vom 30. April bis und mit 1. November 2009 patrouillierten jeweils in den Nächten auf Freitag, Samstag und Sonntag in der Zeit zwischen 0.30 und 4.30 Uhr vier Sicherheitsleute durch die Thuner Innenstadt. Die Mitarbeiter der Berner Hunde Security würden von einem Hund begleitet: «Ziel ist es, Nachtschwärmer auf die Nachtruhe aufmerksam zu machen und Verunreinigungen und Vandalenakte zu verhindern.» Die Kosten beliefen sich auf rund 76 000 Franken. Sie würden zu zwei Drittel von der Stadt Thun und zu ein Drittel von den Wirten von Lokalen mit verlängerten Öffnungszeiten getragen.
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